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Max Mueller Bhavan | Indien

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19:00 Uhr, IST

Maskulinität und Macht

Podiumsdiskussion

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Urvashi Butalia event © A432 Productions/Image credit: Durjoy Choudhury

Moderatorin: Urvashi Butalia

Urvashi Butalia © The Guardian Urvashi Butalia ist eine unabhängige feministische Wissenschaftlerin und Schriftstellerin. Sie lebt in Neu-Delhi. 1984 war sie Mitbegründerin des ersten feministischen Verlags in Indien, Kali for Women, zurzeit ist sie Geschäftsführerin von Zubaan, einem Imprint von Kali for Women. Ihr breites schriftstellerisches und publizistisches Werk erscheint sowohl in Indien als auch international. Zu ihren bekanntesten Werken zählt die preisgekrönte Oral History der indischen Teilung, The Other Side of Silence: Voices from the Partition of India (dt.: Geteiltes Schweigen. Innenansichten zur Teilung Indiens), Gewinner des Oral History Book Association Award 2001 und des Nikkei Asia Award for Culture 2003 sowie der Sammelband Partition: The Long Shadow. Urvashi Butalia erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Padma Shri und die Goethe-Medaille.

Redner:innen:

Madhavi Menon

Thema- ‘Temple Masculinity’ (Männlichkeit bei Tempel)

Madhavi Menon © Madhavi Menon Madhavi Menon ist Professorin für Englisch und Leiterin des Centre for Studies in Gender and Sexuality an der Ashoka University. Sie ist Autorin mehrerer Bücher über Shakespeare und Queer-Theorie sowie Herausgeberin des hochgelobten Sammelbandes Shakesqueer: A Queer Companion to the Complete Works of Shakespeare (2011). Ihre jüngsten Publikationen sind Infinite Variety: A History of Desire in India (2018) und The Law of Desire (erscheint in Kürze).

Anindya Hajra

Thema- ‘Male desire as part of hegemonic power’ (Männliche Begierde als Teil hegemonialer Macht)

Anindya Hajra © Anindya Hajra Anindya Hajra ist Aktivistin für Transfeminismus, Transgender-Rechte und soziale Gerechtigkeit aus Kolkata, Indien, die sich bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem Transfeminismus beschäftigt. 1998 war sie Mitbegründerin des Pratyay Gender Trust, einem der ersten gemeinschaftlich geführten Kollektive in Indien, das sich zu einem Schutzraum für nicht-genderkonforme und Transgender-Personen entwickelte, die aufgrund ihrer Gender-Identität / Ausdrucksform mit Diskriminierung, Stigmatisierung und Gewalt konfrontiert sind. Heute beschäftigt sich Pratyay insbesondere mit Themen im Zusammenhang mit struktureller Diskriminierung, dem Recht auf Arbeit für Transgender-Personen, ökonomische Gerechtigkeit und Integration. Anindya Hajra beschäftigt sich intensiv mit Sexualitäten, Gender, anti-homophober/transphober Gewalt, während sich ein Großteil ihrer Arbeit auf die Kollektivierung von Transgender-Personen in ganz Indien, Verhandlungen mit Entscheidungsträger:innen und die Vernetzung mit weiteren Menschenrechtsorganisationen konzentriert.

Meena Kandasamy

Thema- ‘Reflections on caste annihilation, feminism and linguistic identity’ (Überlegungen zu Kastenvernichtung, Feminismus und sprachlicher Idendität)

Meena Kandasamy © Meena Kandasamy Meena Kandasamy ist Aktivistin gegen das indische Kastensystem, Dichterin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Schon immer war sie interessiert daran, Gewalt zu dekonstruieren; das Trauma zu verstehen, das durch die Unterdrückungsmechanismen von Kaste, Gender und Ethnie hervorgerufen wird und den militanten Widerstand gegen diese mächtigen Systeme in den Vordergrund zu stellen. In ihrer Dichtung und Prosa befasst sie sich mit diesen Themen, insbesondere in ihren Gedichtsammlungen wie Touch (2006) und Ms. Militancy (dt. Fräulein Militanz) (2010) sowie in ihren drei Romanen The Gypsy Goddess (2014), When I Hit You (dt. Schläge) (2017) und Exquisite Cadavers (2019). Aktivismus bildet das Herzstück ihrer literarischen Arbeit; sie übersetzte zahlreiche politische Texte aus dem Tamil ins Englische und war bis vor kurzem Redakteurin bei The Dalit, einer alternativen Zeitschrift, die kastenbasierte Gewalt und den Kampf gegen das Kastensystem in Indien dokumentiert. Ihre Romane standen auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction, den International Dylan Thomas Prize, den Jhalak Prize sowie für den Hindu Lit Prize.  Sie hält ein Doktorat in Soziolinguistik und war vor Kurzem Gallatin Global- Gastdozentin an der New York University (NYU), wo sie einen Kurs über feministische Schriftsteller:innen aus der neokolonialen Welt mitleitete. Ihre Op-Eds und Essays erscheinen in The White Review, Guernica, The Guardian und The New York Times.

Romit Chowdhury

Thema- "Was haben Männlichkeiten mit dem öffentlichen Verkehr in Städten zu tun?

Romit Chowdhury © Romit Chowdhury Romit Chowdhury ist Senior Lecturer in Soziologie am Erasmus University College in Rotterdam, wo er hauptsächlich Kurse in Stadtsoziologie und Gender Studies unterrichtet. Er hat über Männlichkeiten im Kontext des städtischen Lebens und der Mobilität, Männerrechtsbewegungen, feministische Methodik, sexuelle Gewalt, Pflege und Männer in der feministischen Forschung und im Aktivismus in Indien geschrieben. 

Dr. Sharful Islam Khan

Thema- ,Männliche Sexualität: Eine Rekonstruktion ist gerechtfertigt!‘

Sharful Islam Khan © Sharful Islam Khan Dr. Sharful Islam Khan absolvierte seinen MBBS 1992 am Dhaka Medical College, seinen Master in Health Social Science an der Mahidol University, Thailand, und 2004 seinen PhD in Soziologie/Anthropologie an der University of Western Australia. Seit 1997 arbeitet er am icddrb und als Wissenschaftler und Programmleiter für HIV und Aids. Seine Forschung umfasst Aufklärungsarbeit über die Gefahren von HIV in marginalisierten Gemeinschaften, darunter Männer, die Sex mit Männern haben; Transgender-Frauen; Sexarbeiterinnen, injizierende Drogenkonsument:innen und die breite Öffentlichkeit. Seine hauptsächliche Fachkenntnis ist die qualitative Forschung. Er ist Mitglied der Social Research Advisory Group der Asia Pacific Coalition on Male Sexual Health (APCOM). Seine technischen Kompetenzen und Führungsqualitäten konnte er bereits in Foren wie dem Gender and Rights Advisory Panel des Department of Reproductive Health and Research der WHO und in einem Expertenkomitee zu Indikatoren sexueller Gesundheit und Beratungsrichtlinien für Sexualität der WHO in Genf einbringen. Zudem lehrt er als Gastprofessor an verschiedenen lokalen und internationalen Universitäten wie der Mahidol University, Thailand;  der Osaka Prefecture University, Japan; an der Malmo University, Schweden, der Curtin University, Australien und der Baldwin Wallace University, Ohio, USA. Zu seinen Fachgebieten zählen Gender, Maskulinität, Sexualität, sexuelle Gesundheit sowie HIV und Aids. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Artikel und Buchbeiträge, die tiefgreifende Einsichten in die Dynamiken von Sexualität, Männlichkeit und Gender hervorbrachten.