Flüchtlingsarbeit Ideas Box Irak

Ideas Box Irak
Haydar Aziz

Durch plötzlichen Krieg und Vertreibung müssen Menschen oft nicht nur ihr gewohntes Hab und Gut zurücklassen. Vielen wird dadurch auch der Zugang zur Bildung entzogen. Mit dem Projekt IDEAS BOX (IDB), in Kooperation mit BSF, wird Bildung in den Camps mobil und für alle zugänglich gemacht.

Die vier bunten Boxen lassen sich überall und jederzeit in weniger als 20 Minuten aufstellen. Die unscheinbaren Quadrate bieten Stauraum für Laptops, Tablets, Kameras, einen Fernseher, Tische und Stühle sowie einer mobilen Bibliothek mit Platz für über 250 Büchern. Zusätzlich befindet sich in der IDB ein Server mit W-Lan, der von BSF in Frankreich betrieben wird. Hierauf befinden sich die verschiedensten Programme, E-books und Spiele.

Anfang des Jahres 2017 hat das Goethe-Institut die Boxen in den Irak geholt. Kinder und Jugendliche aus dem Debaga Camp in Erbil nutzen die Boxen seither im Alltag und als zusätzliches informelles Bildungsangebot. Betreut werden sie hierbei von zwei IDB Managern mit pädagogischen Erfahrungen, die verschiedene Workshops mit den Boxen anbieten. Die meisten Jugendliche haben durch die IDB zum ersten Mal ein Tablet in der Hand halten dürfen und lernen wie man mit einem Computer umgeht. Die IDB ist immer wieder ein Rückzugsort für die BewohnerInnen im Camp um in Ruhe zu lesen, sich mit anderen zu treffen oder einfach nur im Internet zu surfen. Durch die vielen verschiedenen Module der IDB sind kaum Grenzen gesetzt, unterschiedliche Angebote in die Camps zu bringen.

Ziel

Ziel ist es, Bildung in den Camps mobil und für alle zugänglich zu machen, besonders für Kinder und Jugendliche, die durch den Krieg kaum oder gar nicht zur Schule gehen konnten. Durch die verschiedenen Module können zahlreiche Kurse und Workshops für unterschiedliche Interessengruppen angeboten werden. Somit haben die Menschen im Camp ein Werkzeug in der Hand, mit dem sie ihr Wissensdurst und ihre Bedürfnisse stillen können. Das kontinuierliche Angebot hilft den Camp BewohnerInnen, sich nach Beendigung des Krieges wieder in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren.