Bei uns zu Gast ... C.A.R.

C.A.R.
C.A.R. | © Varun Sharma

C.A.R. besuchte den Subkontinent im November und Dezember 2017 während einer Tournee durch elf Städte in Pakistan, Sri Lanka und Indien. Die Band beschreibt ihren Sound als „Suche nach musikalischer Spiritualität in den Zehnerjahren“ und schafft dafür eine trip-artige Mischung aus Jazz und Electonica, Improvisation und Experimentellem, Science Fiction und Film Noir, Krautrock und Cyberpunk.


Johannes Klingebiel

Mein erster Eindruck von Indien war...
Farben, Hupen.

An meinen Heimatort Köln erinnert mich in Neu Delhi...
Es gibt Straßen, Häuser und Bäume. Das war’s dann mit den Gemeinsamkeiten.

Eine Sache, die mir in Indien aufgefallen ist (und die in Deutschland eher untypisch ist)…
Es wird sehr viel mehr gehupt.

Eine bleibende Erinnerung an Indien…
Wie morgens in Kovalam das ganze Dorf am Strand zusammenkommt, um gemeinsam die Fischernetze einzuholen. Und Hupen.
 

Kenn Hartwig

Mein erster Eindruck von Indien war...
Bunt, masala, riesengroß.
 
An meinen Heimatort erinnert mich in Neu Delhi ...
Da fällt mir nichts ein. Neu Delhi und Köln sind sehr sehr unterschiedlich
 
Eine Sache, die mir in Indien aufgefallen ist (und die in Deutschland eher untypisch ist)…
Es herrscht geordnetes Chaos, in Deutschland hingegen eher geordnete Ordnung.
 
Eine bleibende Erinnerung an Indien…
Das bettelnde Kind im Spiderman-Kostüm am Rand eines Marktes in Delhi.
 

Christian Lorenzen

Mein erster Eindruck von Indien war...
Von den vielen Menschen und dem Verkehr hatte ich im Vorfeld ja schon gehört. Überrascht hat mich jedoch, dass dann nachts in Chennai die Straßen plötzlich wie ausgestorben waren.
 
An meinen Heimatort erinnert mich in Neu Delhi...
Tatsächlich gar nicht so viel. Delhi ist wirklich sehr sehr anders.
 
Eine Sache, die mir in Indien aufgefallen ist (und die in Deutschland eher untypisch ist)…
Autohupen. Diese gibt es natürlich auch in Deutschland, jedoch werden sie etwas sparsamer benutzt.
 
Eine bleibende Erinnerung an Indien…
Der Pataleshvara-Tempel in Pune. Zur Abendzeit. Ganz ruhig und ein schöner Kontrast zu den belebten Straßen.
 

Leonhard Huhn

Mein erster Eindruck von Indien war... 
Überwältigend.

An meinen Heimatort erinnert mich in Neu Delhi...
An meinen Heimatort Berlin erinnerte mich in Delhi die verregnete Nachtfahrt vom Flughafen ins Zentrum.

Eine Sache, die mir in Indien aufgefallen ist (und die in Deutschland eher untypisch ist)…
Dass Gewürze aus offenen Säcken verkauft werden.

Eine bleibende Erinnerung an Indien…
Es gibt unendlich viele Eindrücke und meine Reise ist als Ganzes großartig und unvergesslich.
 
C.A.R. wurde 2011 von Johannes Klingebiel und Kenn Hartwig in Köln gegründet. Nach einer frühen Schaffensphase wurde 2014 das Debütalbum des Quartets, „Beyond The Zero“, von Unit Records veröffentlicht. Dieses ist geprägt von einer subtil flowenden Mischung aus kraut-artigen Arrangements und einem Sound irgendwo zwischen Elektronik und Jazz. Mit Schlagzeug, Kontrabass, einem Wurlitzer Stage Piano, Korg und Oberheim Synthesizern sowie einem stark durch elektronische Effektgeräte veränderten Altsaxophon lässt die Musik von C.A.R. viel Platz für Improvisation; jedoch nicht, wie oft im Jazz üblich, mit einem Solisten im Spotlight, dem sich das Ensemble unterordnet. Stattdessen webt die Band stets kollektiv ein weiches Netz aus Sound, welches das Potenzial hat, ihre Zuhörer auf einen ansprechenden Trip mitzunehmen.
 
Leonhard Huhn (Saxophon) | Christian Lorenzen (Wurlitzer-Piano) | Kenn Hartwig (Kontrabass) | Johannes Klingebiel (Schlagzeug).