Erbil Grenzenlose Musik

Open Air Konzert „Hani und das Babylon Orchester aus Berlin“
Goethe-Institut, Verbindungsbüro Erbil

Open Air Konzert „Hani und das Babylon Orchester aus Berlin“

Ein musikalischer Abend, der über geographische und musikalische Grenzen hinweg das Publikum begeisterte.
 
Auf Einladung des Goethe-Instituts Irak standen am 25.04.20118 die in Berlin lebende kurdische Sängerin Hani Mojtahedi, die Musiker Mikhail Tangian, Damian Bačikin, Uğur Göregen und Valentin Leander Link des Babylon Orchesters Berlin und das Kurdistan Orchester des Kulturministeriums der KRI gemeinsam auf der Open Air Bühne über den Dächern der Stadt.
 
Das Konzert fand als Kooperation zwischen dem Generalkonsulat der BRD in Erbil und dem Goethe-Institut statt und wurde auch vom Kulturministerium der KRI, der High Commission for Erbil Citadel Revitalization (HCECR) und BMW unterstützt.
 
Die Zitadelle, das historische Wahrzeichen Erbils und Unesco Weltkulturerbe, bot eine pittoreske Kulisse für die mehr als 400 geladenen Gäste. Das Kurdistan Orchester eröffnete den musikalischen Abend mit traditionell kurdischen Klängen. Danach hieß es Bühne frei für Hani, die in der kurdischen Region einen sehr hohen Bekanntheitsgrad besitzt und somit auch für den entsprechenden Glamour sorgte. Begleitet wurde Hani von Musikern des Babylon Orchesters Berlin, die sich seit nunmehr 2 Jahren der Aufgabe gewidmet haben, Grenzen musikalisch zu überwinden und verschiede Kulturen und Musikstile in einen Dialog einzuladen. So überraschte es nicht, dass sie mit Kontrabass, Synthesizer, Violine, Trompete und variantenreicher Perkussion den idealen und höchst diversen Klangteppich für die ausdrucksstarke Stimme Hanis zu gestalten wussten. Das Publikum war begeistert.
 
Der Abend fand seinen stimmigen Abschluss auf dem anschließenden Empfang im Textilmuseum. Umgeben von den visuell ansprechenden Ausstellungsstücken wurden Getränke und Häppchen gereicht. Angeregte Gespräche und spontane Musikeinlagen unterhielten die Gäste noch bis nach Mitternacht.
 
Am 26.04.2018 folgte ein Besuch der Musiker im Camp Qshtapa, wo Hani und das Babylon Orchester vor den syrischen Einwohnern des Camps, in dem das Goethe-Institut Irak seit 2016 im Rahmen mehrerer Flüchtlingsprojekte tätig ist, ein Sonderkonzert gaben. Über 150 Kinder des Camps nutzten die Einladung der Musiker, auf die Bühne zu kommen und machten das Konzert so zu einem sehr familiären Ereignis, in dem die Grenze zwischen Publikum und Künstlern schlichtweg nicht mehr existierte, als auch die jungen Talente ans Mikrofon das Mikrofon übernehmen durften und bis auf Tuchfühlung an die Musiker gingen.