Musik SOUTH ASIAN MUSIC RESIDENCY

Samur 3 © Goethe-Institut Chennai

So, 18.08.2019 -
So, 01.09.2019

Neue Wege entdecken durch das Schaffen interkultureller zeitgenössischer Musik…

Diesen Sommer präsentiert das Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Chennai in Zusammenarbeit mit K M Music Conservatory die dritte South Asian MUsic Residency: SAMUR III 2019.

Nach zwei erfolgreichen Residenzprogrammen in den Jahren 2016 und 2017 ist SAMUR nun zurück mit 12 ausgewählten Musiker*innen, Komponist*innen, Improvisator*innen und Performer*innen aus Deutschland und den Ländern der südasiatischen Region, die diesen Sommer für zwei Wochen in Chennai zusammenkommen werden, um gemeinsam in einem einzigartigen und kreativen Prozess zeitgenössische Musik zu schaffen.
 
Die South Asian MUsic Residency (SAMUR) ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Ideenaustausch zeitgenössischer Musik sowie das gegenseitige Performen und Entwickeln von Kompositionen, während sie dabei ihre eigenen musikalischen Visionen erkunden und ihren künstlerischen und kulturellen Horizont erweitern.

Grundlage und Kern dieser Zusammenarbeit ist die Fähigkeit zu improvisieren und Ideen aller Musikgenres miteinander auszutauschen. Musiker*innen und Komponist*innen unterschiedlicher Herkunft werden in diesem interkulturellen Projekt zusammenwirken. Der SAMUR-Aufruf richtet sich an professionelle Musiker*innen, die Offenheit, Kooperationsbereitschaft und die Fähigkeit zu spontanem Zusammenspiel mitbringen. Erfahrung mit Improvisation ist zudem wünschenswert.
 
Dieses einzigartige Residenzprogramm ermöglicht den grenzüberschreitenden Austausch über Praxis und Theorie des zeitgenössischen Musikschaffens in den verschiedenen Ländern sowie die Entwicklung von Ideen für Projekte, Zusammenarbeit und Kompositionen. Zudem schafft es neue Möglichkeiten für Kapazität Building und Austausch, Zusammenarbeit bzw. Zusammenspiel von jüngeren, erfolgreichen Musiker*innen und Komponist*innen im internationalen südasiatischen Kontext und die Vernetzung von Festivals, Institutionen und Individuen in der Region Südasien und mit Deutschland kann verstärkt werden.
 
Eine Besonderheit der Musikresidenz SAMUR ist die öffentliche Präsentation von Performances / Konzerte während und am Ende des Programmes, um so einige Arbeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Die Direktoren der SAMUR III 2019 werden der deutsche Komponist und Saxofonist Roger Hanschel (der bereits Kurator der SAMUR II im Jahr 2017 war) und der Indisch-Deutsche Komponist, Schlagzeuger und Perkussionist Ramesh Shotham sein. Beide international bekannten Musiker sind Experten für ihre Musikstile, weisen bereits langjährige Erfahrung in kulturübergreifenden Musikprojekten auf und sind bei der neuen Generation experimenteller Musiker*innen sehr gefragt. Im Jahr 2018 erhielten beide Künstler den renommierten WDR Jazzpreis – Hanschel in der Kategorie „Improvisation“ und Shotham in der Kategorie „Musikkulturen“.

Roger Hanschel
Hanschels musikalische Ausbildung begann bereits in jungen Jahren und im Alter von 11 fing er an Saxofon zu spielen. Er entwickelte eine Faszination für Jazz, improvisierte Musik und gründete mit 14 Jahren seine erste Gruppe, um seine musikalischen Visionen umzusetzen. Von 1981 bis 1985 studierte er Saxophon an der Musikhochschule in Köln. Seit 1987 ist Hanschel Mitglied der Kölner Saxophon Mafia, welche sowohl vier deutsche Schallplattenpreise als auch den SWR Jazzpreis 1999 erhielt. Seit 2007 gibt er Solokonzerte in ganz Europa und veröffentlichte in 2010 seine erste Solo-CD. Darüber hinaus wird Hanschel immer wieder für kulturübergreifende Projekte herangezogen. In 2014 gründete er das Trio Benares mit indischen Musikern und ihre CD „Assi Ghat“ gewann den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Seit 2010 ist er Lehrbeauftragter für Saxophon an der Musikhochschule in Köln. Er veröffentlichte 38 CDs.

Ramesh Shotham
Ramesh Shotham wurde im südindischen Madras (heute Chennai) geboren. Er begann seine musikalische Karriere als selbst erlernter Schlagzeuger und Co-Leiter einer Rockband namens ‚Human Bondage‘. 1970 etablierte sich die Band in Mumbai, Bangalore und dem gesamten Subkontinent. Anschließend begann er die südindische Trommelkunst auf Pakhawaj, Tavil, Ghatam, Mridangam und Kanjira zu studieren. Seit 1980 lebt und arbeitet Shotham in Europa und gilt als einer der erfolgreichsten Perkussionisten. Er musiziert nicht nur mit führenden europäischen und amerikanischen Jazz- und Rockmusikern, sondern auch mit Künstlern aus Afrika, Australien, China, Korea und mehreren arabischen Ländern. Er nahm über 120 LPs und CDs auf und arbeitete für fast alle führenden TV- und Radiosender in Deutschland und Europa. Zuletzt war er als Gastperkussionist für die WDR Big Band und Wolfgang Niedecken tätig.

