Kulturmanagement im digitalen Zeitalter
Mumbai

Kulturmanagement im Digitalen Zeitalter © Goethe-Institut

Das Goethe-Institut / Max Müller Bhavan Mumbai hat in Zusammenarbeit mit dem Hauptsitz des Goethe-Instituts in München ein zweijähriges Projekt (2020-21) zum Thema „Kulturmanagement im digitalen Zeitalter“ initiiert. Das Projekt wird durch zusätzliche Beiträge der Goethe-Institute Minsk und Shanghai ergänzt und bereichert.

Das Ziel der gemeinsamen Initiative besteht darin die Expertise im Gebiet digitale Qualifizierungsangebote für Kulturschaffende weiter
 auszubauen und Fachwissen zum Kulturmanagement zu entwickeln. Gemeinsam mit den Goethe-Instituten und internationalen Partnern aus Theorie und Praxis wird 2020 das Curriculum für eine Summer School mit dem Themenschwerpunkt „Kulturmanagement im digitalen Zeitalter“ entwickelt. Im Anschluss erarbeitet ein Expert*innenteam in einem einwöchigen Book-Sprint eine Publikation, die als Open Education Ressource (OER) zur Verfügung gestellt wird.

Hauptziele des Projekts:

  1. Lehrplanentwicklung und Durchführung eines internationalen praxisorientierten Trainingsprogramms
  2. Die Entwicklung digitaler Schulungsmaterialien und eine Publikation, die als Open Education Resource / Textbook (OER) und Standardwerk eingesetzt werden soll.
  3. Entwicklung digitaler Fähigkeiten in Kulturmanagern und Bereitstellung relevanter Tools, Ressourcen und Networking-Möglichkeiten
  4. Das Thema im Bereich des Kulturmanagements allgemein sichtbarer machen.
  5. Der gegenwärtige Bedarf des globalen Kultursektors besteht darin, sich an das digitale Universum anzupassen und sich an Praktiken der digitalen Kompetenz zu beteiligen. Die Sommerschule im Jahr 2021 wird dazu beitragen, ein für unsere Zeit relevantes digitales Kulturmanagementprogramm zu etablieren.

Die Phasen des Projektes

Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt:

Die Entwicklung eines Curriculum, das Kernthemen und -fächer des Lehrplans sowie relevante Referenzen, Fälle und Lesematerialien enthält. Aber auch die Frage: Was kommt nach der Digitalität? soll gestellt werden. In einem weiteren Schritt werden die Formate entwickelt und die Materialien zusammengestellt. Die geplanten Inhalte, Referenzen usw. werden in einer Art Modulhandbuch dokumentiert, wodurch Lehr- und Lernziele aufgeschrieben und das Konzept als eine Art Richtlinie festgelegt wird. Im zweiten Jahr soll das Curriculum in eine Summer School überführt werden.

Die Summer School ist eine 4-tägige Weiterbildung, die in Präsenz stattfindet. Die entwickelten Themen werden in Form von Modulen/Blöcken in die Summer school aufgenommen. Die Zielgruppe umfasst Personen im Alter von 26 bis 30 Jahren mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung - Digital Natives, die in Positionen arbeiten sollten, die darauf ausgerichtet sind, digitale Kommunikation, Produkte und Dienstleistungen als Teil ihres Profils zu verwenden.

Die Ergebnisse aus der Curriculumsentwicklung und aus der ersten Summer School werden – ebenfalls im zweiten Jahr – in einem Book-Sprint zusammengetragen. Dabei kommen bis zu sechs Expert*innen zusammen, um eine kollaborative, themenbezogene Publikation zu erarbeiten, die dann im Sinne der Open Education Ressource (OER) online zur Verfügung gestellt wird. Die enge Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis sollte sich in der Publikation widerspiegeln, in dem sich sowohl theoretische, als auch praktische Zugänge zum Thema Kulturmanagement im digitalen Zeitalter finden lassen.

Der Auftakt dieses Projekts begann im Juli mit einer Serie von vier Workshops (teils intern / teils öffentlich).

Experten des Projektbeirates

Die folgenden Experten des Projektbeirates werden gemeinsam den Lehrplan entwickeln.

