Gedenktag für die Opfer der Shoah Yom HaShoah

Jom HaShoa
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Vor Kurzem war ich auf einer Shiva – der Vater eines Freundes war in hohem Alter gestorben. In den Gesprächen, in denen man sich seiner erinnerte, ging es naturgemäß auch darum, wie er die Nazi-Zeit überlebte. Mir wurde plötzlich schwer ums Herz. Wie sieht eine Erinnerung an die Shoah aus, in der die Stimme der Zeitzeugen, die Stimme jener, die das Grauen unmittelbar erlebten, unvermeidlich leiser wird? Hierzu gibt es diverse Überlegungen und Ansätze, die sich auch neue technologische Errungenschaften zunutze machen wollen. Man wird sehen, inwiefern sich Hologramme und Facebookseiten, pädagogische Computerspiele und strategisch platzierte QR-Codes für Erinnerungsarbeit eignen. Eines aber ist klar: es geht nicht ohne jeden einzelnen von uns. Nur wenn wir die Erinnerung wach halten, bleibt sie lebendig. Denn die eigentlichen Orte der Erinnerung sind nicht Mahnmale, ob virtuell oder real. Die eigentlichen Orte der Erinnerung sind die Menschen.