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Max Mueller Bhavan | Indien

Urban Lens Film Festival 2021

Filmfestival

  • Online

  • Preis kostenlos

UL 2021_poster © Urban Lens

Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit dem Indian Institute for Human Settlements (IIHS) fortzusetzen und das Urban Lens Film Festival 2021 zu präsentieren. Die achte Ausgabe des Festivals wird vom 18. bis 21. November 2021 online stattfinden.

Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat dieses einzigartige Filmfestival 201 Filme aus 40 Ländern in 37 Sprachen gezeigt, die über die Städte, in denen wir leben, reflektieren und sie neu definieren. In diesem Jahr wird das Festival kuratierte Filmsektionen unter den Titeln The City and Beyond, COVID-19, Conflict and Cinema und Studentenfilme anbieten.
 
Philip Scheffner_UL 2021 © Philip Scheffner Einer der Filmemacher in der Sektion Filmmakers in Focus ist der preisgekrönte deutsche Filmemacher und Künstler Philip Scheffner. Drei seiner Filme, Der Tag des Spatzen, Havarie und The Halfmoon Files, werden auf dem Festival gezeigt. Außerdem wird Philip Scheffner mit Madhusree Dutta und Nicole Wolf über seine Herangehensweise an das Filmschaffen und darüber sprechen, was seine individuelle Filmpraxis prägt. Dieses Gespräch wird am 19. November 2021, 19 Uhr IST, live auf der Festival-Website gestreamt.

Philip Scheffner, geboren 1966 in Homburg/Saar, lebt und arbeitet als Künstler und Filmemacher in Berlin. Zusammen mit Merle Kröger, Alex Gerbaulet und Caroline Kirberg betreibt er die Produktionsplattform pong.
Er nahm am Berlinale Forum mit Havarie (2016), And-Ek Ghes... (2016), Revision (2012), Der Tag des Spatzen (2010), The Halfmoon Files (2007) teil.

Der Tag des Spatzen Foto: Bernd Meiners © pong / ZDF Der Tag des Spatzen | 2010 | 100 Min. 
Der Tag des Spatzen ist ein politischer Naturfilm. Er handelt von einem Land, in dem die Grenze zwischen Krieg und Frieden verschwindet. Am 14. November 2005 wird im holländischen Leeuwarden ein Spatz erschossen, nachdem er 23000 Dominosteine umgeworfen hat. In Kabul stirbt ein deutscher Soldat in Folge eines Selbstmordattentates. Das Nebeneinander der Schlagzeilen wird zum Anlass für Regisseur Philip Scheffner, sich mit den Methoden der Ornithologie auf die Suche nach dem Krieg zu machen. In Deutschland, nicht in Afghanistan. Denn hier stellt sich die Frage: Leben wir im Frieden oder im Krieg?

Havarie_Philip Scheffner © pong Havarie | 2016 | 93 min. 
Die Koordinaten 37°28.6'N und 0°3.8'E markieren einen Punkt im Mittelmeer – 38 Seemeilen vor der Hafenstadt Cartagena in Spanien oder 100 Seemeilen von der algerischen Hafenstadt Oran entfernt – je nach Perspektive der Erzählung. Von diesem Punkt im Meer aus betrachtet, besteht die ganze Welt aus Wasser, Himmel und einem grenzenlosen Horizont. Ein „Meer der Möglichkeiten“, aufgeladen mit Hoffnungen, Ängsten und Träumen von Reisenden.

The Halfmoon Files | 2007 | 87 Min.  The Halfmoon Files © pong
"Es war einmal ein Mann.
Er geriet in den europäischen Krieg. Deutschland nahm diesen Mann gefangen. Er möchte nach Indien zurückkehren.
Wenn Gott gnädig ist, wird er bald Frieden machen.
Dann wird dieser Mann von hier fortgehen."

Knisternd verklingen die Worte von Mall Singh, gesprochen in einen Grammophontrichter am 11. Dezember 1916 in der Stadt Wünsdorf bei Berlin. 90 Jahre später ist Mall Singh eine Nummer auf einer alten Schellackplatte in einem Archiv, eine unter Hunderten von Stimmen von Kolonialsoldaten des 1. Weltkrieges.

Die Filme werden an allen 4 Tagen des Festivals kostenlos gestreamt, und Sie können von überall aus der Welt zuschalten. Melden Sie sich jetzt für das Urban Lens Film Festival 2021 an