Ein Festival des zeitgenössischen Films aus Deutschland
Der
IIC Film Club präsentiert in Zusammenarbeit mit dem
Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan eine Auswahl an zeitgenössischen Filmen aus Deutschland, die die multikulturelle Vielfalt des Landes widerspiegeln.
©mitosfilm
Mittwoch, 12. April 2023, 18:30 Uhr
HAUS OHNE DACH
Regie Soleen Yusef
2016, Farbe, 124 min
Die Geschwister Liya, die als Sängerin in einem Nachtlokal auftritt, Jan, dessen Frau ein Kind erwartet, und der Außenseiter Alan, alle im kurdischen Teil des Irak geboren, aufgewachsen in Deutschland, sind in ihr Geburtsland zurückgekehrt, um den letzten Willen ihrer verstorbenen Mutter zu erfüllen. Sie wollte in ihrem Heimatdorf neben ihrem Mann begraben werden, der während des Kriegs gegen das Regime Saddams ums Leben kam. Die Angehörigen in Kurdistan sind vehement dagegen. Die untereinander zerstrittenen Geschwister möchten den Wunsch ihrer Mutter erfüllen, entwenden den Sarg und begeben sich, von der wütenden Verwandtschaft verfolgt, mit einem Pickup auf eine schwierige Reise durch ein Land, in dem die Peschmerga gegen IS-Terroristen kämpft.
© filmfaust and Christian Kochmann
Montag, 17. April 2023, 18:30 Uhr
ORAY
Regie Mehmet Akif Büyükatalay
2019, Farbe, 100 min
Im Zorn brüllt Oray seiner Frau Burcu die islamische Scheidungsformel talaq auf die Mailbox – der Imam verordnet eine Ehepause für das jungverheiratete Paar, für die Oray zu Freunden zieht. Bald findet er Anschluss in einer neuen Moschee, deren Imam allerdings die Scheidungsformel strenger auslegt, als tatsächliche Scheidung. Oray zerreißt es förmlich zwischen der Liebe zu seiner Frau und der Verpflichtung, die er seinem Glauben gegenüber spürt.
© Komplizen Film
Mittwoch, 19. April 2023, 18:30 Uhr
EXIL
Regie Visar Morina
2020, Farbe, 121 min
Eigentlich bestens in Deutschland integriert, hat der aus dem Kosovo stammende Ingenieur Xhafer zunehmend das Gefühl, am Arbeitsplatz gemobbt zu werden – oder ist er nur hypersensibel? Ein spannendes Psychospiel über Identität, Zugehörigkeit und Entfremdung.
© Christian Schulz Schramm Film
Montag, 24. April 2023, 18:30 Uhr
UNDINE
Regie Christian Petzold
2020, Farbe, 90 min
Eine übernatürlich schöne Frau, die jeden Mann liebt, der sie ruft, ihn jedoch töten muss, wenn er sie verlässt – das ist der mythische Wassergeist Undine. An Land und bei den Menschen kann sie nur leben, wenn sie einen Geliebten hat. Christian Petzold nimmt sich dieses Stoffes an und versetzt ihn in die deutsche Gegenwart zwischen Berlin und Bergischem Land.
© Augenschein Filmproduktion
Mittwoch, 26. April 2023, 18:30 Uhr
HOME
Regie Franka Potente
2020, Farbe, 100 min
Die Schauspielerin Franka Potente hat ihren ersten Langfilm als Regisseurin gedreht, stilistisch und inhaltlich exquisit. HOME hat klar strukturierte Bilder, die viel Leere zeigen, und neben der Leere die verwahrloste amerikanische Unterschicht. Erzählt wird von einem Mann, der nach fast 20 Jahren Gefängnis in seinen Heimatort in Kalifornien zurückkehrt. Dort hat er als Jugendlicher eine Frau getötet, jetzt hat er die Strafe dafür verbüßt. Das allerdings sehen die Bewohner der Kleinstadt anders. Und genau da erzählt Potentes Film gegen die Konvention: Von Schuld, von Rache, letztlich aber von Erlösung.
© Max Preiss
Donnerstag, 27. April 2023, 18:30 Uhr
TOUBAB
Regie Florian Dietrich
2020, Farbe, 96 min
Wenn zwei heterosexuelle Ghettobuddys plötzlich heiraten müssen, um den einen vor der drohenden Abschiebung nach Afrika zu bewahren, dann ergibt das eine ebenso bissige Komödie, wie einen nachdenklichen Film über Migrationspolitik, rassistische und sexistische Vorurteile.
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