Schnelleinstieg:
Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)


Porträt des Künstlers als Kunstliebhaber

Kochi
Kochi | © Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Bangalore

Oft vergessen wir, dass Künstler auch Kunstliebhaber sind. Nicht nur schaffen sie Kunst, sie schauen auch gerne die Kunst anderer Künstler an, beschäftigen sich mit ihr und beurteilen sie. Die letzte Woche ihrer bangaloREsidency gab unseren Künstlern Gelegenheit, nach wochenlanger Arbeit an eigenen Projekten schließlich auch noch zu begeisterten Galeriebesuchern zu werden.


Kurz nachdem sie ihre Abschlusspräsentationen in Bangalore hinter sich gebracht hatten, begaben sich alle Residenten nach Kocki/Kerala zur berühmten Kochi-Muziris Biennale. An verschiedenen Standorten zeigt das Festival im historischen Stadtbezirk Fort Kochi Künstler aus aller Welt. Die lokalen Lagerhäuser aus der Kolonialzeit – normalerweise etwas verschlafene Geschäftsadressen – verwandeln sich in eigenwillige Ausstellungsräume und ortsspezifische Installationen. Während unsere Residenten die Kunst in Kochi anschauten, wurden sie von Paparazzi aka den Buddies (Praktikanten) begleitet, die mehr von ihren Wahrnehmungen mitbekommen wollten.

Video wird geladen
Ingo Gerken, der selbst mit Fundobjekten arbeitet, war von einer Arbeit des dänischen Künstlers EB Itso angetan, die den Titel “Mr. Sun” trägt. Die aus einem Reifen und einem Seil bestehende Arbeit reflektiert den Einfluss des Tourismus auf die Entwicklung in Kerala. Hier spricht Ingo darüber, wieso ihm die Arbeit auffiel.


Manchmal können Worte unsere Erfahrung von Kunst nicht wiedergeben. Manchmal ist es einfach das Gefühl, an einem bestimmten Kunstwerk vorbeizugehen oder vor einem Kunstwerk zu sitzen, an das man sich anschließend noch erinnert. Hier ist Lauras Kurzführung:
Video wird geladen
Laura Fiorios Lieblingsarbeit in Kochi war Temsuyanger Longkumers “Catch a Rainbow 2”. Die Arbeit handelt von queerer Identität und dokumentiert einen entscheidenden geschichtlichen Moment, jenen unmittelbar nach der Abschaffung des Paragrafen 377 des indischen Strafrechtsrechts, der Homosexualität unter Strafe stellte.
 
Drei der bangaloREsidents waren auch Residenten im Pepper House, einem der Veranstaltungsorte der Kochi Biennale. Anton Kats, Lisa Premke und Sophie-Therese Trenka-Dalton zeigten jeweils eine in Kochi entstandene Arbeit. Während der Arbeit lernten sie auch Kochi näher kennen.  
 
In Kochi treffen verschiedene Geschichten aufeinander. Da gibt es die Holländer. Die Portugiesen. Die Inder. Die Hindus, die Muslime und die Christen. Jenseits der schwindelerregenden Kunstausstellung ist die Stadt selbst mit ihren halbverfallenden Gebäuden und großen Booten ein aufregender Ort für Erkundungen:
Video wird geladen
Hier spricht Anton Kats darüber, wie er die Stadt kennenlernte und was er dort neben der Biennale noch entdeckte.


Nach dem Besuch in Kochi trennten sich die Wege der Künstler wieder – einige reisten weiter nach Goa zum Serendipity-Kunst-Festival, andere kehrten zurück nach Deutschland oder besuchten ohne festen Plan noch weitere Orte in Indien. Direkt vor ihrer Abreise fassen Nika und Lucas von matthaei&pfeifer ihren wundervollen Aufenthalt zusammen:
Video wird geladen
Hier jammern sie, dass sie schon abreisen müssen und versorgen uns mit Reisetipps für Kochi. (Der indische Künstler B V Suresh und der chinesische Künstler Song Dong sind auf ihrer Must-See-Liste.) Die beiden haben versprochen, ganz sicher wieder zu kommen!

Top