GDI Debattierwettbewerb in deutscher Sprache 2018/19

Gewinner © Aidan Oliver Photography Finale des GDI Debattierwettbewerb 2019: „Europa braucht eine aktivere Jugend“
 
Im diesjährigen Finale des landesweiten Debattierwettbewerbs, der nun bereits zum 23. Mal stattfand, traten am Donnerstag, den 09.05.2019, die Teams des Cistercian College Roscrea und der Scoil Mhuire Trim gegeneinander an.
Die beiden Teams hatten sich seit September 2018 mit ihrem deutschen Sprachgeschick gegen ihre 37 Konkurrenten durchsetzen können. Nun galt es für die insgesamt acht Finalisten die These „Europa braucht eine aktivere Jugend“ zu diskutieren, um damit die Jury im DCU Innovation Center bei Siemens zu überzeugen.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Goethe-Institut Irland mit der Beteiligung des Sponsoren Siemens, der durch Michael O’Connor repräsentiert wurde. Als besondere Gäste konnten unter anderem Vertreter der Deutschen Botschaft willkommen geheißen werden.
 
Die stellvertretende Präsidentin der Gesellschaft der Deutschlehrer Irlands (GDI), Una Byrne und der Leiter der Sprachabteilung des Goethe-Instituts Irland, Michael Hauke, betonten zur Eröffnung die unterschiedlichen Vorteile des Debattierwettbewerbs: Die Schülerinnen und Schüler konsolidierten nicht nur ihre Fähigkeiten zu formulieren, zu argumentieren und zu präsentieren, sondern auch ihr Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen, ihren Kampfgeist sowie ihre sozialen Kompetenzen.
 
Der Debattierwettbewerb funktioniert so: Jedes Team besteht aus vier Mitgliedern, einschließlich des Teamkapitäns, der die jeweilige These eröffnet und schließt. Die jeweiligen Redner der beiden Teams haben vier Minuten Zeit, um ihre Argumente und Widerlegungen einzubringen, bevor die Debatte zum nächsten Redner des gegnerischen Teams wechselt. Neben der inhaltlichen und sprachlichen Leistung der Teilnehmer spielen auch Kriterien wie Kreativität und Witz, der Kontakt mit den Zuschauern sowie die Fähigkeit, die Argumente des gegnerischen Teams zu widerlegen bei der Entscheidung der Jury eine wichtige Rolle. Überschreitet ein Redner die vorgeschriebenen vier Minuten Redezeit, gibt es Punktabzug. Die These und die Position (Pro oder Kontra) wurde den beiden Teams im Voraus mitgeteilt, sodass sie die Möglichkeit hatten, sich auf die Debatte vorzubereiten.  
 
Das diesjährige Thema „Europa braucht eine aktivere Jugend“ bot ein breites Spektrum an hochwertigen Argumenten auf beiden Seiten. So wurden Bezüge zum (nicht) Nutzen unterschiedlicher europaweiter Förderungsprogramme, der Teilnahme und Wahlbeteiligung der Jugend bei politischen Fragen, Konsequenzen von (un)sportlichem Verhalten, sowie die Aktivität von Jugendlichen auf sozialen Netzwerken hergestellt und diskutiert. Weltpolitische Beispiele wie die Klimabewegung von Greta Thunberg und die Fridays for Future Demos und deren Konsequenzen werteten die Debatte auf.
Unter Einbezug des Publikums und der Mitstreiter, vieler gut recherchierter Fakten, theatralischer Szenen, lockeren Scherzen, sowie Sprichworten und Zitaten, wurde die Debatte zu einem spannenden Wettkampf auf hohem Niveau.
 
Jurysprecherin Fiona Maher verkündete nach einer längeren Meinungsfindung das Team vom Cistercian College Roscrea bestehend aus Manus, Sean, Jack und Lorcan als diesjährige Gewinner des Debattierwettbewerbs. Der Einzelpreis des besten Sprechers ging an Manus, dem Kapitän des Cistercian College Roscrea.
 
Ein besonderer Dank ging auch an die engagierten Lehrkräfte beider Teams, ohne deren Engagement, Zeit und Arbeit die Debatte so nicht stattgefunden hätte.
 
Für alle Beteiligten war es ein bereichernder Tag, an dem viel gelernt, gelacht und geredet wurde.