Das Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan wird dieses Jahr zum zweiten Mal mit A R Rahman‘s K M Music Conservatory zusammenarbeiten, das als kultureller Partner für SAMUR III seine Institution als Veranstaltungsort mit erstklassiger Infrastruktur zur Verfügung stellt. Alle kreativen Arbeiten des Residenzprogrammes werden dort stattfinden. Ein großer Vorteil ist dabei die Möglichkeit, mit der internationalen Fakultät, Student*innen der Musik- und Tonproduktion und dem ARR’s Sunshine Orchester zu interagieren, was nicht nur eine bereichernde Erfahrung für die SAMUR-Musiker*innen, sondern auch ein perfekter interkultureller Austausch jenseits von Grenzen durch Musik sein kann. Es ist zu hoffen, dass als Highlight der Musikresidenz der berühmte Filmmusiker, Komponist und Gründer der KMMC A. R. Rahman für eine Zusammenarbeit gewonnen werden kann.

Im Namen des KMMC werden die offiziellen Koordinatoren und musikalischen Mitarbeiter für SAMUR die Folgenden sein:

Dr. Adam J. Greig ist Pianist, der sich auf das französische Repertoire des frühen zwanzigsten Jahrhunderts spezialisiert hat und als Solist und Begleiter bei internationalen Konferenzen aufgetreten ist. Sein sekundärer Leistungsbereich ist die zeitgenössische elektro-akustische Performance. Seit 2012 ist Adam der akademische Koordinator des KM Music Conservatory in Chennai und verantwortlich für die Betreuung und Entwicklung des Lehrplans, die Unterrichtspraktiken und die Aktivitäten in der Institution. Als solcher war er für viele der globalen Interaktionen der Institution für aushaltende langjährige Projekte zuständig. Am KMMC hat Adam zahlreiche Auftritte und Ensembles ausgerichtet.
                                                                                     
Dr. James Bunch ist Komponist, Performer, Dirigent, Lehrer und Konzertveranstalter. Er hat Musik für eine Reihe von Ensembles geschrieben und trat in ganz Nord- und Südamerika, Asien und Europa auf. Am KMMC in Chennai leitet er sowohl die Kompositionsabteilung als auch das Diplomprogramm und gründete ein neues ‚Music Scratch Orchestra‘ namens Hundred Foot Road. H.F.R. ist ein Kollektiv aus Student*innen, Künstler*innen/Komponist*innen der Fakultät mit dem Fokus auf elektroakustischen Arbeiten, Theaterstücken, Live-Filmmusik, Improvisation und festkomponierten Vorstellungen aus einem breiten Spektrum an Musikstilen und –genres. Zudem haben sie dem Publikum Chennais die Musik von Phillip Glass, Terry Riley, John Cage, Oliver Messiaen und anderen Künstlern näher gebracht.

SAMUR III wird vom 18. August bis zum 01. September 2019 in Zusammenarbeit mit A. R. Rahman’s K M Music Conservatory in Chennai stattfinden und ist ab sofort offen für Bewerbungen von professionellen Musiker*innen, Performer*innen, Improvisationskünstler*innen und Komponist*innen aus Deutschland, Indien, Afghanistan, Bangladesch, Iran, Nepal, Pakistan und Sri Lanka.
 
Anreisedatum ist der 18. August und Abreisedatum ist der 01. September 2019.
Den von der Jury ausgewählten Teilnehmer*innen werden Reisekosten, Unterkunft und eine Vergütung von bis zu 600,-€ vom Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Chennai zur Verfügung gestellt.
 
Alle ausgewählten Teilnehmer*innen sind verpflichtet, für die gesamte Dauer der Musikresidenz zu bleiben.
 
Beginnen Sie Ihre Reise zu SAMUR III, indem Sie sich folgendes fragen:
Was bedeutet Improvisation und zeitgenössische Komposition für mich?
In welchem Kontext werden neue Werke komponiert?
Wie ist die Beziehung zwischen Tradition und Gegenwart?
Was bedeutet es, für die Gegenwart zu komponieren und welche Herausforderungen sind zu meistern?
 
Die ausgewählten Teilnehmer*innen werden aufgefordert, die Musikszene ihrer Länder zu präsentieren und ihre eigene Rolle darin zu reflektieren. Darüber hinaus wird es externe Interaktionen mit Musikexperten und Gruppen im Rahmen von Workshops und spontanen kreativen Musikstunden etc. geben.
 
Seit der ersten Ausgabe ist SAMUR ein Projekt, das nicht nur dauerhafte Beziehungen mit einem breiten Netzwerk aus Musiker*innen geschaffen hat, sondern auch eine nachhaltige Wirkung auf alle teilnehmenden Musiker*innen hat und sie  zu experimentellen Musikprojekten auf der ganzen Welt führt.

Teilnehmende Musiker*innen von SAMUR III

BEHNAM MASOUMI – Perkussion (IRAN)
 
CALVIN LENNIG – Bass (DEUTSCHLAND)
 
HARI SARAN GURUNG – Gitarre (NEPAL)
 
HARINI PADMANABHAN – Vokal (INDIEN)
 
JULIA BRÜSSEL
– Geige (DEUTSCHLAND)
 
MILAN GHIMIRE – Flöte (NEPAL)                
 
NISHAD PANDEY – Gitarre (DEUTSCHLAND / INDIEN)
 
PURANJAY GUHA – Shree-Taar (INDIEN)
 
SABRIN ZAHAN KRITI – Vokal (BANGLADESCH)
 
SHAYEKH MOHAMMAD ARIF – Elektronik (BANGLADESCH)
 
TRITHA SINHA–  Vokal (INDIEN)
 
VINAYAK NETKE
–  Tabla (INDIEN)

Das GRAND FINALE KONZERT vom SAMUR III wird am 31.August 2019 um 19.00 Uhr im Goethe-Institut Auditorium stattfinden.

 

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