Deutsche Serien in Indien
Dogs of Berlin

Serienfieber Dogs of Berlin
© Sergio Belinchon/Netflix

„Dogs of Berlin“ erzählt die Geschichte zweier Berliner Kommissare, die trotz all ihrer Gegensätze gegen ihren Willen zusammenarbeiten müssen. In einem Machtkampf mit der Berliner Unterwelt werden sie mit ihren eigenen menschlichen Schwächen und Verbrechen konfrontiert und zu einer endgültigen Entscheidung darüber gezwungen, auf welcher Seite des Gesetzes sie eigentlich stehen.

Von Richi Malhotra

Dogs Of Berlin ist nach Dark erst die zweite TV-Serie, die im Auftrag von Netflix in Deutschland geschrieben, gedreht und produziert wurde. Die erste Staffel der Serie wurde auf der Streaming-Plattform am 7. Dezember 2018 in 190 Ländern erstmalig gezeigt. 

© Netflix
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In zehn Folgen erzählt die Serie mit Felix Kramer, Fahri Yardim und Anna Maria Mühe eine verwobene Geschichte, in der die Ermittler Erol Birkan and Kurt Grimmer den Mord an dem fiktionalen deutsch-türkischen Fußballstar Orkan Erdem untersuchen. Als der Vorfall bekannt wird, steht ganz Berlin Kopf und es treten jede Menge potentielle Verdächtige auf den Plan: Neo-Nazis aus dem Stadtteil Marzahn im ehemaligen DDR-Teil der Stadt, der türkische Familienclan des Spielers, türkische Nationalisten, denen es nicht gefällt, dass ihr Superstar für Deutschland spielt und nicht für die Türkei, durchgeknallte Fußballfans und zu guter Letzt die illegale Sportwetten-Mafia. Gerüchten zufolge sind sogar bis in die oberen Reihen der deutschen Hauptstadt Verdächtige zu finden. Um dem Mord auf den Grund zu kommen, tauchen die beiden unkonventionellen Polizisten in die Berliner Unterwelt ab, wo sie dunkle Geheimnisse über die eigene oftmals komplexe Vergangenheit entdecken.

Dogs of Berlin © Stefan Erhard/Netflix


Sehenswert ist das Mafia-Drama vor allem, weil die genreuntypische und dennoch persönliche Erzählweise sich von vergleichbaren Serien deutlich abhebt. Hier wird glaubhaft dargestellt, dass Berlin nicht nur eine große Stadt ist, sondern aus vielen ganz eigenen Welten besteht. Oder, wie Regisseur Christian Alvart es ausdrückt: Berlin ist im Grunde auch eine Hauptdarstellerin der Serie. So beschert Dogs Of Berlin dem Publikum einen abwechslungsreichen Trip durch die Berliner Fußballwelt und ihre Schattenseiten, die Sportwettenszene, die Überreste des Stadtteils Prenzlauer Berg, die Gangster-Rap-Szene sowie die gegensätzlichen Welten von Mittelschichtshausfrauen und deutsch-libanesischen Mafia-Clans.

Dogs of Berlin First Look © Stefan Erhard/Netflix


Darüber hinaus stellt die Serie aber auch noch zahlreiche wichtigere Fragen auf: Kann man überhaupt jemals aus dem Umfeld ausbrechen, in das man hineingeboren wurde? Sind wir Hunde oder Herren? Die ausschließlich in Berlin gedrehte Serie reflektiert nicht nur die vielen unterschiedlichen Stimmungen, die in dem Kultur- und Lifestyle-Schmelztiegel der deutschen Hauptstadt herrschen, sondern regt auch dazu an, sich selbst Gedanken über diese Fragen zu machen.

 

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