Experimenter Curators’ Hub ist eine Plattform, die durch kritische Diskussionen und Debatten dazu beiträgt, den Diskurs über kuratorische Praktiken und die Konzeption von Ausstellungen zu entwickeln und aufrechtzuerhalten. Alljährlich werden führende Kurator:innen der Welt eingeladen, um am intensiven Programm des Hubs teilzunehmen und ihre Praktiken in Bezug auf die neuesten ihrer kuratierten Ausstellungen vorzustellen. Das Publikum des Experimenter Curators' Hub spielt eine aktive Rolle in diesem Austausch und trägt maßgeblich zu den Gesprächen bei. Der Abschlusstag wird mit einem moderierten Podiumsgespräch beendet, in dem alle teilnehmenden Kurator:innen über die während des Hubs besprochenen Schlüsselaspekte reflektieren.
Ziel des diesjährigen Experimenter Curators‛ Hub ist es, eine Vielzahl an Stimmen einzubeziehen, die nicht nur den Kurator:innen selbst gehören, sondern all jenen Personen, die die Arbeitsprozesse des kuratorischen Denkens beeinflussen. Der Hub möchte in die vielfältigen Kontexte eintauchen, die die Praxis der Sprecher:innen prägen und dabei geplante Projekte und mögliche Ideen für Kollaborationen teilen.
Das
Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata arbeitet in diesem Jahr erneut mit dem
Experimenter Curators’ Hub zusammen. Teilnehmerin des Hubs aus Deutschland ist
Dr. Stephanie Rosenthal, Kuratorin und Direktorin des Berliner Gropius Baus.
Das Gespräch zwischen Dr. Stephanie Rosenthal und Grace Ndiritu findet am Dienstag, 09. November 2021 von 12:45 - 14:00 Uhr (CET) / 11:45 - 13:00 Uhr (GMT) / 17:15 - 18:30 Uhr (IST) statt.
Zur Anmeldung für die Hub-Veranstaltung, für weitere Informationen über die teilnehmenden Kurator:innen sowie für den vollständigen Ablaufplan des Programms besuchen Sie bitte diese Webseite.
© Stephanie Rosenthal/Photo Victoria Tomaschko
Dr. Stephanie Rosenthal
Dr. Stephanie Rosenthal ist seit 2018 Direktorin des Gropius Baus in Berlin. Ihren ersten Programmpunkt in jenem Jahr bildete die Ausstellung Lee Bul: Crash, die in Zusammenarbeit mit der Hayward Gallery, London, stattfand. Zu ihren weiteren Ausstellungen zählen Garden of Earthly Delights (2019), Wu Tsang: There is no nonviolent way to look at somebody (2019), Lee Mingwei: 禮 Li, Gifts and Rituals, Otobong Nkanga: There Is No Such Thing as Solid Ground (2020) und zuletzt Yayoi Kusama: A Retrospective - A Bouquet of Love I Saw in the Universe (2021), Hella Jongerius: Woven Cosmos (2021) und Zheng Bo: Wanwu Council 萬物社 (2021).
Von 2007 bis 2017 war sie Chefkuratorin an der Hayward Gallery, London. Hier kuratierte sie gemeinsam mit herausragenden internationalen Künstler:innen zahlreiche Ausstellungen, darunter Robin Rhode: Who Saw Who (2008), MOVE: Choreographing You (2010) und viele weitere. 2016 war sie künstlerische Leiterin auf der 20. Biennale in Sydney und brachte unter dem Titel The future is already here – it's just not evenly distributed mehr als 80 internationale Künstler:innen wie Lee Bul, Boris Charmatz, Lee Mingwei, Helen Marten, Otobong Nkanga und Johanna Calle zusammen.
Zuvor war sie als Kuratorin am Haus der Kunst in München tätig, wo sie einige hochgelobte Ausstellungen ausrichtete.
Sie studierte an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und promovierte an der Universität zu Köln. Seitdem veröffentlichte sie einflussreiche Artikel und Vorträge über Zeitgenössische Kunst mit dem Schwerpunkt auf performativen Methoden. Sie ist Mitglied zahlreicher internationaler Jurys, war Vorsitzende der Jury auf der Biennale in Venedig 2019 sowie Jurymitglied des Hyundai Blue Prize und der Gwangju Biennale.
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