Die Kunst der Utopie

Die Kunst der Utopie Goethe-Institut Israel

2017 ist ein Jahr der Jahrestage. Jahrestage, an denen Utopien geboren oder begraben wurden. 1897 beruft Theodor Herzl in Basel den ersten Zionistenkongress ein, auf dem er seine Vision eines jüdischen Staates formuliert, die – wie Herzl es in seinem Roman Altneuland beschreibt – das gleichberechtigte Zusammenleben von jüdischer und arabischer Bevölkerung einschließt. Zwanzig Jahre später kommt es zur russischen Revolution, die eine gleiche und gerechte Gesellschaft für alle verspricht, jedoch in einem totalitären System endet. 1967 erlangt Israel im Sechstagekrieg die Kontrolle über das Westufer des Jordan, Ostjerusalem, die Golan-Höhen und die Sinai-Halbinsel und wird zur Besatzungsmacht. Im gleichen Jahr wird in Berlin bei einer Demonstration der Student Benno Ohnsorg von einem Polizisten erschossen. Der Freispruch des Täters führt zu einer Radikalisierung von Teilen der Studentenbewegung. Ebenfalls 1967 wird in Bolivien der marxistische Revolutionsführer Che Guevara exekutiert.

In der russischen Revolution wurde das Plakat zu einem zentralen Kommunikationsmittel. Künstler wie A. Rodchenko, W. Majakowski, El Lissitzki in Russland oder später John Heartfield in Deutschland schufen Meisterwerke des Genres. In dem Projekt „Die Kunst der Utopie“ laden wir international bekannte Plakatgestalter ein, zum Thema Utopie Stellung zu nehmen. Welche Werte, welche utopischen Ideen und Ziele sind heute noch relevant? Gibt es neue Utopien, die Anlass zur Hoffnung geben?

In Zusammenarbeit mit dem Van Leer Jerusalem Institute.

Einladung zur Ausstellungseröffnung "Die Kunst der Utopie" am 30.11.17, Jerusalem

Internationale Grafikausstellung

35 bekannte Plakatkünstler aus 20 Ländern wurden gebeten, Stellung zur Bedeutung von Utopie heute zu nehmen. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die provoziert und zum Denken anregt.

30.11.17- 8.3.18, Van Leer Jerusalem Institute

Vortrag von Uwe Loesch

Der legendäre Gestalter Uwe Loesch wird zur Eröffnung der Ausstellung „Die Kunst der Utopie“ im Dialog mit Wolf Iro die Exponate von 35 Plakatgestaltern aus 20 Ländern analysieren und lustvoll zerfetzen. Die Freiheit der Kunst wird bei dieser „Décollage“ berücksichtigt!

29.11.17, 13:00, Bezalel Akademie Jerusalem

Deutsch-Israelische Literaturtage Tel Aviv-Jerusalem 2017

Als Teil des Projekts „Die Kunst der Utopie“ versammeln sich acht Autoren aus Israel und Deutschland um sich in einem internen Workshop dem Begriffspaar Utopie/Dystopie zu widmen. In anschließenden Podiumsgesprächen laden wir das Publikum dazu ein, die Autorinnen und Autoren kennen zu lernen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

4.-6.12.17, Jerusalem/Tel Aviv

Einzelveranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

Die fetten Jahre sind vorbei
Regie: Hans Weingartner
Spielfilm 2004, 126 Min, deutsch mit englischen UT
18.12.17, 19:30, Goethe-Institut Tel Aviv
19.12.17, 19:00, Goethe-Institut Jerusalem


Theodor W. Adorno: Die Erziehung zur Mündigkeit
Buchvorstellung/Gespräch
zur hebräischen Erstausgabe 
29.12.17, 11:30, Zavta, Tel Aviv


Vortrag Florian Wüst

Florian Wüst, Film- und Videokurator der transmediale, wird in seinem Vortrag auf die Geschichte des Festivals zurückblicken und eine Auswahl an Filmen aus dem vorjährigen Programm vorstellen.
Mi, 24.01.18, 20:00, The Israeli Center for Digital Art Holon


 

Filmreihe

Die von Florian Wüst kuratierte Filmreihe zeigt eine Auswahl von Filmen, die die Herausforderungen eines utopischen Denkens und Handelns auf unterschiedlichen Ebenen dokumentieren und reflektieren. Diese Filmreihe wird durch ein Programm mit Kurzfilmen ergänzt, das Florian Wüst  im Van Leer Jerusalem Institute präsentiert.

Januar - Februar 2018

Schreibwettbewerb „Meine Utopie“

Für Deutschlerner in Israel!
Einsendeschluss: 11.2.2018

 

Internationale Konferenz

The glorious pasts and unknown futures of a worldly ideal 
In Verbindung mit der Ausstellung ‘The Art of Utopia’ findet im Jerusalemer Van Leer Institut ein internationaler Workshop zur Erforschung von Utopien statt.

 6.- 8.3.18, Van Leer Jerusalem Institute