Erbil Lesung mit Najem Wali

Lesung mit Najem Wali
Goethe-Institut, Verbindungsbüro Erbil

Von Macht, Scheinheiligkeit und Rebellion in einer hemmungslos korrupten Gesellschaft.

Sara, Anfang zwanzig, steht am Krankenbett ihres Onkels. Scheich Yussuf al-Ahmad ist der Chef der „Behörde für die Verbreitung der Tugendhaftigkeit und der Verhinderung von Lastern“, ein Salafist, der zum Heiligen Krieg aufruft und junge Bräute an Dschihadisten vermittelt. Er hat Saras Leben zerstört – nun ist sie aus der Verbannung in London zurück und sinnt auf Rache. Najem Wali, Autor einer „Prosa von Weltrang“ (taz), erzählt von einer Gesellschaft von Superreichen, die absurder und verdorbener nicht sein könnte. Es ist die Geschichte einer mutigen Frau in Saudi Arabien, die aufbegehrt gegen Scheinheiligkeit und Gewalt und um ihre Freiheit kämpft.
Auszug aus der Buchbeschreibung  des Hanser Verlags
 
Najem Wali, 1956 im irakischen Basra geboren, flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. Heute lebt er als freier Autor und Journalist in Berlin. Er war lange Zeit Kulturkorrespondent der bedeutendsten arabischen Tageszeitung Al-Hayat und schreibt regelmäßig u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit.
 
Diesen März reiste Najem Wali auf Einladung des Goethe-Instituts in den Irak und präsentierte seinen neuesten Roman auf einer Lesereise in Erbil und in Duhok. Gelesen wurde auf Arabisch und Deutsch, im Zitadellencafe in Erbil, im Schriftstellerverband in Duhok  und im Dolce Vita Cafe in Erbil. Nach der Lesung kam es bei jeder Veranstaltung zu angeregten Diskussionen mit dem literaturinteressierten Publikum zu der Aktualität des Buches und dem Stand der arabischen Literatur im Allgemeinen.