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Freiraum

Das Projekt Freiraum möchte erkunden, wie es in den Städten Europas um die Freiheit bestellt ist. Welche Fragen ergeben sich, wenn Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Kulturschaffende ganz ortsspezifisch über den Begriff „Freiheit“ nachdenken? Welche Probleme werden in einer Stadt erkennbar?
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Mann mit Ball© Goethe-Institut / Caroline Lessire

Freiraum

Freiheit in Europa - wie ist sie begründet und was schränkt sie ein?

Freiraum Dublin 2018 © Vanessa Ifeoiore Europa ist im Begriff, sich zu ändern. Populistische und nationalistische Parteien erleben in vielen Ländern Zuspruch. Skepsis gegen die EU, wie sie sich zum Beispiel im Brexit-Referendum artikuliert, ist nicht auf Großbritannien beschränkt.

Das Goethe-Institut versteht sich als Institution mit europäischem Auftrag. Es tritt für die Vision der europäischen Integration ein, macht sich für einen gemeinsamen europäischen Kulturraum stark, der auf kultureller Vielfalt und Eigenständigkeit basiert, und verpflichtet sich einem entsprechenden Wertekanon, der Inklusion, Offenheit, Freizügigkeit und Gerechtigkeit einschließt. Zugleich ist es sich der oben skizzierten Prozesse und des als krisenhaft empfundenen Status Quo bewusst. Blind am bisherigen Narrativ vom vereinten Europa festzuhalten, kann vor diesem Hintergrund leicht wie Realitätsverweigerung wirken. So wie Europa die Herausforderung annehmen muss, so muss auch das Goethe-Institut sein bisheriges europapolitisches Engagement akzentuieren.
 
Ein Beitrag zu dieser Neupositionierung ist das Großprojekt Freiraum, das seit 2017 bis einschließlich 2021 stattfindet, für das jede teilnehmende Stadt eine Frage formulierte, die auf das Konzept der Freiheit Bezug nimmt. Während dieses Projekts steht jedes Institut in Kooperation mit einem anderen Institut, um so den interkulturellen Austausch auf europäischer Ebene zu fördern.
Nach der ersten Phase bis Anfang 2019 wurde nun die zweite Phase des Freiraum-Projekts eingeläutet. Die initiierten Projekte in den jeweiligen Städten und Ländern sollen nun fortgeführt und sich in der Zukunft nachhaltig etablieren und verselbstständigen. So wird nun auch das Freiraum-Projekt in Dublin mit folgender Fragestellung weitergeführt:
 
Kunst und Kreativität, Gemeinschaft und ein erleichterter Zugang zur Hochschulbildung – ein Weg zur Freiheit in Europa?

Das lokale Freiraum-Projekt in Dublin beschäftigt sich mit wirtschaftlicher Ungleichheit und den Grenzen der Freiheit in Europa. In diesem Kontext arbeitet das Goethe-Institut Irland mit dem Trinity College Access Programmes (TAP) und dem Dublin City Council zusammen, um sich mit den Faktoren für den ungleichen Zugang zu höherer Bildung in Dublin zu befassen.
In Dublins City Centre gibt es die unterschiedlichsten sozialen und bildungsrelevanten Herausforderungen die u.a. zu Folge haben, dass die Anzahl der Studierenden halb so hoch wie der nationale Durchschnitt ist.
Im Rahmen der Zusammenarbeit für Freiraum sind zwei unabhängig voneinander laufende Projekte entstanden: Das Creative Arts Programme und das European Languages and Cultures Programme.

