Künstlergespräch mit Daniel Wetzel, Rimini Protokoll
Daniel Wetzel von Rimini Protokoll wird uns durch seine Arbeiten führen, angefangen von einer Raubkopie einer gesamten parlamentarischen Sitzung, die von Experten durchgeführt wurde, zum interkontinentalen Call-Center-Theater, bis hin zum Publikum als Schriftstellerkollektiv und zur Bühne als Filmkulisse für Nachstellungen. Wetzel wird einen Einblick in die breite Palette der Projekte von Rimini Protokoll geben - von ihrer Entstehung in den 1990er Jahren bis hin zur Gegenwart. Er wird zeigen, was mit Tatsachen auf der Bühne und was mit dem Individuum geschieht, sobald er / sie / es die Tatsachen aufführt. Welches Potenzial hat ein Publikum, das sich in der Position des Experten vorfindet?
An den Vortrag schließt sich ein Gespräch zwischen Anuja Ghosalkar und Daniel Wetzel an und ist offen für Fragen des Publikums.
Das Gespräch zwischen den beiden wird sich auf die Frage konzentrieren, was "Post Documentary Theatre" ist. Ist es das Ende des dokumentarischen Theaters?
Anuja Ghosalkar wird durch ihre Konversation und Kommentare ihre Welt des dokumentarischen Theaters mit den Zuhörern teilen. Sie wird sich damit beschäftigen, was es bedeutet auf ein Medium hinzuarbeiten, das einen Gegensatz zu den gängigen Produktionsweisen und der Ästhetik darstellt. Sie wird ihre Arbeit vorstellen und deren Wurzeln, die aus einem feministischen Ansatz herkommen. Ihre Arbeit an einer Aufführungsform, die sie lässig als "dokumentarisches Theater" bezeichnet, steht zur Prüfung an, ist offen für Veränderungen, formbar - anstatt es als Kategorie zu fixieren. Ihr pädagogisches Interesse zeigt sich im Herausfinden der Konturen dieser Aufführungspraxis und in Richtung einer Form hinzuarbeiten, die befreiend und nicht einschränkend wirkt.
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