Ines Weigand

Preparations for Residents Foto: Goethe-Institut

Nach Fertigstellung meiner Bachelorthesis im Fach Wirtschaftskommunikation an der HTW Berlin hieß es für mich berufliche Ziele zu konkretisieren und ein geeignetes Masterstudium zu finden. Aus diesem Grund hatte ich mich für ein Gap Year nach Abgabe meiner Bachelorarbeit entschieden, um durch Praktika Einblicke in verschiedene Bereiche und Organisationen zu erhalten.

Da ich bereits meine Bachelorarbeit im Bereich der interkulturellen Kommunikation geschrieben hatte und selbst gerne noch mehr Erfahrung in diesem Bereich sammeln wollte, bewarb ich mich beim Goethe Institut / Max Mueller Bhavan Bangalore in der Kulturabteilung und konnte mich einige Zeit später über ein Skype – Vorstellungsgespräch und Zusage freuen.

Nachdem ich diesen an meinem ersten Tag erfolgreich hinter mich gebracht hatte, wurde ich seit der ersten Minute sehr aktiv in das Alltagsgeschehen des Institutes eingebunden. Zuerst etwas ins kalte Wasser geschmissen gefühlt, stellte sich jedoch nach kürzester Zeit eine gewisse Routine, Orientierung und Arbeitsteilung ein.

Für mich und meine zwei Mitpraktikanten/innen Niels und Antonie begann unser Arbeitstag meist mit einem morgendlichen Mediaclipping verschiedener indischer Zeitungen, was uns über die Zeit hinweg einen guten Überblick über die verschiedenen Geschehnisse in Bangalore und Umgebung gab. Neben allgemeiner Office Arbeit und die Organisation verschiedenster Events (die von Hip-Hop Battles, szenischen Lesungen, Theateraufführungen und Tanzperformances, Ausstellungen und DJ Workshops bis hin zu Architekturvorträgen reichten) gehörten insbesondere zwei Bereiche zu meinen Kernaufgaben:
Zum einen war die Pflege und Betreuung der Social Media Kanäle des Institutes meine tägliche Aufgabe. In Abstimmung mit meiner Chefin Maureen Gonsalves entwarf ich Kategorien, Wochenpläne, Event-Ankündigungen, Instagram-Storys, Twitternachrichten und sonstigen Content um unsere Follower über die verschiedenen Ereignisse am Institut auf dem Laufenden zu halten.

  • Ethnic Day Foto: Goethe-Institut
  • bangaloREsidents Nov. 2016 Foto: Goethe-Institut
Der zweite Fokus meines Praktikums lag auf der im November/Dezember stattfindenden bangaloREsidency. Die bangaloREsidency wurde als Langzeitkollaboration zwischen dem Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Bangalore und verschiedenen innovativen und zeitgenössischen Kunst- und Kulturräumen in Bangalore initiiert. Hierfür reisten sieben Künstler aus Deutschland an, die von sieben Institutionen/Organisationen in Bangalore gehostet wurden. Aufgabe für uns Praktikanten/innen war es, diese Residency vorzubereiten, mit zu begleiten und als Buddy für jeweils zwei bis drei Künstler/innen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Rückblickend habe ich das Gefühl, nicht drei Monate, sondern eher ein ganzes Jahr in Bangalore verbracht zu haben. Durch die Vielzahl an unterschiedlichsten Events und durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern/Gruppen und Organisationen bekam ich einen sehr breiten Einblick in die Vielfältigkeit der indischen Kultur.

Durch die angenehme, freundschaftliche Arbeitsatmosphäre am Institut und durch das große Vertrauen das uns Praktikant/innen entgegengebracht wurde habe ich mich als vollwertiges Mitglied des Institutes gefühlt. Auch gefreut hat mich die große Verantwortung die ich mit der Planung der Social Media Aktivitäten übernehmen durfte und konnte somit auch Erfahrungen aus meinem Kommunikationsstudium und bisherigen Praktika einfließen lassen. Meine eigenen Ideen und Vorschläge wurden stets wertschätzend angenommen und ich durfte teils sehr selbstbestimmt meine Arbeit gestalten.

Ich wünsche allen kommenden Praktikanten/innen eine gute Zeit und hoffe, dass sie einen ebenso großen Mehrwert aus dem Praktikum mitnehmen werden wie ich es tat.

Ines Weigand (12.10. - 23.12.2016)