Wir freuen uns darüber, erneut mit dem
Bengaluru International Short Film Festival (BISFF) zusammenzuarbeiten. Neben der Unterstützung der Produktion dieses prestigeträchtigen Online-Festivals, das bereits zum
11. Mal stattfindet, umfasst der diesjährige deutsche Beitrag den
Short Export - Made in Germany 2021, ein spannendes, speziell kuratiertes Paket deutscher Kurzfilme.
Mit dem Programm Short Export - Made in Germany bereisen zum
16. Mal herausragende deutsche Kurzfilme die Welt. Auf unkonventionelle, authentische Weise geht es um Veränderung und Herausforderungen, um Heimat, Ankunft und den Umgang mit Trauma. Es wird eindringlich, laut und leise – und mitunter humorvoll.
Die
sechs aktuellen Filme wurden aus
455 deutschen Einreichungen beim Internationalen Kurzfilmfestival Clermont-Ferrand ausgewählt und geben einen Einblick in die künstlerischästhetische sowie inhaltliche Vielfalt des deutschen Kurzfilmschaffens.
Das Projekt ist eine
deutsch-französische Kooperation zwischen
AG Kurzfilm, German Films, Goethe-Institut Lyon, Kurzfilm Agentur Hamburg und dem
Internationalen Kurzfilmfestival Clermont-Ferrand.
Das diesjährige Paket:
© nachtschwärmerfilm
INNdependence | Michael Schwarz | 17 Min. | Deutsch
Corona-Lockdown 2020. Alle Hotels, Pensionen und Jugendherbergen sind geschlossen – mit Ausnahme eines Business-Hotels, in dem 29 Wohnungslose einquartiert sind.
Doch der Aufenthalt ist zeitlich begrenzt…
© Thomas Hartmann
Michael Schwarz wurde 1979 in Nürnberg geboren. Er studierte Film- und Theaterwissenschaften in Mainz und war 2011/12 Meisterschüler von Prof. Dr. Harald Schleicher an der Filmklasse der Kunsthochschule Mainz. Seine Filme liefen auf über 170 nationalen und internationalen Festivals und wurden mehrfach ausgezeichnet.
Wochenbett | Henriette Rietz | 5 min. | Deutsch
© Henriette Rietz
Der Film thematisiert die chaotische Lebensphase, in der sich die Protagonistin befindet, als sie zum ersten Mal Mutter wird. Voll mit Hormonen und ohne Schlaf hat sich diese intensive Zeit tief in ihr Herz gebrannt.
© Florian Kolmer
Henriette Rietz ist eine Berliner Visual Storytellerin mit einem lauten und geradlinigen Stil. Als ihr Alter Ego Herzette hat sie ihren beruflichen Fokus auf Illustration und Gif-Animation gelegt. Mit dem Film Wochenbett tritt sie nun in die Kurzfilmszene ein.
© Jonas Riemer
Der übers Meer kam | Jonas Riemer | 11 Min. | Deutsch
Ein DDR-Flüchtling überquert in einem Faltboot die Ostsee, doch findet erst Jahre später in einer aufkeimenden nationalistischen Bewegung eine neue Heimat.
© Lisa Brüning
Jonas Riemer wurde 1990 in der Nähe Berlins geboren und hat Animation an der Filmuniversität Babelsberg studiert. Sein Kurzfilm MASCARPONE lief auf 100 Festivals und wurde mit 28 Preisen ausgezeichnet. 2019 realisierte Jonas Riemer mit einem Stipendium der Nordmedia den animierten Dokumentarfilm Der übers Meer kam.
© Filmakademie Baden-Württemberg
Seepferdchen | Nele Dehnenkamp | 16 Min. | Deutsch
In der Alltäglichkeit eines Schwimmkurses ringt eine junge Jesidin leise mit ihren furchterregenden Erinnerungen an das Mittelmeer.
© Nele Dehnenkamp
Nele Dehnenkamp studiert Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Zuvor schloss sie ihr Studium der Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem MA ab. Inspiriert von ihrem soziologischen Hintergrund zeigen ihre Arbeiten emphatische Einzelgeschichten, die größere Muster sozialer Ungleichheit offen legen.
© Frédéric Schuld
Der Stornsteinsegler | Frédéric Schuld | 5 Min. | Englisch
19. Jahrhundert in Europa: Ein Kind klettert einen Schornstein empor, während ein Vogel hinein segelt, um ein Nest zu bauen. Eine Begegnung ohne Ausweg.
© Frédéric Schuld
Frédéric Schuld ist Autor, Regisseur und Animator. Er arbeitete zunächst als freiberuflicher Grafiker und Art Director für Werbeagenturen, bevor er Film und Kunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln studierte. 2011 gründete er mit Fabian Driehorst das Studio „Fabian&Fred“. Sein preisgekrönter Kurzfilm Carlottas face wurde auf über 200 Festivals gezeigt. Frédérics erster Langfilm als Animator und Ko-Autor ist Lost in Face (Regie: Valentin Riedl). Für die Entwicklung des animierten Dokumentarfilms What happened to the dog? wurde er 2018 zusammen mit Ko-Autorin Corinna C. Poetter mit dem Gerd Ruge Stipendium ausgezeichnet.
Masel Tov Cocktail | Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch | 30 Min. | Deutsch & Russisch
© Filmakademie Baden-Württemberg
Zutaten: 1 Jude, 12 Deutsche, 5cl Erinnerungskultur, 3cl Stereotype, 2 TL Patriotismus, 1 TL Israel, 1 Falafel, 5 Stolpersteine, ein Spritzer Antisemitismus. 100% koscher!
Arkadij Khaet wurde während der letzten Atemzüge der Sowjetunion geboren. Kurz danach verließ seine Familie das heutige Moldawien und emigrierte nach Deutschland. Nach dem Ende seiner Schulzeit lebte er für eine Weile in Israel und zog im Anschluss nach Köln, um Film und Fernsehen zu studieren. Seit 2016 studiert er Spielfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg.
© Arkadij Khaet & Mickey Paatzsch
Nach seinem Film- und Fernsehregie-Studium an der Macromedia Köln sammelt
Mickey Paatzsch Erfahrungen als freiberuflicher Filmemacher und realisiert eigene Kurzfilme. 2019 schloss er sein Masterstudium in Philosophie in Köln ab. Mit seinem Freund aus Studienzeiten, Arkadij Khaet, dreht Mickey auch Filme in Doppelregie.
Das Paket kann am
4. September 2021 zwischen
17.00 und 23.00 Uhr IST online angeschaut werden.
Anmeldung ist
erforderlich. Bitte klicken Sie
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