Screening und Diskussion
Das digitale Archiv
Die Fünfte Wand hat eine Sammlung von Filmen, Reportagen, Moderationen, Texten, Briefen und Fotos der Filmemacherin und Redakteurin
Navina Sundaram (1945-2022) aus über 40 Jahren ihrer Arbeit.
Sundaram wuchs in Neu-Delhi, Indien, auf, bevor sie 1964 für ein Praktikum zum Norddeutschen Rundfunk (NDR) nach Hamburg ging. Ab 1970 arbeitete sie als
politische Redakteurin, Filmemacherin, Reporterin und Moderatorin für die Rundfunkanstalt. Von 1992-93 war sie ARD-Korrespondentin und Leiterin des Südasien-Fernsehens in Neu-Delhi. Nach ihrem Ausscheiden beim NDR setzte sie ihre Arbeit als freie Regisseurin von Dokumentarfilmen fort. Ihre Recherchen und Reportagen über internationale Angelegenheiten und politische Geschichten spiegeln ihre Position an der Schnittstelle zwischen kritischen postkolonialen Stimmen aus dem globalen Süden und der Nachkriegsreorganisation Westeuropas wider.
Die Fünfte Wand ist ein kuratierter Blick auf die deutsche Migrations- und Mediengeschichte, der aus den Archiven der deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD) und Sundarams Privatarchiv stammt. Sundaram steht dabei als Autor im Mittelpunkt, der journalistisch Stellung bezieht: zu Internationalismus und Dekolonisation, zur Klassenfrage, zu Rassismus und Migration, zu indischer und deutscher Politik.
Programmablauf:
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11:00 - 13:00
Einführung in das Archiv (20 Min.)
Thematischer Spaziergang zum Thema Kulturtransfer in der Biografie und im Werk von Navina Sundaram (90 Min.)
13:00 - 14:00
Mittagspause
14:00 - 14:45
Filmvorführungen:
Kommentar zum Film: "Auf dem Weg zur Glückseligkeit" von Filmwissenschaftlerin/Kuratorin Dorothee Wenner (aus dem Archiv), 5 min.
"Auf dem Weg zur Glückseligkeit"; Film von Navina Sundaram; 31 min.
14:45 – 15:30
Offene Diskussion über den Film und über die pädagogische und kuratorische Arbeit mit dem Archiv in Deutschland und Indien
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Die Fünfte Wand ist ein kuratierter Blick auf
die deutsche Migrations- und Mediengeschichte, der aus den Archiven der deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD) und Sundarams Privatarchiv stammt. Sundaram steht dabei als Autor im Mittelpunkt, der journalistisch Stellung bezieht: zu Internationalismus und Dekolonisation, zur Klassenfrage, zu Rassismus und Migration, zu indischer und deutscher Politik.
Zu den Referentinnen:
Merle Kröger lebt als Roman- und Filmautorin in Berlin. Gemeinsam mit dem Filmemacher Philip Scheffner entstehen ab 2007 dokumentarische Kinofilme. In ihren Romanen verbindet Kröger historische Recherche, persönliche Geschichte und politische Analyse mit Elementen der Kriminalliteratur. Als Kuratorin des transnationalen Kulturprojektes Import Export. Kulturtransfer zwischen Indien und Deutschland, Österreich (2005) beginnt sie eine langjährige Zusammenarbeit mit Navina Sundaram.
Rubaica Jaliwala, freiberufliche Lektorin und Übersetzerin von literarischen, künstlerischen und kulturellen Texten und Büchern, lebt in Mumbai und Berlin. Als Trainerin und Bildungsberaterin hat sie auf vier Kontinenten Workshops zu den Themen interkulturelles Lernen und Vielfalt, Antirassismus und Gender geleitet. Seit 2005 arbeitet sie mit pong film an der deutsch-englischen Übersetzung von Filmuntertiteln, Essays, Romanen und dem gesamten Archiv Die fünfte Wand mit seinen Filmen, Reportagen und Kommentaren. Außerdem hat sie Auszüge aus den Briefen von Navina Sundaram für Audioaufnahmen rezitiert.
Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Events zur Feier Der Fünften Wand, die in Delhi, Bangalore, Pune und Mumbai geplant sind.
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