Freiraum-Programme in Dublin

Ein Tag im Fishamble Theatre, Freiraum Dublin 2018 (C) Goethe-Institut Irland Das Trinity Access Program und das Goethe-Institut Irland bieten in Zusammenarbeit mit dem City Arts Office des Dublin City Council ein Kulturprogramm an, mit dem die Schüler*innen an Projekte herangeführt werden sollen, die in Dublin zum Thema Creative Arts umgesetzt werden. Dabei geht es einerseits um den Zugang zu Orten, der zuvor möglicherweise als verwehrt wahrgenommen wurde: Theater, Galerien, Schreibzentren oder Konzerthäuser. Andererseits sollen die Jugendlichen dazu angeregt werden, innerhalb dieser Räume neue Denkweisen kennenzulernen, ihre Kreativität zu nutzen und diese Räume für sich einzunehmen.
Ein Tag im Istituto Italiano di Cultura, Freiraum Dublin 2018 (C) Goethe-Institut Irland Ziel dieses Projekts ist es, Schüler*innen der 10. Klasse an die europäischen Kulturinstitute in der Stadt Dublin heranzuführen. Dazu arbeiten das Trinity Access Programme und das Goethe-Institut Irland mit einer Reihe von nationalen Kulturinstituten der Europäischen Union (EUNIC) zusammen, mehrere Programmtage für unsere TAP-gebundenen Schulen zu organisieren.
Den europäischen Kontinent zu bereisen, war noch nie so einfach wie heute: Flugverbindungen zum Festland kosten zum Beispiel oft weniger als ein Taxi. Ziel dieses Projekts ist es, die Kulturen und Sprachen der europäischen Länder kennenzulernen. Während des Programms haben die Schüler*innen die Möglichkeit, das Essen, die Sprache, die Literatur, Theater und Kino der europäischen Kulturen zu entdecken.
 

Was bisher geschah...

03.02.2021 Ein Tag mit Fighting Words (verschoben vom 26.03.2020)
Das Ziel von Fighting Words ist es, Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen, die als Kinder keine Chance hatten, die Kraft ihrer eigenen Phantasie und kreativen Schreibfähigkeiten zu entdecken und zu nutzen. Im Kern geht es dabei auch um etwas viel Breiteres und Umfassenderes. Nämlich darum, die kreative Praxis des Schreibens und Erzählens zu nutzen, um Kinder und Jugendlichen - mit den unterschiedlichsten Hintergründen – zu stärken, damit sie widerstandsfähig, kreativ und erfolgreich ihr eigenes Leben zu gestalten können.
Im eintägigen Online-Workshop konnten sich Jugendliche der 10. Klasse im Schreiben von Geschichten, Theaterstücken, Songtexten und Gedichten ausprobieren. Die Ergebnisse sind hier zu sehen.
Das Goethe-Institut Irland hat sich gefreut, unter Beachtung der Covid-Maßnahmen, seine erste vollständig digitale Festivalwoche im Rahmen des Freiraum-Programms "European Languages and Cultures" zu veranstalten. In Kooperation mit dem Trinity Access Programme (TAP) nahm diese Veranstaltung, vom 16.-20. November 2020, 80 unterrepräsentierte Schüler*innen im Übergangsjahr auf eine virtuelle Reise durch Europa mit. Die Beteiligung unterschiedlicher europäischer Institutionen ermöglichte den Schüler*innen den Zugang zu verschiedenen Kulturen und Sprachen im Verlauf der Woche. Der erste Stopp ihrer Reise war in Deutschland mit dem Goethe-Institut Irland, gefolgt von Spanien mit dem Instituto Cervantes Dublìn, Frankreich mit der Alliance Française Dublin, und schließlich Italien mit dem Istituto Italiano di Cultura. Den Schluss bildete ein Besuch der Europäischen Kommission und des European Movement Ireland. Mit ihrer Teilnahme an dem Festival konnten die Schüler*innen die Vorteile von kulturellem Austausch und Fremdsprachenkenntnissen entdecken.
Freiraum 2020 Graduation Ceremony (C) Goethe-Institut Irland, TAP 12.11.2020 Virtuelle Orientation im TAP
Da das „European Languages and Cultures“-Programm in diesem Jahr erstmalig komplett digital stattfand, wurde vor Beginn eine Orientation für die Schüler*innen veranstaltet. Dabei wurde das Freiraum-Projekt von Julie Deering-Kraft, Goethe-Institut Irland, und Daniel McFarlane des TAP vorgestellt und Fragen bezüglich des Ablaufs geklärt. Außerdem bekamen die Schüler hier zum ersten Mal ihre „Ambassdors“ Peadar, Dove und Klaudia sowie die Praktikantinnen der Programmabteilung am Goethe-Institut, Muireann und Brit, zu Gesicht, die sie über die Woche hinweg begleitet haben.
 
