Five Million Incidents Dalit Art Archive

Di, 14.04.2020

17:00 Uhr

Online

Online Film Screening & Diskussion

Von Aroh Akunth

Dalit Art Archive ist ein Gemeinschaftsarchiv, das sich der Dokumentation von Geschichten über Kaste und Kunst aus den Perspektiven von einzelnen Dalits verschrieben hat. In seiner jetzigen Form versucht das Archiv einen Aufbewahrungsort für die gemeinschaftlichen Wissenssysteme zu schaffen. Dies soll durch Quellenarbeit geschehen, die ihren Fokus insbesondere auf folgende Themen legt (sich aber nicht nur auf diese beschränkt): kastenbasierte Kunstformen, die Manifestation von Kaste im Kunstsektor, Erfahrungen/Barrieren von Kaste im Kunstsektor, Kunstverständnis/Kritik an Kunstwerken/Künstler*innen, Interviews mit Dalit-Künstler*innen/Historiker*innen der Gemeinschaft/Kunstexpert*innen in der Form von Artikeln, Fotoessays, digitalen Geschichten, akademischen Aufsätzen oder Podcasts.
Aroh Akunth absolvierten ihren Bachelor in Sozialwissenschaften an der Ambedkar University Delhi. Sie setzten ihr Studium in Kriminologie am Tata Institute of Social Sciences, Mumbai, fort und studieren im Master Modern Indian Studies an der Universität Göttingen. Akunth sind vielversprechende Kulturpraktiker*innen; sie kuratierten das Dalit Art Festival (Delhi) und 2018 das Bahujan Art Festival (Mumbai). Sie sind die Gründer*innen und derzeitigen Kurator*innen des Dalit Queer Project, das sich mit der Bildung von Gemeinschaften rund um Kaste und Queerness in virtuellen und physischen Räumen beschäftigt. In ihrer kontinuierlichen Arbeit in der Theaterpraxis und in ihrem Schreiben streben sie danach, ihre gelebten Erfahrungen in verschiedenen Ökosystemen nachzubilden.  

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Aufgrund der aktuellen Umstände, die durch die Corona-Pandemie herbeigeführt worden sind, wird dieses Projekt in mehreren Sitzungen online präsentiert.

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1. Sitzung: Dienstag, 14. April 2020, 17:00 Uhr

In dieser Sitzung findet eine Vorführung des Films Kadubai von Omey Anand statt. Die Laufzeit des Films beträgt 30 Minuten, danach folgt eine Live-Diskussion zwischen dem Regisseur und dem Aktant Aroh Akunth.

Zusammenfassung

Der Film handelt von Kadubai Kharat, einer Dalit-Volkskünstlerin, die in Aurangabad im Bundesstaat Maharashtra lebt. In verschiedenen Dalit-Gegenden Aurangabads singt sie die Lieder von Babasaheb Ambedkar und kümmert sich gleichzeitig um ihre Familie. In Maharashtra ist Kadubai durch die sozialen Medien berühmt geworden. In ihren Videos singt sie von Babasahebs Beiträgen zur Gesellschaft, insbesondere in Bezug auf die Dalits. Der Film unterstreicht die Notwendigkeit für die Anerkennung der Geschichten hunderter Dalit-Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Aktivist*innen, die ohne Anerkennung starben. Der Film bietet einen Einblick in das Leben von Kadubai, das von der Ideologie Babasahebs beeinflusst ist und zeigt, wie ihre Lieder Fragen zu Gesellschaft, Bildung, Gesundheit, Politik u.v.m. aufwerfen konnten.

Über den Regisseur

Omey Anand ist ein Filmemacher aus Maharashtra und Gründer des Nijaat Collective. Zurzeit schließt er seinen Master in Media and Cultural Studies am TISS, Mumbai, ab. Auf Urdu bedeutet Nijaat ,sich entkasten‘ (engl.: to decaste) und kann als ,Befreiung‘ verstanden werden. Das Kollektiv arbeitet daran, Dalit-Bahujan-Gemeinschaften das Medium Film und andere Kunstformen zugänglich zu machen. Ihr laufendes Projekt Songs of Babasaheb zeichnet Protestmusik der Anhänger*innen Ambedkars auf.

Um sich für die Teilnahme an der Diskussion anzumelden, senden Sie bitte spätestens bis zum 12.04.2020 eine E-Mail an Nidhi.Kol@goethe.de
Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungsmail mit weiteren Anweisungen zur Teilnahme an der 1. Sitzung.

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