Ausstellung / Workshop Body – A – Fair

Body – A – Fair © Nikita Teresa Sarkar

Mo, 20.04.2020 -
Di, 28.04.2020

Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata

Park Mansions, Gate 4
57A, Park Street
700016 Kolkata

Ein Projekt von Nikita Teresa Sarkar
 
Das Projekt hat die Absicht, das Verständnis über den ,Körper‘ in verschiedenen mit ihm verbundenen Berufen zu erforschen und diese Gespräche dem Kontext gemäß zu verändern, um Wachskerzen herzustellen. Das Projekt besteht aus einem Workshop und der Ausstellung der in ihm gestalteten Werke. Die Leiter*innen des Workshops werden Expert*innen aus der Körperindustrie sein, allerdings aus Bereichen, in denen Schönheit auf verschiedene Arten hinterfragt wird. Der Schwerpunkt des Workshops wird auf unterschiedlich entstandenen Schönheitskonzepten liegen – nicht auf der weltlichen Definition, sondern auf individuellen Vorstellungen darüber. Es ist wichtig, die Faktoren anzuerkennen, die unsere Wahrnehmung von Schönheit bestimmen und die verschiedenen Perspektiven der Workshop-Teilnehmenden auf Schönheit anzuerkennen. Die Teilnehmenden des Workshops werden versuchen, diese Faktoren durch die unterhaltsame Aktivität der Kerzenherstellung zu erkunden. Die so produzierten Kerzen sollen an unterschiedlichen Orten des Veranstaltungsraums platziert werden, sodass sie nach einiger Zeit schmelzen und ihre Formen verändern– genau wie die ständig wechselnden Schönheitsideale.

Während des Workshops über Kerzenherstellung werden die Anweisungen durch verschiedene Interviews entwickelt. Die Leiter*innen dieses Workshops werden Teil von Gemeinschaften oder Berufen sein, die sich nicht nach den gängigen Standards von Gender-Identität oder weitverbreiteten Schönheitsidealen richten.

Die Abschlussausstellung der Kerzen wird am 21. April 2020 um 18:30 Uhr für die Öffentlichkeit eröffnet. Die Künstlerin wird anwesend sein, um ihr Projekt vorzustellen und eine Diskussionsrunde zu führen. Die Werke werden bis zum 28. April 2020 täglich von 10 Uhr bis 18:30 Uhr (außer an Sonn- und Feiertagen) ausgestellt.

Nikita Teresa Sarkar hat einen Abschluss in Bühnenbildnerei und Theaterregie von der National School of Drama; sie arbeitet gerne in verschiedenen Disziplinen. Die Hauptanliegen ihrer Arbeit sind Gender und Nachhaltigkeit. Nikita interessiert sich brennend für Gender-Politik, Identitätskonstrukte, Wahrnehmung von Privilegien und Achtsamkeit und thematisiert diese Themen auch in ihrer Kunst. Ihre Arbeit wurde zudem von der Macht immersiver Erlebnisse beeinflusst, sie betrachtet ihr Publikum als aktive Teilnehmer*innen statt als passive Beobachter*innen. Sie studierte die Traditionen der Bauls und tibetischen Gesang und erforscht durch die Ästhetik dieser traditionellen Kunstformen die Bedeutung von Modernität in der Kunst und Beziehungsdynamiken zwischen Publikum und Performenden. Ihr Werk ist überwiegend ortsbezogen, wobei sie versucht, weniger bekannte Narrative eines Ortes miteinzubeziehen. Wenn sie nicht gerade Erfahrungen kuratiert, verbringt sie ihre Zeit in den Bergen, arbeitet an Zero-Plastik-Projekten in Schulen und praktiziert Techniken der Klangheilung.

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