Logo Goethe-Institut

Max Mueller Bhavan | Indien

|

18:00 Uhr, IST

Mahal (1949)

Film|Regal Cinema, Mumbai

Mahal (1949) Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Mumbai, Poster

Regie: Kamal Amrohi | 165 Min. | 35 mm

"Mahal" (1949) von Bombay Talkies, die das Genre des Bombay Gothic in das Hindi-Kino einführte, ist nach wie vor ein wegweisender Film, der eine Vorlage für Gothic- und Reinkarnationsfilme im Hindi-Kino schuf. Der Film, der das Regiedebüt von Kamal Amrohi darstellt, zeigt Ashok Kumar als Anti-Held Hari Shankar und Madhubala als Asha/Kamini in einer Liebesgeschichte voller Dunkelheit und Besessenheit. Madhubala, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Films noch relativ unbekannt war,erschien als Newcomerin und verführerische Fremde noch geheimnisvoller. Der Film verschaffte auch der ätherischen Stimme von Lata Mangeshkar einen großen Durchbruch.

Stilistisch wird der Einfluss des Films durch die reich strukturierte und komplizierte Kinematographie und das einfallsreiche und eindringliche Sounddesign gemildert. Die eindrucksvollen Hell-Dunkel-Kompositionen des Kameramanns Josef Wirsching und die fließenden Kamerabewegungen, die die Dekadenz des feudalen Herrenhauses zeigen, verstärken die unheimliche Kulisse und die Unheimlichkeit des Raums und des Films. Die Filmwissenschaftlerin Meheli Sen stellt fest, dass "Mahal" eine besonders interessante Interpretation des Gothic im Hindi-Kino ist, weil er in einer Zeit des Übergangs entstand, als die industriellen und formalen Zwänge des Bombay-Kinos noch nicht zu ihren ernsthaften nehruvianischen Formen zusammengewachsen waren.

Der Film wird in der 35-mm-Fassung vorgeführt.