Workshops & Filmvorführungen PSBT Open Frame Filmfestival 2017

PSBT Open Frame Filmfestival © PSBT © PSBT

Dokumentarfilm-Workshops: Mittwoch, 13. & Donnerstag, 14. September 2017, unterschiedliche Zeiten | Filmvorführungen: Mittwoch, 13. – Dienstag, 19. September 2017, unterschiedliche Zeiten

India International Centre (IIC), 40, Max Mueller Marg


New Delhi

Das Open Frame Filmfestival 2017 des Public Service Broadcasting Trust (PSBT) stellt Fragen und treibt den Diskurs voran – sowohl in Bezug auf die Form des Dokumentarfilms selbst, als auch auf die sich wandelnden sozio-politischen Rahmenbedingungen, unter denen Dokumentationen produziert werden. Das Festival untersucht Dokumentarfilme und visuelle Darstellungsformen als kreative Ausdrucksweisen, Mittel der Recherche und Investigation, Interventionsstrategien für sozialen Wandel, machtvolle Alternativen zu dominanten Narrativen, Stimmen gesellschaftlicher Randgruppen und Manifestationen einer unabhängigen künstlerischen Praxis.

Am 13. und 14. September präsentiert der PSBT Workshops zur Dokumentarfilmpraxis, die sich der vielschichtigen und veränderlichen Bedeutung des Dokumentarfilms widmen und der Frage, wie sich diese Filmform auf kreative Weise einsetzen lässt, um Geschichten zu erzählen.

Am 15. und 16. September präsentieren wir in Zusammenarbeit mit Doordarshan, INPUT und dem Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan, Neu Delhi, die besten Filme und Programme der 'International Public Broadcasters' Conference 2017'  in Griechenland. Die Veranstaltung untersucht die Rolle des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und der Medien in Bezug auf  Meinungsbildung, Wissensvermittlung,der Förderung gesellschaftlichen Wandels und hinsichtlich ihres Potenzials, Dialoge zu eröffnen.

Als besonderen Höhepunkt zeigt der PSBT mehrere preisgekrönte und Oscar-nominierte Filme, darunter I am Not Your Negro von Raoul Peck, der die Rassenproblematik in den USA thematisiert und infrage stellt, wofür diese Nation heute steht.

Vom 17. bis zum 19. September wird eine Auswahl von PSBT-Filmen zu unterschiedlichen Themen gezeigt, die wichtige Fragen aufgreifen und uns herausfordern, Stellung zu beziehen: Warum sollten Frauen weniger Freiheiten, Wahlmöglichkeiten und Unabhängigkeit besitzen als Männer? Warum sind diejenigen, die ihre Freiräume einfordern, „schlechte“ Frauen?  Warum sind manche Menschen Bürger zweiter Klasse? Wie werden unterschiedliche Geschichtsschreibungen produziert, aufgezeichnet und erfunden? Sind Drogenkonsumenten kriminelle und moralisch verkommene Menschen? Wie leben Witwen, die nur noch auf den Tod warten, an den Ufern des Ganges? Welchen Einfluss haben Kasten-, Klassen- und Geschlechterpolitik auf unseren Alltag, unsere Einstellung und Wahrnehmung? Wie gehen Menschen mit Traumata und den Folgen von Gewalterfahrungen um? Wie ersetzen dominante Narrative die unterschiedlichen Geschichten von Menschen? Inwiefern ist die Kunst eine politische Ausdrucksform? Wie spiegeln sich Vergangenheit und Gegenwart in der Landschaft wider? Wie wird Musik zum heiligen Gebet, zur Einkommensquelle oder zum Balsam für ein gebrochenes Herz? Weshalb müssen wir alte Traditionen am Leben erhalten, und wie kann uns das gelingen? Warum werden manche Kunstformen als minderwertig und vulgär erklärt? Wie können wir und warum müssen wir randständige Kunsttraditionen und Ausdrucksweisen erhalten?

Through the programming this year, we emphasise the need to keep asking questions, of ourselves and others, and being open to new ways of looking, listening and believing. Questions are instruments and agents of comment, empathy, support, subversion and change. They deepen and enrich our understanding of the world and allow us to hear voices other than our own. The power to transform is inherent to the practice of asking questions. It introduces us to the dynamism and diversity of people, ideas, praxis, possibilities, histories and stories. It signifies unlearning as much as it is about learning. It is questions, often the simplest ones, which catalyse the biggest movements and moments for affirmative and progressive change, stimulate constructive conversations, allow the expression of solidarities, disrupt existing power structures, critique our privileges and entitlements, make power accountable, and train us in being accepting and welcoming of difference. Asking questions is as much our responsibility as it is our prerogative, in making sense of our worlds. #KeepAskingTheQuestions!

 

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