Ausstellung Sibylle Bergemann: ausgewählte Fotografien

Einzelausstellung von Sibylle Bergemann - ifa

Bildergalerie der Ausstellung:
  • Sibylle Bergemann: ausgewählte Fotografien | Foto: Amruta Nemivant
  • Ausstellungseröffnung | Foto: Amruta Nemivant
  • Sibylle Bergemann: ausgewählte Fotografien | Foto: Amruta Nemivant
  • Ausstellungseröffnung | Foto: Amruta Nemivant
  • Ausstellungseröffnung | Photo: Amruta Nemivant
  • Ausstellungseröffnung | Foto: Amruta Nemivant
  • Ausstellungseröffnung | Foto: Amruta Nemivant

Sibylle Bergemann (1941-2010) war eine der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen der letzten Jahrzehnte und ist international die bekannteste Vertreterin der Fotografie der DDR. Mit ihren Bildern zwischen Traum und gesellschaftlicher Wirklichkeit schrieb sie Fotogeschichte.

Sibylle Bergemann war eine Meisterin der Komposition und des bewussten Einsatzes von Farbe, die verschiedene Spielarten der Fotografie gleichermaßen beherrschte, ob Reportage oder Porträt, Mode, Essay oder Landschaft. Durch ihre didaktische Arbeit hat sie eine ganze Generation junger Fotografen mitgeprägt. In ihrer Wohnung am Schiffbauerdamm kamen DDR Kollegen und international bekannte Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Helmut Newton oder Robert Frank zusammen. Nach der Wende hat sie die Agentur OSTKREUZ mitbegründet und war Mitglied der Akademie der Künste.

Filmvorführung:
Mein Leben - Die Fotografin Sibylle Bergemann 

von Maria Wischnewski und Sabine Michel
(Deutschland 2011, 43 Minuten)

8. Oktober 2015, 18:15 Uhr
Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Mumbai

„Hier kommt das Vögelchen raus“, sagt sie und drückt ab, nachdem sie zuvor den Film in ihre alte Kamera eingelegt hat. Im Portrait Mein Leben – Die Fotografin Sibylle Bergemann von Maria Wischnewski und Sabine Michel lässt die Ikone der Autorenfotografie die Kamera ganz nah an sich heran. Es schwingt Melancholie mit, wenn Bergemann über ihre Entwicklung hinter der Kamera spricht. Diese Stimmung spiegelt sich auch häufig in ihren Bildern wieder. Nachdem sie zunächst nur Fenster abgelichtet hat – „Ich habe mich nicht getraut, Leute zu fotografieren“ –, fokussierte sie ihre Kamera während der Arbeit bei der Wochenzeitung 'Sonntag' auch auf Menschen. Bergemann erzählt von aufregenden Shootings mit der jungen Katharina Thalbach, ihrer Beziehung zu ihrem Mentor und späteren Ehemann Arno Fischer und ihren Reisen als DDR-Bürgerin in den Westen. Durch eine Studienreise kam sie nach Venedig. „Hauptsache raus hier“, hat sie sich damals gedacht und war froh, der DDR für kurze Zeit den Rücken kehren zu können. Bergemanns Fundus an alten Aufnahmen scheint unendlich. Zu jedem Bild gibt es eine ganz eigene Geschichte. Aber sie verschweigt im Gespräch auch ihre Krankheit nicht. Bergemann glaubt, sie sei auch deshalb an Krebs erkrankt, weil sie ihre Wohnung am Berliner Schiffbauerdamm („meine Heimat“) nach fast 30 Jahren verlassen musste. Im Portrait spricht sie von Selbstzweifeln, schönen Erinnerungen und ihrem Gefühl für Bilder: „Es muss mich berühren. Wenn da nichts ist, kommt auch nichts rüber. So einfach ist das.“ Sibylle Bergemann verstarb 2010 und wurde 69 Jahre alt.

Frieda von Wild, Modedesignerin und Tochter von Sibylle Bergemann, hat persönliche Erfahrungen über die Werke ihrer Mutter und sie ist auch selbst das Modell in einigen der Fotografien in der Ausstellung. Von Wild wird über die Details der ausgestellten Werke sprechen und die Feinheiten der Werke dem Publikum zugänglich machen.

Eine Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), Deutschland.


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