16.11.2020 Ein virtueller Tag im Goethe-Institut Irland
Der erste Tag des „European Languages and Cultures Festival 2020“ begann für die Schüler*innen um 9:00 Uhr morgens mit der Begrüßung und einer Einführung in das Goethe-Institut sowie der Vorstellung Deutschlands durch die Institutsleiterin Ulrike Gasser, woran sich ein Quiz über die Inhalte anschloss und es bereits erste Gewinner für Jutebeutel des Goethe-Instituts gab.
  • Kahoot (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 2 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 3 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 4 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 5 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 6 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 7 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 8 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 9 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 10 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 11 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 12 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 13 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 14 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 15 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 16 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 17 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 18 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 19 (C) Goethe-Institut Irland
  • Kahoot 20 (C) Goethe-Institut Irland
Nach einer „Walking Debate“ zum Thema Freiheit mit den Ambassadors, haben die Schüler*innen in kleineren Gruppen an Schnupperkursen teilgenommen und dabei gelernt, wie man sich auf Deutsch begrüßt, vorstellt und verabschiedet. Im Anschluss wurden die Schüler nach draußen geschickt, um bei sich zu Hause in der unmittelbaren Umgebung Bilder über Freiheit zu machen, und so später eine gemeinsame Insta-Gallerie zu erstellen. Nach der Mittagspause wurde gemeinsam der Kurzfilm „Rhinos“ angeschaut, und ein Workshop zum Thema „Kommunikation ohne Sprache“ durchgeführt, bei welchem die Schüler*innen unter anderem Scharade gespielt haben und weitere Preise gewinnen konnten. Als Tagesabschluss fand ein Live-Stream aus Berlin statt, an dem die Schüler sich mit vielen Fragen beteiligt haben.
 
17.11.2020 Ein virtueller Tag im Instituto Cervantes Dublín
Am zweiten Tag ging es mit dem Instituto Cervantes Dublín für die Schüler*innen nach Spanien. Vormittags sahen und hörten die Schüler*innen Geschichten über die #EuropeansAgainstCovid19-Bewegung. Außerdem haben viele Mägen geknurrt, als es später um die spanische Gastronomie ging. Anschließend besuchten sie einen virtuellen Sprachkurs und erfuhren sie wie man sich auf Spanisch vorstellt. Nach dem Mittagessen folgte ein Workshop zu spanischer Literatur, Illustration und Musik. Der Tag endete mit einem Live-Stream aus der Stadt Salamanca, wobei die Schüler*innen vielen Fragen über das Erasmus-Programm, sowie das Universitäts- und Alltagsleben stellten.
 
18.11.2020 Ein virtueller Tag in der Alliance Française Dublin

Die Alliance Française Dublin brachte die Studenten am dritten Tag nach Frankreich. Nach einer informativen Begrüßung und Video-Tour durch die Institution, nahmen die Studenten an Sprachkursen teil, wo Preise gewonnen werden konnten. In diese Schnupperkursen wurden die Schüler*innen ebenfalls auf den darauf folgenden Escape Room vorbereitet, den sie in Gruppen lösen sollten. Nach einem vollen Vormittag entspannten die Studenten beim „Musical Nap“. Sie hörten den Klängen und Stimmen zu, die die Straßen von Paris füllen. Der Tag endete
mit einem virtuellen Rundgang durch Paris, bei dem sie die bedeutsamen Denkmäler kennenlernten, die überall in der Stadt verteilt sind.
 
19.11.2020 Ein virtueller Tag im Istituto Italiano di Cultura Dublino
Am vierten Tag ging es für die Schüler*innen nach Italien. Sie lernten in einer virtuellen Mini-Tour das lokale Istituto Italiano di Cultura kennen und nahmen an einer Schnupperstunde Italienisch teil. Der Höhepunkt des Tages war der unterhaltsame Pasta-Workshop mit Giuseppe, der zahlreiche Schüler*innen dazu veranlasst hat, zum Mittag Pasta zu essen. Außerdem fand ein Livestream der besonderen Art nach Italien statt, in dem ein italienischer Professor aufgrund des Lockdowns von seinem Balkon aus Florenz vorgestellt hat.
 
