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Max Mueller Bhavan | Indien

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Film|Lake of Fleeting Lights

  • Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata, Kolkata

Lake of Fleeting Lights
Ein Film von Malay Dasgupta
Länge: 79 Min. / Sprache: Bengalisch mit englischen Untertiteln / Ausgabe: HD, Farbe/Schwarz-Weiß / Land: Indien / Jahr: 2016

Dieser Dokumentarfilm nimmt uns mit auf eine Zeitreise mit Joy Goswami, einem der führenden Dichter Bengalens. Es geht um seine Schriften, Erinnerungen und Träume. Der Film stellt die kreativen Lebensängste des Mittsechzigers dar, der in einem städtischen Milieu und in einer auf bestimmte Weise beunruhigenden Zeit zuhause ist, die ein existentielles Dilemma in ihm auslöst. Für Joy Goswami, der seit über 4 Jahrzehnten schreibt, ist Poesie immer ein Mittel gewesen, um seinem “Selbst” und “Zeit” gegenüberzutreten. Wenn der Dichter auf persönliche und gesellschaftliche Probleme stößt, begrenzt sich sein Kämpfen nicht nur auf ihn selbst, sondern verweist auf ähnliche Schwierigkeiten, die der Kunst und Künstlern auf der ganzen Welt begegnen. Diese impressionistisch anmutende Dokumentation, in die immer wieder Rezitationen seiner Gedichte, Anekdoten und Erinnerungen eingestreut sind, bietet dem Zuschauer einen seltenen Einblick in das Bewusstsein eines Dichters. Dabei wird alles zum Thema, und zwar von profanen bis hin zu erhabenen Gegenständen. Der Film spiegelt die individuelle Art wider, auf die der Dichter mit dem Dilemma der Gegenwart umgeht. Gleichzeitig wird gezeigt, wie er sich bemüht, ein hehres Gewebe poetischer Bilder zu kreieren, ähnlich den fliehenden Lichtern auf einem unbewegten See, der als lebensspendende Quelle dienen könnte, um in dieser finsteren Welt weiterzubestehen.

Malay Dasgupta, der Vergleichende Literaturwissenschaft an der Jadavpur University in Kolkata studiert hat, ist Medienberater und Dokumentarfilmemacher. Nachdem er seinen Master abgeschlossen hatte, begann er, unabhängige Dokumentarfilme zu drehen. In seiner ersten Dokumenation “Dangling on a String (1991) ging es um das traditionelle Puppentheater Bengalens. Danach folgte im Jahr 1993 eine Dokumentation über den letzten noch lebenden Musiker – Bindhyabasini -, der “Vishnupur Gharana”, eine Form der klassischen indischen Musik, darbietet. Andere Dokumentationen von Malay Dasgupta, die auf verschienenen Filmfestivals in Indien und im Ausland gezeigt wurden, sind “Song of my Life” (2005), “Amina Revisited” (2006), “My Life, My Music” (2008-09) und “Land of Eighteen Tides & One Goddess” (2012). Malay hat extensiv für diverse Fernsehkanäle und Gemeinschaftsproduktionen gearbeitet. Außerdem leitete er Postgraduierten-Workshops zum Thema Filmemachen im Department of Film Studies an der Jadavpur University und am Department of Mass Communication an der Rajasthan University. Malay Dasgupta war Direktor des Medien-Departments an der International School of Business & Media in Kolkata. Er wohnt in Kolkata und ist gegenwärtig Mitarbeiter bei CMI, einem Medien-Institut, das von der ABP Group gefördert wird.