Reg: Anna Zohra Berrached, 2021, 118 Minuten
Deutsch mit englischen Untertiteln; Film wird 24 Stunden zum Anschauen verfügbar
Auf einem Rummel, Mitte der 1990er-Jahre, fällt Aslis Blick zum ersten Mal auf Saeed, als der bange aus einem Karussell aussteigt, kurz bevor die Fahrt beginnt. Beim Flaschendrehen auf einer Wohnheimparty kommen sie sich näher. Asli ist fasziniert von Saeeds Charisma und seinem Selbstbewusstsein. Obwohl ihre Mutter gegen die Beziehung ist, heiraten die beiden Studierenden heimlich. In einer Hamburger Moschee versprechen sie einander, zusammenzubleiben und die Geheimnisse des anderen zu wahren. Asli versucht zwischen Selbstbestimmung, ihrem traditionellen Elternhaus und ihrer aufopfernden Liebe ihren Weg zu finden. Dann verschwindet Saeed. Seine Entscheidung verändert Aslis Leben, bevor er die ganze Welt erschüttert.
In Anne Zohra Berracheds Film stehen mehrere Ebenen gleichwertig nebeneinander: Es ist die Geschichte einer Liebe, aber auch eine Untersuchung zu kulturellen Unterschieden, Wahrheit und Glaube, Vertrauen und Wahn. Nach "Zwei Mütter" und "24 Wochen" beweist die Regisseurin einmal mehr ihren besonderen Blick für das Private im Politischen und eine große Sensibilität im Umgang mit ihren Darsteller*innen.
Quelle: 71. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
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