smarter digital realities 2021

smARTer digital realities Design: Paul Anthony George © Sandbox Collective



Smarter Digital Realities lädt ausgewählte Teilnehmende aus vier asiatischen Städten - Bangalore, Dhaka, Mumbai und Pune - dazu ein, über den digitalen Wandel aus einer künstlerischen Perspektive nachzudenken.

Die Digitalisierung hat in jedem Haushalt und in jedem Unternehmen Einzug gehalten. Es geht nicht mehr nur um Mobiltelefone und Tablets, sondern auch um künstliche Intelligenz, intelligente Häuser, Blended Learning, Online-Bibliotheken usw. Wie verändert diese Entwicklung unsere Städte, unsere Wohnungen, wie verändert sie unser Kommunikations- und Konsumverhalten? Wir werden zunehmend von unseren Geräten gesteuert und pflegen keine persönlichen Beziehungen mehr, sondern nutzen vielmehr digitale Schnittstellen.

Das Projekt besteht aus einer Reihe von On-/Offline-Workshops mit Beiträgen von Moderatoren/Experten, die die Teilnehmenden dazu anregen, über ihre Beziehung zum Urbanen nachzudenken und zu überlegen, wie die Erfahrungen mit der Stadt zunehmend durch das Digitale vermittelt werden - auf breiter Ebene oder für das Individuum. Städte sind provokative Orte, um sich die allgegenwärtige Rolle der Technologie vorzustellen und Themen wie Gig-Economy, Smart City, Start-up-Kultur und Überwachung dienen als Material, mit dem die Teilnehmenden arbeiten können. 

Die Teilnehmenden werden dazu angeregt, sich die Stadt und ihre Verflechtungen mit dem Digitalen unter fünf verschiedenen Themen vorzustellen: Sex, Begehren und die Stadt; Design und die Stadt; Arbeit und die Stadt; Technologie und die Stadt; Ökologie und die Stadt. 

Das Projekt Smarter Digital Realities ist von Sandbox Collective in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan konzipiert und gestaltet worden und wird von Padmini Ray Murray kuratiert.

Padmini Ray Murray_SDR © Padmini Ray Murray Padmini Ray Murray (promoviert an der Universität Edinburgh) ist die Gründerin von Design Beku, einem Kollektiv, das aus dem Wunsch heraus entstanden ist, zu erkunden, wie Technologie und Design de-kolonial, lokal und ethisch sein können.

Padmini gründete den ersten Studiengang für digitale Geisteswissenschaften in Indien am Srishti Institute of Art, Design and Technology, wo sie von 2016-2018 Kursleiterin war. Sie erhielt das Arts and Humanities Research Council Unbox Fellowship (2012-13) und war gemeinsam mit Claire Squires an dem Projekt The Book Unbound beteiligt, das ebenfalls vom Arts and Humanities Research Council finanziert wurde. Derzeit ist sie gemeinsam mit Professor Ayona Dutta an Gendering the Smart City beteiligt und leitet das Projekt Two Centuries of Indian Print, das in Zusammenarbeit mit der British Library und der Jadavpur University durchgeführt wird. Von 2013 bis 2014 war sie Treuhänderin von Wikimedia UK und leitete 2018 ein Forschungsprojekt über Plattform-Governance und Design für die Ekstep Foundation.

Als kreative Praktikerin schafft Padmini neue Medienarbeiten, die ihre Forschung und Interessen widerspiegeln, wie z. B. Darshan Diversion (mit KV Ketan und Joel Johnson), ein feministisches Videospiel über die Sabarimala-Tempelkontroverse (2016); Halt The Hate (mit Pratyush Raman), eine interaktive Datenbank über Verbrechen gegen Minderheiten für Amnesty India (2017), und arbeitet derzeit an Visualising Cybersecurity - ein von Hewlett finanziertes Projekt mit dem Ziel, die Art und Weise zu verändern, wie Cybersicherheit in den Medien dargestellt und diskutiert wird (mit dem Centre for Internet and Society und Paulanthony George), und A is for AI: Ein Wörterbuch der KI (mit Pratyush Raman, 2020). Padminis jüngste veröffentlichte Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Unternehmen im Online-Raum durch Absprachen in der Infrastruktur und an der Schnittstelle epistemologische Gewalt gegen Randgruppen ausüben und aufrechterhalten.