ECOWEEK 2018 bei uns Eine Woche Design und Intervention im Öffentlichen Raum

ECOWEEK 2018
ECOWEEK 2018

Dieses Jahr fand die ECOWEEK zum dritten Mal hintereinander in Israel statt. Studierende der Fakultät für Design vom Holon Institute of Technology (HIT) sowie Studierende und Moderatoren aus Deutschland, Österreich und Norwegen nahmen an einem Kurs zum Thema „Nachhaltiges Design im urbanen Raum“ teil.

Die Räumlichkeiten des Goethe Instituts in Tel Aviv waren Schauplatz von Interventionen und „wirklichen“ Installationen zum Thema Umwelt, Müll und Konsum von Einwegprodukten.
In Zusammenarbeit mit der NRO ECOWEEK, mit israelischen und internationalen Partnern wie dem Holon Institute of Technology, dem Goethe Institut Israel, der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften und Künste Hildesheim (HAWK), der norwegischen Botschaft in Israel, dem Kulturforum der österreichischen Botschaft in Israel, dem Umweltbüro der Stadt Herzlia, der Verwaltung des Dizengoff Centers, dem israelischen Naturschutzbund Haganat Hateva, dem Israeli Green Building Council, dem Architektenverband Boneh Israel, der Fachzeitschrift Detail sowie Archisearch führten die Architektin Bracha Komeda und der Architekt Elias Messinas, Gründer und Vorsitzender der NRO, die Teilnehmer durch eine Woche voller Erlebnisse. 

Am 2. September wurde die ECOWEEK mit einem internationalen Seminar eröffnet, bei dem Gastdozenten aus Österreich, Deutschland, Norwegen und Israel ihre Arbeiten präsentierten. Ein Pilotprojekt stellte ein von Elad Or Design Terminal Yerucham konzipiertes Gesellschaftsspiel zum Thema nachhaltige Stadt auf der Grundlage von Jane Jacobs Thesen vor.
Workshops für nachhaltiges und multidisziplinäres Design nahmen sich echter Projekte an und suchten nach Lösungen für tatsächliche Bedürfnisse der Organisationen und Kommunen, in deren Räumlichkeiten die Seminare abgehalten wurden. In diesem Jahr waren dies das Goethe Institut in Tel Aviv, die Stadt Herzlia, die Verwaltung des Dizengoff Center und das Holon Institute of Technology.

  • Workshop Ecoweek 2018 © ECOWEEK 2018
    Workshop Ecoweek 2018
  • Glass Recycling in Europa 2013 © ECOWEEK 2018
    Glass Recycling in Europa 2013
  • Plastic Birds © ECOWEEK 2018
    Plastic Birds
  • How long until it's gone? © ECOWEEK 2018
    How long until it's gone?
  • Plastic Island © ECOWEEK 2018
    Plastic Island
  • More Plastic than People © ECOWEEK 2018
    More Plastic than People
Das Projekt „Tomorrow Today“ greift hoch brisante Umweltthemen auf und bildete den Rahmen für die Vorführung des Dokumentarfilms Sand Wars des preisgekrönten französischen Regisseurs Denis Delestrac.
Auf der Abschlussveranstaltung am 7. September im Goethe Institut wurden den Vertretern der einzelnen Organisationen, der Kommunen sowie der breiten Öffentlichkeit die Ergebnisse der Seminare vorgestellt.
 

eine ganz besondere Ausstellung


Mit den zum Goethe Institut hinaufführenden Treppen oder der im Foyer stehenden, dem Haupteingang des Asia House zugewandten Glasvitrine, mit den Ausstellungsflächen in der Lobby oder mit der zur Straße ausgerichteten Sitzecke des Instituts befasste sich ein von der Designerin Roni Levit geleitetes Seminar zum öffentlichen Raum im Goethe-Institut. Mehrere Interventionen wollten das Umweltbewusstsein der israelischen Öffentlichkeit schärfen, indem sie auf die schädlichen Folgen des Konsums von Einwegprodukten verwiesen.
Für die Vermittlung ihrer Umweltbotschaften, Informationen und verstörenden Daten entwickelten die Seminarteilnehmer eine besondere Infographik. Zwei- und dreidimensionale Installationen zeigten die schlimmen Umweltfolgen von Einwegprodukten. So wurde beispielsweise die Zeit für die Zersetzung von normalem Plastikmüll in Relation zum Menschenleben gesetzt. Andere Exponante veranschaulichten die Menge von Plastiktüten, die ein Israeli im Jahr konsumiert oder zeigten die Recyclingquoten von Glas, sich im Plastikmüll verfangende Meeresvögel oder verglichen die Größe der Plastikinseln im Ozean mit der Größe Israels. Eine andere Gruppe konzipierte ein Museum der Zukunft, in dem Plastikmüll als archäologischer Fund der Vergangenheit zu sehen war.