Co-Vorsitzender der Fakultät des "Creative & Cultural Businesses Program" (CCBP) am IIM Ahmedabad.


Anchal verfügt über 32 Jahre unternehmerische, beratende und akademische Erfahrungen in der Kreativ- und Lifestyle-Branche. Er hat an Strategie-Grundlagen für Top-Unternehmensgruppen in Indien wie Titan Co und Aditya Birla Group gearbeitet. Er ist Mitglied des FICCI Skills Development Committee sowie der Task Force zum Cluster-basierten Modell der Schaffung von Arbeitsplätzen. Heute ist er Gründungspartner von Val-More Action Advisory, einer ganzheitlichen End-to-End-Geschäftslösung für Lifestyle- und FMCG-Unternehmen.

Gründer und Direktor von Jaaga.in

Archana studierte über ein Jahrzehnt hinweg im Bereich Kunst und Design und arbeitete dann als Design Researcher bei Microsoft Research India. Sie ist Fellow des renommierten Clore Leadership Progam in Großbritannien sowie Art Think South Asia Fellow. Die Times of India wählte sie als zukünftige Kulturführerin von Bangalore aus. In Time Out trug sie maßgeblich zur Kulturlandschaft der Stadt bei. Über die Platform Jaaga investiert Archana in die Kulturwirtschaft Indiens.

Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Zentrums für Internet & Gesellschaft in Bangalore, Indien; Professor am Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien der Universität Leuphana in Deutschland; Dekan - Forschung bei ArtEZ.

Nishant verfügt über akademische Expertise in Bereichen wie Digital Humanities, Computer-Human-Interaktion sowie in der Entwicklung von  Informations- und Kommunikationstechnologien. Er ist in den innovativen Bereich der Technologie, Identität sowie sozialer und politischer Bewegungen involviert. Nishant konzentriert sich auf die Frage, wie wir in einem technologischen Umfeld menschlich bleiben können. Zahlreiche Veröffentlichungen tragen seinen Namen.

Unabhängiger Forscher und Gründer, Design Beku

Padmini (PhD, Edinburgh) gründete 2018 Design Beku (designbeku.in), ein Kollektiv, das sich dafür einsetzt, Design und Technologie lokal, dekolonial und ethisch zu gestalten. Während seines Aufenthalts in Großbritannien gründete und leitete Padmini (zusammen mit Peggy Hughes & Claire Stewart) The Electric Bookshop (www.electricbookshop.org), eine sehr erfolgreiche vierteljährliche Veranstaltung von New Media Scotland (2010-2014), die sich mit der Zukunft des geschriebenen Wortes befasste, mit Kreativität und Technologie.

Sie war leitende Forscherin für das von NESTA UK finanzierte Konsortium für Kunst- und Technologieforschung in Schottland, um das Potenzial digitaler Technologien in der Kreativbranche, einschließlich Theater, Tourismus und kulturellem Erbe, zu erforschen. Padmini trat 2015 dem Srishti-Institut für Kunst, Design und Technologie bei und gründete dafür das erste Masterstudium in Digital Humanities in Indien.

Professor, IDC IIT Bombay

Professor Venkatesh Rajamanickam ist Fakultätsmitglied am Information Design Lab am IDC, IIT Bombay. Die Fakultät arbeitet mit theoretischen visuellen Designs und analytischen Methoden, um Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen, zu validieren und diese in Systeme, Methoden und Frameworks zu übersetzen, die in achtsam geschaffenen Mensch-Information-Interaktionen hilfreich sind.

Professor Venkatesh Rajamanickam unterrichtet Kurse über Wissensorganisation und -kommunikation, Interface Design, Kunst und Design, grundlegende 2D und Informationsgrafiken und Visualisierung. Er absolvierte seinen Bachelor of Architecture bei R.E.C. Tiruchirappalli und erwarb seinen Master of Design and Visual Communications vom IIT. Professor Rajamanickam interessiert sich für Human-Computer interface design, Datenvisualisierung, Technologie und Lernen, Designgeschichte und bezahlbaren Wohnraum.