Es ist sehr schwierig, sich von dem Rest einer Gesellschaft zu unterscheiden, wenn diese immer noch in ihrer in schwarz und weiß verhüllten Patriarchie wütet und tobt oder eine im Verfall begriffene heteronormative Präsenz die Farben, die wir erkunden wollen, ,,reinwäscht''. Umso schwieriger wird es, wenn Literatur, Filme, Kunst und Musik—die den Hauptzugang zu Ideen über Romantik, Begehren, Lust, Verlangen darstellen—nur heteronormative Wahrheiten verbreiten und dabei vor allem Narrative von Menschen einer dominanten Ethnie, Farbe, Religion, Kaste, Sexualität oder eines bestimmtes genders repräsentieren. In diesem Kontext müssen Menschen, die als, anders’, als, queer’ gelten, jeden Tag dafür kämpfen, aus einem solchen dominanten Narrativ auszubrechen und zu beweisen, dass viele Personen unterschiedliche Vorlieben haben können.
Das Queer-Literary Festival Kolkata will dieses Narrativ verändern. Der Kampf um das Queersein war noch nie nur persönlich und wird es auch nie sein. Dieses Kollektivitätsgefühl, das Gefühl eines kollektiven Widerstandes, sollte einen Platz in der Geschichte haben und sich in Literatur, Kunst und Kino reinkarnieren. Warum aber brauchen wir ein weiteres Literaturfestival? Weil Menschen nie den Mut hatten, um queere Themen und Gefühle einen solchen Wirbel zu veranstalten, wie sie es sonst über normative Ideen und Patriarchie tun. Dieses Festival stellt einen Vesuch dar, um Gespräche mit Schriftsteller/innen, Verleger/innnen und Leser/innen zu eröffnen. Dabei soll es um alltägliche Bemühungen, Freuden, Leiden, um vielfältige Arten des Seins gehen. Es soll außerdem Raum bieten zum Reden und Zuhören über andere Bewegungen, Schwierigkeiten, Widerstände, um Verbindungen herzustellen und Bündnisse zu bilden. Denn es besteht der feste Glaube, dass keines unserer Leben nur von einer einzigen Angelegenheit berührt wird und dass niemand von uns wirklich frei ist, wenn nicht auch alle anderen frei sind.
Dieses Programm findet in Zusammenarbeit mit dem West Bengal Forum for Gender and Sexual Minority Rights statt.
Eintritt frei
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