20.11.2020 Ein virtueller Tag in der Europäischen Kommission und dem European Movement Ireland
Der abschließende Tag der sprachlichen und kulturellen Reise durch Europa begann mit einem Besuch bei der Europäischen Kommission, wo die Schüler*innen viele Informationen über die EU, deren Aktivitäten, das EU-Parlament und Mehrsprachigkeit sowie Karrierewege erlangen konnten. Anschließend ging es weiter zum European Movement Ireland, woran sich eine Q&A-Runde über Erasmus und Auslandsaufenthalte anschloss. Bei der Abschlusszeremonie wurde die Insta-Gallerie mit den Freiheits-Bildern von Montag präsentiert.
  • Instawalk1 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk2 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk3 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk4 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk5 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk6 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk7 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk8 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk9 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
  • Instawalk10 (C) Goethe-Institut Irland, TAP
Podcast „The Confines of Freedom. Expressions of Youth Voice in the COVID Context”
Freiraum Festival 2020 (C) Goethe-Institut Irland Unter Beachtung der Covid-Maßnahmen fanden im Rahmen des Freiraum Festival 2020 ein Online-Gipfel und viele lokale Veranstaltung über Europa verteilt statt. Das dreitägige, gesamteuropäische Festival setzte den Fokus auf zwei Themen, die mit der globalen Pandemie in den Vordergrund getreten sind: den derzeitigen Zustand der Freiheit in Europa (die biopolitische Krise und wachsende Bewegungen in der Gesellschaft) und der derzeitige Zustand der Künste (neue Formate und Zielgruppen). Stimmen aus ganz Europa kamen zu Gesprächen, Diskussionen und künstlerischen Darbietungen zusammen, die auf das Online-Format des Festivals ausgerichtet waren.
Freiraum Festival 2020 (C) Goethe-Institut Irland Irlands Beitrag bestand in der Form des Podcasts „The Confines of Freedom, Expressions of Youth Voice in the COVID Context“, der durch Daniel McFarlane vom Trinity Access Programme des Trinity College in Dublin moderiert, und vom Goethe-Institut Irland unterstützt wurde. In dem Podcast kommen Stimmen von unterrepräsentierten Schülerinnen zum Tragen, die ihr Leben und ihr Verständnis von Freiheit vor und während der Pandemie-Restriktionen miteinander vergleichen. Sie stellen sich unter anderem folgende Fragen: Was bedeutet „Freiraum“ für sie? Wie hat sich ihre Vorstellung von Freiheit der Jugend verändert? Was bedeutet Freiheit für sie im Moment? Die Schülerinnen sind ehemalige Freiraum-Teilnehmerinnen; sie zeigen auf, wie die neuen Grenzen der Freiheit ihre Identität und Repräsentation in der Gesellschaft beeinflussen.
 
Diese Reihe von Workshops richtete sich an Schüler*innen der 10. Klasse. Jeder Workshop bot eine interaktive Einführung in verschiedene Aspekte der kreativen Künste. Diese Workshops fanden am letzten Donnerstag des Monats von Oktober 2019 bis April 2020 (mit Ausnahme von Dezember) statt. Die Schüler*innen nahmen an einer Vormittagssitzung, einem Mittagessen und einer Nachmittagssitzung an jedem Kulturinstitut teil. Die Termine für diese Veranstaltungen waren wie folgt:

24.10.2019 Ein Tag im Trinity College Dublin und den Gallerien von Dublin
An diesem Tag gab es für die Jugendlichen eine Einführung in die kreative Kunst und das Freiraum - Projekt im Trinity College Dublin. Am Vormittag fand eine Führung durch die Douglas Hyde Gallery, gefolgt von einem Mittagessen in der Dining Hall des Trinity College statt. Danach gab es einen Spaziergang zur LAB-Gallery. Dort beschäftigten sich die Jugendlichen zunächst mit den Ausstellungen der Galerie und haben danach einen Workshop mit Jane Fogarty, einer Künstlerin der Galerie durchlaufen.

