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Guan Eden

Der Irak hat zunehmend mit Umweltproblemen wie Luft- und Wasserverschmutzung zu kämpfen und dennoch tritt der Umweltschutz gegenüber anderen politischen Herausforderungen meist in den Hintergrund. Dabei leidet ein immer größerer Teil der Bevölkerung zunehmend an Belastungen durch die massive Umweltverschmutzung. Das Projekt „Guan Eden“ setzt hier an und möchte irakische Umweltaktivistinnen und -aktivisten sowie Künstlerinnen und Künstler an einen Tisch bringen. Gemeinsam sollen sie Strategien entwickeln, um die die Generation von morgen, nämlich Kinder im Grundschulalter, für Umweltthemen zu sensibilisieren.

Guan Eden© Goethe-Institut

Nach Jahren des politischen Konfliktes sind Sicherheit und Stabilität im Irak von höchster Priorität. Doch während diese dringenden Themen die politischen Agenda bestimmen, gerät der Umweltschutz zusehends in Vergessenheit – dabei stellt die Umweltverschmutzung viele Menschen im Irak bereits heute vor existenzielle Herausforderungen. Wegen mangelnder Umweltstandards trägt beispielsweise die Erdölförderung massiv zur Luft- und Wasserverschmutzung bei, die vor dem Hintergrund der ohnehin akuten Wasserknappheit im Irak besonders verheerend ist. Zivilgesellschaftliche Initiativen sind durchaus bereits im Umweltbereich aktiv, mitunter in Form von lokalen Organisationen und NGOs. Jedoch fehlt es ihnen an den nötigen finanziellen Mitteln sowie Zugang zu staatlichen Institutionen, um Reichweite und politische Durchsetzungskraft zu erlangen.

Mit dem Projekt „Guan Eden“ hat sich das Goethe-Institut daher zum Ziel gesetzt, eine Brücke zwischen irakischen Umweltaktivistinnen und -aktivisten, Künstlerinnen und Künstlern, sowie Schülerinnen und Schüler staatlicher Schulen zu bauen. Hierzu entwickeln lokale Aktivistinnen und Aktivisten im Umweltbereich sowie Künstlerinnen und Künstler gemeinschaftlich kreative Umweltschutzkampagnen, welche kindgerecht an staatlichen Grundschulen im Irak eingesetzt werden können. Konkret sollen dabei Umweltaktivistinnen und -aktivisten das inhaltliche Know-How einbringen, während Künstlerinnen und Künstler die artistische Ausgestaltung der Kampagnen und den kindgerechten Zugang zu diesen Themen übernehmen. Gleichzeitig soll dieser Prozess aber auch Vertreterinnen und Vertreter des staatlichen Bildungssystems einbinden. Dadurch kann ein nachhaltiger Dialog zwischen Aktivistinnen und Aktivisten sowie Entscheidungsträgerinnen und -trägern entstehen und eine Einführung von Umweltkampagnen an Grundschulen erfolgen.

Das Projekt setzt hierzu auf verschiedenen Ebenen an: Die Einrichtung eines Förderfonds soll die finanziellen Mittel bereitstellen, die für die Umsetzung von Aufklärungskampagnen benötigt werden. Interessierte Aktivistinnen und Aktivisten sowie Künstlerinnen und Künstler können sich im Tandem mit ihren Ideen auf eine Förderung ihrer Kampagnen bewerben. Gleichzeitig finden jedoch auch Qualifizierungsmaßnahmen statt, welche die Teilnehmenden bei der Umsetzung ihrer Kampagnen begleiten sollen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Umweltinitiativen sollen dabei Anregungen für die inhaltliche Gestaltung kindgerechter Umweltkampagnen erhalten. Gleichzeitig sollen die Workshops Künstlerinnen und Künstler befähigen, zur optischen Gestaltung dieser Kampagnen beizutragen.

Schließlich sollen zivilgesellschaftliche Initiativen im Umweltbereich sowie Künstlerinnen und Künstler bei einer Netzwerkkonferenz miteinander in Dialog treten. Ziel ist es dabei, Handlungsempfehlungen für die Bildungspolitik zu erarbeiten, die zu einer altersgerechten Umweltaufklärung beitragen können. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in der Folge die Grundlage für einen Dialog zwischen Aktivistinnen und Aktivisten sowie den Bildungsträgern darstellen.

 „Guan Eden“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert durch das Auswärtige Amt.

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