Filmfestival Bangalore Queer Film Festival 2023

BQFF 2023 © Bangalore Queer Film Festival

Sa, 05.08.2023 –
So, 06.08.2023

9:30 Uhr – 22:15 Uhr

Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Bangalore

Queer Cinema, das mit LGBTQ+ Themen experimentiert

Wir freuen uns, auch dieses Jahr mit dem Bangalore Queer Film Festival (BQFF) zusammenzuarbeiten und ein Paket von vier Filmen aus dem Archiv des Arsenal - Institut für Film- und Videokunst bei der 13. Ausgabe des Festivals zu präsentieren. Das Festival eröffnet am 4. August 2023 in Alliance Française und findet am 5. und 6. August in Bhavan statt. 

Das BQFF ist ein seit 2009 jährlich stattfindendes, von der Community finanziertes, kollektiv organisiertes und eintrittsfreies Filmfestival in Bangalore, Indien. Das BQFF ist ein wichtiger Weg, um den queeren Gemeinschaften und der Öffentlichkeit in Bangalore experimentelle, zeitgenössische, archivierte und/oder auf soziale Gerechtigkeit ausgerichtete Filme und Videokunst von queeren Filmemachern aus der ganzen Stadt, dem Land und der Welt vorzustellen. Das BQFF setzt sich für die Verbreitung des queeren Kinos ein, mit einem Schwerpunkt auf Filmen aus nicht-westlichen Ländern, Filmen von unabhängigen Filmemachern, populärem Kino, das mit LGBTQ+-Themen experimentiert, und experimentellen, radikal queeren Filmen, die unsere Vorstellungen von guter Ästhetik erweitern. Neben dem Filmprogramm bietet das Festival auch Kunst- und Fotoausstellungen, Dichterlesungen, Drag-Acts sowie Tanz- und Theateraufführungen von queeren Künstlern. 

Arsenal Archiv Film Packet @ BQFF 2023:
Mondial 2010-BQFF 23 © Roy Dib Mondial 2010

Roy Dib
Libanon | 2014 | 19 Min. | Arabisch mit englischen Untertiteln
Freitag 4. August, 11:40 Uhr | Alliance Française

Ein libanesisches schwules Paar beschließt, einen Road Trip nach Ramallah zu machen. Der Film wird mit ihrer Kamera aufgenommen, während sie ihre Reise dokumentieren. Das Publikum wird durch die Gespräche des Paares in das Universum einer vergehenden Stadt eingeladen. Mondial 2010 ist eine Diskussion über die institutionellen Grenzen im heutigen Nahen Osten. Der Film nutzt Video als Mittel, um Grenzen zu überschreiten, die den Menschen gesetzt sind. Es ist ein Wanderfilm mit zwei männlichen Liebhabern in einer Umgebung, in der Homosexualität unter Strafe steht, in einer Bahn, die das Reisen nicht erlaubt.

Between von Claudia Schillinger@BQFF 23 © Claudia Schillinger Between
Claudia Schillinger
1989 | 7 Min. | kein Dialog
Samstag 5. August, 17:25 Uhr | Bhavan

Between ist ein Versuch, sexuelle Phantasien zu zeigen und ihnen eine spezifische filmische Form zu geben."Ein Sommernachmittag voller Tagträume. Sexuelle Fantasien verkörpern sich in schwarzweißen Bildern androgyner Körper. (…) Between setzt auf lustvolle Fragmentierung des Körpers, surreale Szenenfolge und eine ambivalente Symbolik. Die Lust an einer eigenwilligen Inszenierung des Körpers dominierte den Zeitgeist der 1980er Jahre." - Rudolf Frieling

Sexparty by Angelika Levi@BQFF 23 © Angelika Levi Sexparty
Angelika Levi
Niederlande, Deutschland | 1987 | 7 Min. | Stummfilm
Samstag 5. August, 17:35 Uhr | Bhavan

„Vieles von dem, was die Frauen auf einer Party in der Punk- und Hausbesetzerinnenszene filmten, ging im Kodak Filmlabor „verloren“. SEXPARTY bleibt demnach unvollendet, ein Fragment, und als solches könnte man sagen, ein Zeugnis der Prekärität queerer Kultur.“ - Marc Siegel.

Untitled Sequence of Gaps von Vika Kirchenbauer@BQFF 23 © Vika Kirchenbauer Untitled Sequence of Gaps
Vika Kirchenbauer  
2020 | 13 Min. | Englisch
Sonntag 6. August, 09.10 Uhr | Bhavan

Das nicht sichtbare Lichtspektrum – das, was gefühlt, aber nie gesehen wird – wird in diesem, aus kurzen Vignetten unterschiedlicher Technik und Materialität komponierten Essayfilm zum Mittel der Annäherung an traumabedingten Gedächtnisverlust. Gewalt und ihre Mechanismen, Klasse und Queerness werden dabei nicht mittels Repräsentation, sondern von innen heraus betrachtet. Der Film verbindet planetarische Makroperspektiven, physikalische Phänomene und individuelle Berichte über affektive Subjektbildung.

Eintritt frei! Anmeldung ist obligatorisch.

Zurück