28.11.2019 Ein Tag im Goethe-Institut Irland
Der zweite Freiraum-Ausflug ging ins Goethe-Institut Irland in Dublin. Die Jugendlichen haben eine Führung durch die neurenovierten Räume und die Bibliothek sowie eine Einführung in die Filmkunst bekommen und einen eigenen Film mit dem Smartphone gedreht.

23.01.2020 Ein Tag im Fishamble Theatre
Fishamble ist ein mit dem Olivier Award ausgezeichnetes, international renommiertes irisches Theater, das neue Werke in verschiedenen Größenordnungen entdeckt, entwickelt und produziert. Fishamble hat seine Produktionen sowohl vor irischem Publikum als auch in 19 anderen Ländern aufgeführt. Jedes Jahr unterstützt Fishamble 60% der Autoren aller neuen Stücke, die auf der Insel Irland produziert werden – durch sein umfangreiches Programm an Trainings-, Entwicklungs- und Mentoringangeboten.

27.02.2020 Ein Tag im der Royal Irish Academy of Music (RIAM)
Die Royal Irish Academy of Music ist ein Ort musikalischer Exzellenz und Dynamik, ein Ort des Lehrens und Lernens, dessen Ziel es ist die höchsten Standards an Leistung und Wertschätzung in allen Musikdisziplinen zu vermitteln und aufrechtzuerhalten und dieses konsequent erreicht. Die 1848 gegründete Academy ist Irlands älteste Musikinstitution. Der Tag bei RIAM umfasste Workshops zum Thema Musikverständnis, Einführungen in die Musiktheorie und praktische Interaktion mit Instrumenten.
Dieses Programm richtete sich an Schüler*innen der 10. Klasse, die daran interessiert sind, neue Kulturen und Künste zu entdecken. Der Sprachunterricht richtete sich sowohl an diejenigen, die die Sprache bereits bis zum Niveau Junior Cert. gelernt haben, als auch an absolute Anfänger.
Diese Reihe von sechs Workshops bot eine interaktive Einführung in verschiedene Aspekte der europäischen Kulturen und Sprachen. Die Workshops fanden am zweiten Donnerstag im Monat von Oktober 2019 bis März 2020 statt. Die Schüler*innen nahmen dabei an einer Vormittagssitzung, einem Mittagessen und einer Nachmittagssitzung an jedem Kulturinstitut teil. Die Termine für diese Veranstaltungen waren wie folgt:

10.10.2019 Ein Tag im Trinity College Dublin
Am ersten Tag wurden die Jugendlichen im Trinity College Dublin begrüßt und in das Freiraum-Projekt und in European Languages and Cultures eingeführt. Mit einer Insta-Tour haben sie den Campus kennengelernt und in der Dining Hall des Colleges zu Mittag gegessen. Während des Nachmittag wurden ihnen ihre Möglichkeiten zu Sprachen im third level erläutert, was direkt von einem Deutschquiz mit der TCD Germanic Society gefolgt und anschließend von einer Plakatgestaltung zum Thema Freiraum und Freiheit in Europa beschlossen wurde.

14.11.2019 Ein Tag im Goethe-Institut Irland, Dublin
Das Goethe-Institut ist das Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland und weltweit tätig. Es fördert den internationalen Kulturaustausch und das Studium der deutschen Sprache im Ausland. Das Goethe-Institut versteht sich als eine Institution mit einer europäischen Mission. Es steht für eine Vision der europäischen Integration, schlägt einen gemeinsamen europäischen Kulturraum vor, der auf multikultureller Vielfalt und Autonomie beruht, und setzt sich für ein entsprechendes Wertegefüge ein, das Integration, Offenheit, Großzügigkeit und Gerechtigkeit umfasst.

05.12.2019 Ein Tag in der Alliance Francaise
Die preisgekrönte Alliance Française Dublin ist das drittgrößte in Europa und das erste in einem nicht französischsprachigen Land. Ziel des Alliance Française in Dublin ist es, die französische Kultur zu fördern und einen Raum für den interkulturellen Austausch zwischen Irland und den Kulturen der französischsprachigen Welt zu schaffen. Die Branche hat mehr als ein Jahrhundert Geschichte, existiert aber in ihrer heutigen Form seit fast 60 Jahren.

