Keynote-Vortrag Julian Rosefeldt

Julian Rosefeldt Veronika Bures

25.02.2020
19:00 Uhr

GoetheHaus

Pusat Kebudayaan Jerman Jakarta
Jl. Sam Ratulangi 9-15
10350 Jakarta

Das Goethe-Institut Indonesien und das Museum MACAN laden ein zu einem Abend mit Julian Rosefeldt anlässlich der Indonesien-Premiere von Manifesto (2015), einer 13-Kanal-Filminstallation mit Cate Blanchett.

In Manifesto bedient sich Rosefeldt der Schriften von Futuristen, Dadaisten, Fluxus-Künstlern, Suprematisten, Situationisten, dem Manifest Dogma 95 und den Worten anderer Künstlergruppen. Auch Gedanken einzelner Künstler, Architekten, Tänzer und Filmemacher aus dem frühen 20. Jahrhundert fließen mit ein. Cate Blanchett zitiert diese Schriften und schlüpft dazu in 12 verschiedene Charaktere, darunter ein Fabrikarbeiter, eine Fernsehnachrichtensprecherin, eine Kindergarten-Erzieherin oder auch ein obdachloser Mann. Das Werk ist eine Hommage an die wechselvolle Geschichte und literarische Schönheit künstlerischer Manifeste und wirft gleichzeitig die Frage auf, welche Rolle der Künstler in der heutigen Gesellschaft spielt.

Der Vortrag beschäftigt sich mit Rosefeldts Perspektive als Autor, Redakteur, Produzent und Regisseur von Manifesto. Durch die Gegenüberstellung großer Worte und kühner Ideen von Claes Oldenburg, Yvonne Rainer, André Breton, Sturtevant, Sol LeWit und anderen einflussreichen Künstlern weckt Rosefeld bei seinem Publikum die Neugier, sich auf spannende Themen einzulassen, die Menschen überall auf der Welt betreffen, etwa den Verlust der gewohnten Umgebung oder psychische Störungen.

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Über Julian Rosefeldt
 
Julian Rosefeldt ist Künstler und Filmemacher aus Berlin. Rosefeldt ist international bekannt für seine visuell ausladende und akribisch choreografierte Filmkunst, die er meist als komplexe Installationen auf mehreren Leinwänden inszeniert. Seine künstlerischen Arbeiten sind geprägt von der Geschichte des Films, der Kunst und Populärkultur. Rosefeldt setzt dabei auf cineastische Tropen, die den Zuschauer in surreale, theatralische Sphären entführen, in denen die Protagonisten tief in ihre Alltagsrituale versunken sind. Gewürzt mit einer Prise Humor und Satire wirkt diese vertraute Welt für den Zuschauer hier auf einmal merkwürdig fremd.

ZU VERANSTALTUNG:

Manifesto - Ausstellung | 28.02-31.05.2020
 

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