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Max Mueller Bhavan | Indien

Launching Inherited Memories at the University of Heidelberg

Projektstart

Während die weltweite Aufmerksamkeit gegenwärtig der syrischen Flüchtlingskrise gilt und den Debatten über die Aufnahme von Flüchtlingen in den verschiedenen europäischen Ländern, scheint dies auch der richtige Moment zu sein, auf eine der größten Flüchtlingskrisen und Migrationsbewegungen in der jüngeren Geschichte zurückzublicken. Die gegenwärtigen Diskussionen drehen sich meist um die generelle Frage, welche Folgen das Bleiben der Flüchtlinge in den jeweiligen Aufnahmeländern haben wird. Da scheint es passend, sich mit den Hinterlassenschaften, den zurückliegenden enormen Konflikten und den Flüchtlingsbewegungen zu befassen, die für die Aufnahmeländer so folgenreich waren.

Vor diesem Hintergrund kommt dem von den Goethe-Instituten in Kolkata und Dhaka gemeinsam initiierten Projekt ‘Inherited Memories: My Parents’ World’ [„Meiner Eltern Welt – geerbte Erinnerung“] eine besondere Bedeutung zu. Das Projekt gibt Gelegenheit, etwas darüber zu erfahren, wie Menschen, die auf der Flucht vor grauenhaften Gewalttaten entwurzelt wurden, sich in für sie unbekannten Gegenden niederließen und nun ihre Erinnerungen an diese Zeit an ihre Enkelgeneration weitergeben.
 
16 Wissenschaftler aus Bengalen und Bangladesh haben sich unter der Leitung von Nazes Afroz an diesem Projekt beteiligt. Sie sammelten 20 Interviews von verschiedenen Leuten auf dem Subkontinent, die die Erinnerungen ihrer Eltern und Großeltern an die Teilung von Bengalen im Jahr 1947 wiedergaben.
Das Projekt gipfelt nun in der Eröffnung einer Webseite, die als Archiv für Material über die Teilung fungieren soll.

Im Rahmen des Programms wird auch die Aufführungspremiere des Dokumentarfilms “My Grand Parents’ World” von Supriyo Sen zu sehen sein.