16.01.2020 Ein Tag im Istituto Italiano di Cultura
Das Istituto Italiano di Cultura fungiert als Bild Italiens und als nützliche Informationsquelle über das italienische System. Sie ist die treibende Kraft hinter einer Vielzahl von kulturellen Initiativen und Kooperationen. Es ist der grundlegende Bezugspunkt für die italienische Gemeinschaft im Ausland und Zentrum der wachsenden Nachfrage nach italienischer Kultur auf der ganzen Welt. Durch die Unterstützung der Arbeit der italienischen Botschaften und Konsulate fördert das Netzwerk Istituto Italiano di Cultura effizient das Image Italiens als Zentrum der Produktion, Erhaltung und Verbreitung von Kultur von der Klassik bis zur Gegenwart.

13.02.2020 Ein Tag im Instituto Cervantes
Das Cervantes-Institut ist eine weltweite gemeinnützige Organisation, die 1991 von der spanischen Regierung gegründet wurde. Es ist nach Miguel de Cervantes benannt, dem Autor von Don Quijote, der vielleicht wichtigsten Figur in der Geschichte der spanischen Literatur. Das Cervantes-Institut, eine Regierungsbehörde, ist die größte Organisation der Welt, die für die Förderung des Studiums und des Unterrichts der spanischen Sprache und Kultur zuständig ist. Diese Organisation hat sich in über 44 verschiedenen Ländern etabliert und 87 Zentren, die sich der spanischen und hispanisch-amerikanischen Kultur und Sprache widmen.

12.03.2020 Ein Tag in der Europäischen Kommission
Die Vertretung der Europäischen Kommission in Irland ist Teil des Netzes von Vertretungen der Kommission in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Es ist die Stimme der Kommission in Irland und zielt darauf ab, EU-Angelegenheiten sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene zu kommunizieren. Es versteht es als ihre Hauptaufgabe zu erklären, wie sich die EU-Politik auf die Menschen in Irland auswirken wird, und auch EU-bezogene Informationen für Regierungen und andere Behörden und Interessengruppen in Irland bereitzustellen.
Das Goethe-Institut Irland in Dublin pflegte mit dem Goethe-Institut in Nancy als Projektpartner, einen direkten Austausch und damit die Grenzen überschreitende Auseinandersetzung der projektbezogenen Fragestellungen. In Zusammenarbeit mit diesem wurde die Freiraum Theater Summer School ins Leben gerufen:

Theatre Summer School, Freiraum Dublin 2019 (C) Goethe-Institut Irland Im Juni 2019 luden das Goethe-Institut Irland und das Trinity Access Programm Schüler*innen aus verschiedenen Schulen Dublins zu einem viertägigen Workshop mit Tatjana Pessoa und Gabriel Da Costa ein.
Mit den beiden Theatermachern, Mitwirkenden des international tourenden Theaterstücks I AM Europe von Falk Richter, wurde der Workshop im Rahmen des Freiraum Programms mit dem Tandempartner, dem Goethe-Institut Nancy/ Strassburg erarbeitet. Nach Strassburg und Nancy fand dieser vom 4.-7. Juni 2019 in Dublin statt.

Die Summer School richtete sich dabei an Schülerinnen und Schülern aus sozial unterrepräsentierten Gegenden der Stadt, die sich in ihrem „Transition Year“ mit Kunst und künstlerischen Prozessen beschäftigen wollten. Die fünfzehnköpfige Gruppe hochmotivierter Jugendlicher hatte bereits im Rahmen des ersten Freiraum Projekts (2018-19) Erfahrungen zum Thema Europa und europäische Identitäten gesammelt.
Der Workshop orientierte sich dabei am kreativen Arbeitsprozeß Falk Richters und seines Choreographen Nir de Volff. In einem Zeitraum von vier Tagen diskutierten, improvisierten, performten und schrieben die Teilnehmer gemeinsam, um das Theater als Ausdrucksmittel ihrer eigenen Geschichten zu entdecken.
 
