Kunst The Blind Spot / The Blind Art

The Blind Spot © Reiko Shimizu and Lisa Myeong-Joo

Do, 12.03.2020 -
Fr, 20.03.2020

Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata

Park Mansions, Gate 4
57A, Park Street
700016 Kolkata

Ein Projekt von Reiko Shimizu

Das Projekt nahm seinen Anfang, als die Notwendigkeit für organisierten Kunstunterricht für die Blind Boys Academy erkannt wurde. Die Idee entstand aus der Frage heraus, welche Bedeutung bildende Kunst für eine blinde Person hat. Daraus entstand ein Raum, in dem blinde Jungen und andere gemeinsam kreative Prozesse erforschen können. Das Projekt dreht sich um die offene Erfahrung kreativer Vorgänge zusammen mit sehbehinderten und nicht-sehbehinderten Menschen.

Das Projekt möchte Erfahrungen schaffen, welche verschiedene Personen zum Austausch, Verstehen, Erlernen, Teilen, Akzeptieren, Erweitern und Aufbrechen von Mustern miteinbezieht.

Dabei sollen Antworten auf folgende Fragen gefunden werden: Wie fühlt es sich an, in unserer heutigen visuell-überladenen Welt keinen Sehsinn zu haben? Wie wirkt sich der Sehsinn auf uns als Individuen aus? Oder auf die Gesellschaft? Wie verhält es sich mit anderen Sinnen?

Das Projekt beginnt am Donnerstag, den 12. März 2020 ab 11 Uhr; jede*r ist dazu eingeladen, im Verlauf des Tages mit den blinden Künstler*innen in Kontakt zu treten und gemeinsam Kunstgegenstände zu erarbeiten. Die Aktivitäten werden auf einem speziell zugewiesenen ,blinden Fleck' im Gebäude des Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata abspielen.

Das Projekt findet bis zum 20. März 2020 täglich von 11 Uhr bis 18:30 Uhr (außer an Sonn- und Feiertagen) statt.

Alle sind herzlich dazu eingeladen, den ,blinden Fleck' anzulegen und ihre/seine jeweiligen Kunstwerke überall am Veranstaltungsort auszustellen.

Der Austausch mit den blinden Studierenden findet nur am Donnerstag, dem 12. März 2020 von 10 Uhr bis 18:30 Uhr und am Samstag, dem 14. März 2020 von 11 Uhr bis 18:30 Uhr statt.

Zu den Interaktionen an beiden Tagen zählen gemeinsame Übungen, Ideenaustausch und die gemeinsame und kreative Äußerung dieser Ideen.

Die Künstlerin wird während des gesamten Zeitraums anwesend sein, um ihr Projekt vorzustellen.


Reiko Shimizu wurde als Enkelin eines buddhistischen Mönchs in Japan geboren. Im Alter von 14 Jahren wurde sie für die höhere Schulbildung in die USA geschickt. Danach studierte sie Bildende Kunst in New York City. Zurück in Japan beschloss sie nach einigen Jahren, Indien zu bereisen, wo sie ihren derzeitigen Ehemann traf. Gemeinsam mit ihm  zog sie nach Brasilien, wo sie sich niederließ und vier Söhne bekam. Als ihre Söhne das Jugendalter erreichten, zog sie mit ihnen auf der Suche nach einem spirituellen Leben und höherer Bildung zurück nach Indien. Seit ihrer Rückkehr 2012 lebt sie in Indien. Ganz gleich wie viel sie reiste, hörte sie nie auf, im Einklang mit ihren Lebensabschnitten Kunst zu schaffen. Dadurch befand sich die Art und Weise, wie sie mit Kunst umgeht und diese ausübt, in ständigem Wandel. Nichtsdestotrotz blieb das zentrale Thema ihrer Kunst immer gleich: das Wesentliche im Leben.

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