Fünf junge, aufstrebende indische Künstler*innen sind zurück von einer bereichernden Zeit in Deutschland. Als Teil unserer
bangaloREsidency Expanded Initiative waren sie alle Artist-in Residence in fünf unterschiedlichen deutschen Kunst- und Kulturinstitutionen. Jeder von ihnen hat seine / ihre eigene Geschichte zu erzählen - neue Perspektiven, erweiterter Horizont und gesammelte Erfahrungen im Gepäck, gefolgt von einer Q & A Session.
Ehrengäste: Ralf Homann & Uwe Jonas sind ehemalige bangaloREsidenten und derzeit unsere
bangaloREsidency-Expanded Partner in Deutschland. Sie teilen ihre Erfahrungen über den kulturellen Austausch aus beiden Perspektiven mit uns.
Künstlerprofile:
© Ashok Vish
Ashok Vish@Lichtenberg Studios, Berlin. Ashok
ist gelernter Filmemacher mit einem großen Interesse an weiteren Aspekten der Bildgestaltung, wie Video und Fotografie. Hieraus setzt sich seine künstlerische Praxis zusammen. In seiner Arbeit untersucht er die Komplexität der menschlichen Identität, insbesondere im größeren Kontext der Gesellschaft. Einem forschungsbasierten Ansatz folgend, befasst er sich hier vor allem mit alternativen sexuellen Identitäten und Geschlechterrollen und der soziale Druck, der diesen oft entgegengebracht wird.
© Ashok Vish
In seiner Abschlusspräsentation
“The first duty... is to be inconspicuous”, in Berlin benutzte er individuelle Fotos und Informationsdateien um den Bedarf nach Diskretion und für Privatsphäre im gegenwärtigen Indien zu analysieren – eine Situation, welche eindeutig das Leben in der DDR unter der Stasi als ostdeutsche Regierung als sichtbarste und effektivste Macht der Überwachung und Unterdrückung, widerspiegelt - und gleichzeitig, um die befreienden Kräfte öffentlicher Bekanntgaben, die die Queer-Thematik von den Fesseln von Unterdrückung und Einschüchterung befreien, darzustellen.
© Bidisha Das
Bidisha Das@Lacuna Lab, Berlin. Bidisha ist Künstlerin und Forscherin mit Neugier und Interesse an der Überschneidung von Kunst und Wissenschaft. Ihr Kommunikationsfeld variiert von Ton zu Film, Wald zu Himmel, Mensch, Tierwelt und Natur zu technologischen Eingriffen. Das Thema Zeit hat sie schon immer interessiert und damit die Erkenntnis, dass der winzige Moment, den wir Lebenszeit nennen wie ein Staubkorn wirkt im Vergleich mit der unermesslichen universellen Zeit.
© Thomas Heidtmann
NOW – A Kinetic Life ist eine interaktive Installation, welche Bidisha gemeinsam mit dem ex-
bangaloREsidenten@Srishti Thomas Heidtmann in Berlin
erstellte.
Diese Installation spannt visuelle und akustische Verbindungen zwischen dem Weltraum und den physikalischen Räumen, die uns umgeben. Es ist ein Orchester der Bewegungen, welches Elemente aus dem Weltraum, der Natur und menschliche Körper als Instrumentation nutzt. Diese Installation wurde im Februar 2019 an dem UnBox Festival auch in Bangalore präsentiert.
© Ralf Homann
Hemant Sreekumar@Experimental Radio, Munich. Hemant hat Kunstgeschichte, Bildende Kunst und Digitale Medien studiert. In seinen Performances arbeitet er mit synthetischem Klangmaterial und emergenten Verfahren der Selbstentfaltung; zum Einsatz kommen auch visuelle Medien, einschließlich Druck und lichtbasierte Vorgehensweisen.
© Ralf Homann
Hemant präsentierte
Godsignal an der Ausstellung
PODCAST in München, welche von
Ralf Homann, dem ehemaligen
bangaloREsidenten@Maraa kuratiert wurde. 'Godsignal' ist eine Noise-Performance, die 'Nichts' erforscht. ‚Nichts' in diesem speziellen Kontext ist der leere Raum innerhalb und um Atome herum und die Prozesse innerhalb der verschiedenen Formate von 'Druck' und 'Strahlung'.
© David Simmons
Nikhil Nagaraj@WISP Kollektiv, Leipzig. Nikhil ist sowohl Sound Designer als auch Musiker, welcher vor allem mit Theater- und Tanzproduktionen zusammenarbeitet. Mit speziell angefertigten Softwareinstrumenten designt er Soundeffekte und zeitgenössische elektronische Musik. Er arbeitet zudem in einem Studio in Kollaboration mit audiovisuellen Künstlern und beseitigt Barrieren zwischen Komponisten und deren Zuhörern.
© David Simmons
Als Teil seiner Abschlusspräsentation erstellte Nikhil mit 30 Teilnehmern gemeinsam ein immersives audiovisuelles System im Kontor80, Leipzig. Hierbei hatte er die Aufgabe, ein 32-kanäliges 3D Audio Sound System und das Sound Design für dieses System zu erstellen. Die Visuals wurden in einer 360° Installation dargestellt und sowohl die Audio-, als auch die visuellen Systeme nutzten eine bidirektionale Kommunikation zur Manipulation der Parameter.
© Shashwath MM
Shashwath MM@Zentralwerk, Dresden. Shashwath ist ein Installationskünstler, welcher sich auf ortsspezifisches Arbeiten spezialisiert hat. Häufig verwendet er gefundene Objekte wieder und kreiert dazu Geschichten, welche eine neue Sicht auf diese erlauben. Seit kurzem experimentiert er zudem mit Holz und Harz als Materialien zum Erbauen seiner Skulpturen, obwohl Klebeband eines seiner liebsten Materialen bleibt.
© Shashwath MM
Als Teil seiner Abschlusspräsentation präsentierte er
'On Winter' seine erste Solo-Show in Dresden. In dieser Ausstellung ging es um Themen, mit denen er sich während seines Residenz-Programms in Dresden beschäftigte.
Die Themen Winter, Tageslicht und Wärme werden als Materialien verwendet, um die zugrunde liegenden Konzepte von Kultur, Raum und Isolation zum Ausdruck zu bringen. Der Mond, eines der ausgestellten Stücke, wird hier gezeigt.
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