Mit wem wir gearbeitet haben…

Gabriel Da Costa, 33 Jahre alt, wurde in Frankreich geboren. Seine Eltern sind Portugiesen. Im Alter von 18 Jahren verließ er sein Elternhaus und zog nach Brüssel. Seitdem lebt und arbeitet Gabriel Da Costa in Italien, Frankreich, Belgien und Deutschland. Er hat einen französischen Pass, einen portugiesischen Personalausweis, eine Aufenthaltserlaubnis in Belgien, eine italienische Steuernummer und eine englische Sozialversicherungskarte. Nationalität ist für ihn ein merkwürdiges Konzept. Europäisch sein, regional oder lokal schon weniger. Er ist Schauspieler und Regisseur.
Tatjana Pessoa, 37 Jahre alt, wurde in Brüssel geboren. Sie wuchs mit ihrer portugiesischen Mutter auf, die selbst wiederum in Angola groß wurde. Später traf Tatjana Pessoa ihren schweizerdeutschen Vater und lebte mit ihm für einige Zeit in Deutschland. Fast vier Jahre lang reiste sie durch West-Afrika. Dort erkannte sie, dass sie keine Weltbürgerin ist. Seitdem versteht sie sich selbst als europäisch. Obwohl belgischer und portugiesischer Abstammung besitzt sie keinen portugiesischen Pass. Sie weiß nicht, ob europäisch sein noch Sinn ergibt. Sie schreibt ihre eigenen Shows und performt von Zeit zu Zeit, aber nur wenn ihr danach ist.
28.02.2019 Ein Tag in der Royal Irish Academy of Music
31.01.2019 Ein Tag im Abbey Theatre
29.11.2018 Ein Tag im Fishamble Theatre
25.10.2018 Ein Tag mit Fighting Words
Tag im Goethe-Institut, Trinity College und der LAB Gallery
14.02.2019 Ein Tag in der Europäischen Kommission Dublin
10.01.2019 Ein Tag im Instituto Cervantes
13.12.2018 Ein Tag im Istituto Italiano Di Cultura
15.11.2018 Ein Tag in der Alliance Française
11.10.2018 Ein Tag im Goethe-Institut
23.08.2018 Ein kultureller Austausch zwischen irischen und deutschen Student*innen.

Mit ‚Taking Spaces, Going Places‘ wurde ein Tag voller Workshops und Aktivitäten veranstaltet - für Student*innen des TCD und für deutsche Student*innen, die mit der meet!-Europatour nach Dublin gekommen sind, was von der Mercator-Stiftung organisiert wurde.

Die Mercator Stiftung ist eine der größten privaten Stiftungen in Deutschland. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt aktiv zur Gestaltung einer offenen, solidarischen und gerechten Gesellschaft beizutragen.

Freiraum in Dublin


I am Dublin (C) Goethe-Institut Irland

Unsere lokalen Partner

Die Aufgabe des „Trinity Access Programmes“ liegt in der partnerschaftlichen Arbeit im gesamten Bildungswesen, mit Studenten, Lehrern, Familien, Nachbarschaften und Unternehmen, um den Zugang und Teilhabe an einer Hochschulausbildung für unterrepräsentierte Gruppen in Irland zu erweitern.
Dublin City Arts Office“ ist eine Serviceeinrichtung innerhalb des „Dublin City Council“, die das Ergebnis einer strategischen Investition in die Kunstszene der Stadt Dublin darstellt. Es führt, entwickelt und arbeitet in Partnerschaften, unterstützt Künstler, Kunstorganisationen und Stadtprojekte, um hochwertige Kunsterfahrungen zu ermöglichen, die das kulturelle Leben Dublins bereichern.
The European Union National Institutes for Culture (EUNIC) ist ein Netzwerk das jenseits der nationalen Grenzen und mit einer gewissen Autonomie von den jeweiligen Regierungen tätig ist. Zu den Mitgliedern gehören derzeit 27 Organisationen aus 23 Mitgliedsländern der Europäischen Union. Der Zweck ist es, eine dauerhafte Partnerschaft und Netzwerk zwischen den beteiligten Einrichtungen zu erschaffen, um die Verbesserung und Förderung der kulturellen Vielfalt und die Verständigung zwischen den europäischen Gesellschaften sowie den internationalen Dialog und die Zusammenarbeit mit Ländern außerhalb Europas zu stärken.
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