Chickens Project
Von Uma Katju und Bikram Ghosh
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Chickens (zu Deutsch:
Hühner) ist ein Stück, das die Beziehung zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren untersucht - insbesondere, aber nicht nur - dem Huhn. In einer Reihe von fantasievollen Sätzen - dramatischen, komödiantischen, musikalischen und absurden - wird eine grundlegende Frage gestellt: Was bedeutete es, ein Leben zu leben, das mit dem der Anderen verwoben ist, im Guten wie im Schlechten?
Es ist der Versuch, unsere Neugier auf das Leben der Nicht-Menschen um uns zu stillen: Wie verzehren und verwerten wir sie? Wie haben sie sich in einem koevolutionären Prozess an unserer Seite entwickelt? Weshalb sind sie uns so vertraut und doch so fremd? Was bedeuten die vielen Rituale, in denen wir ihnen gegenübertreten; sie lieben, opfern, töten, mit ihnen spielen? Das Stück erkundet die unscharfen Grenzen zwischen Gefangenem und Haustier, wild und frei, Familie und Fremdem - zwischen menschlich und nicht menschlich genug.
Das Projekt begann 2020 mit zwei Bildern: Hühnern in einem Käfig und einem Schauspieler in einem riesigen Hühnerkostüm. Dieser Kontrast ließ uns begreifen, dass sich die Welt denken lässt als aufgebaut aus einer Reihe unsteter und unbeholfener Intimitäten - und dass uns unsere Mitkreaturen, obgleich ihr Leben und ihre Geschichte so eng mit den unseren verwoben sind, umso fremder werden, je mehr wir versuchen, sie einzuhegen.
Dauer: ca. 70 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Max. Zuschauerzahl: 70 Personen
(Anmeldung erforderlich)
© Bikram Ghosh
Bikram Ghosh ist Theatermacher und Lehrer. Seine Arbeit als Darsteller betont Achtsamkeit und Spiel und ist darauf bedacht, die Erfahrung physischer und mentaler Präsenz zu vertiefen sowie die Voraussetzungen für Flow-Zustände zu schaffen. Als Theatermacher besteht sein Anspruch darin, das Banale zu verfremden und Konventionen der Erzählkunst infrage zu stellen. Er nutzt dazu einen essenzialistischen Ansatz und nur Mittel und Materialien, die unmittelbar zur Hand sind.
© Bernie Ng
Uma Katju ist Schauspielerin und Theaterschaffende. Als Theatermacherin interessiert sie sich für konzeptionelle und kollaborative Prozesse, Improvisation und Spiel und dafür, eine multidisziplinäre Darbietungspraxis zu etablieren. Unter ihren Werken finden sich
The Spider/Woman (2022),
Circling.Pieces und
Mrichchhakatika (2020). Als Absolventin des ITI in Singapur studiert sie weiterhin traditionelles Theater und Tanz, um daraus Lehren für die Ausbildung von Darsteller:innen und ihre Theaterpraxis zu ziehen.
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