Ausstellung Zeitsprung

Fotografien von Erich Salomon / Barbara Klemm

Zeitsprung, Fotografien von Erich Salomon / Barbara Klemm
Eine Ausstellung des Institut für Auslandsbeziehungen (IfA)
Die Indien Reihe von Barbara Klemm
Eröffnung: Freitag, 28. März um 18.30 Uhr in der Galerie Max Mueller
Kurator Andreas Rost gibt eine Einführung zur Ausstellung.
29. März - 25. April 2014, 11.00 - 19.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen geschlossen


Die Ausstellung

Die Ausstellung zeigt herausragende Beispiele von deutscher Pressephotographie von Erich Salomon und Barbara Klemm. Beide haben als Journalisten unwiederbringliche Zeitdokumente und als Künstler Bilder von außergewöhnlicher Intensität geschaffen. Die Ausstellung wird vom bekannten deutschen Fotografen und Kurator Andreas Rost begleitet. Er wird eine Einführung bei der Eröffnung der Ausstellung geben und einen zweitägigen Fotografie-Workshop anbieten.

Wir freuen uns außerdem als Teil der Ausstellung die Indien Serie von Barbara Klemm zeigen zu können, die bei ihrer Indienreise in den 1980er Jahren entstanden ist.

Barbara Klemm und Erich Salomon sind ihrem Selbstverständnis nach Journalisten, nicht Künstler – dass sie heute als Künstler verstanden werden, folgt der Logik ihrer Bilder. Bedeutsam an diesen Bildern ist denn auch nicht nur ihr Nachrichtenwert, sondern ihre komplexe Gestaltung, die uns die politischen, sozialen und psychologischen Hintergründe der jeweiligen Ereignisse erhellt. Dabei bleibt die persönliche Sichtweise der Autoren immer deutlich.

Erich Salomon - seinerzeit ein Starfotograf, als den er sich auch inszenierte – arbeitete mit List und versteckten Kameras, um "Berühmte Zeitgenossen in unbewachten Augenblicken" (so der Titel seines Buches) zu fotografieren. Seine Methoden nehmen die der heutigen Paparazzi vorweg, seine Bilder jedoch sprechen nicht die sensationslüsterne Sprache der Enthüllung. Erich Salomon selbst war ein Gentleman, der Gentlemen fotografierte.

Auch Barbara Klemm arbeitet hauptsächlich mit der Methode des ungestellten Bildes, jedoch benutzt sie keine versteckte Kamera. Die stille Präsenz von Barbara Klemm ermöglicht es, dass die fotografierten Personen unbeirrt von der Anwesenheit der Reporterin weiterhin ihren Tätigkeiten nachgehen. Barbara Klemm gelingt es auf diese Weise immer wieder, die Inszenierungen von Politik zu unterlaufen und hintergründige Bilder der Ereignisse zu liefern. Die Perfektion ihrer Kompositionen wird erst mit dem zweiten Blick sichtbar.


Fotografie Workshop


Der professionelle Blick mit Andreas Rost
"Die ganze Geschichte in einem Bild"
Workshop: 29. und 30. März (vor Ort fotografieren)
Präsentation: 01. April in der Galerie Max Mueller

Bei diesem Workshop wird der Kurator und Fotograf Andreas Rost einige Orte auswählen und 10 Fotografen persönlich über zwei Tage hinweg anleiten. Am ersten April werden alle Teilnehmer abends zu einer Präsentation der Ergebnisse zusammenkommen. Der Workshop wird in Kooperation mit Gos-Caps veranstaltet.

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