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5 Fragen an... Marina Grillo, InternoStorie
Warum heute noch Buchblogger*in werden?

Buchcover
© InternoStorie | Foto: Marina Grillo

Von Sarah Wollberg

Auf ihrem Blog internostorie.it und auf ihrem Instagram-Account @internostorie postet Marina Grillo Bilder und Beiträge zu den Büchern, die sie gerade liest. Ihre Interessensschwerpunkte sind nordische Literatur, italienische Literatur des 20. Jahrhunderts und Reiseliteratur. In diesem Interview verrät sie uns, wieso es sich lohnt, am Projekt „Buchblogger*in 2022“ teilzunehmen und für das Goethe-Institut auf die Frankfurter Buchmesse zu fahren. Sie wird es nämlich sein, die gemeinsam mit den anderen Jurymitgliedern Francesca Mancini und Antonio Prudenzano, den*die Gewinner*in auswählt.

Wie ist dein Buchblog entstanden?

Vor Interno Storie bloggte ich auf einer anderen Seite, die auch von mir war. Dieser Blog war keinem bestimmten Thema gewidmet. Als mir dann auffiel, dass sich die jüngsten Posts zunehmend auf Bücher bezogen, beschloss ich, mich ganz darauf zu konzentrieren. Das war im fernen Jahr 2013 und seither habe ich nie damit aufgehört.

Für welche Literatur kannst du dich so richtig begeistern?

Ich habe gewisse Lieblingsautor*innen, wie Mario Rigoni Stern und Astrid Lindgren. Ich versuche aber, diesbezüglich nie zu übertreiben, weil dann die Gefahr droht, dass es langweilig wird oder Erwartungen sofort erfüllt werden müssen.

Was Genres angeht, liebe ich zweifellos die nordische Literatur, die italienische Literatur des 20. Jahrhunderts – eine wahre Goldgrube in Bezug auf vergessene Schriftstellerinnen – und Reiseliteratur. Aber ich schätze auch Sachbücher zu diesen Themen oder zum Umweltschutz.

Was ich seit einiger Zeit lese, entspricht auch dem, wie ich mich persönlich verändert habe. Bücher, die ich vor zehn Jahren nicht einmal in die Hand genommen hätte, gehören jetzt zu denen, die mir die größte Stütze sind.

Wo findest du neuen Lesestoff?

Ich liebe es, regelmäßig die Kataloge der Verlagshäuser durchzusehen und mich dabei nicht nur auf die Neuerscheinungen zu konzentrieren. Einige Verlage setzen Themenschwerpunkte, um vergessene oder noch unentdeckte Bücher bekannt zu machen. Auch die Bücher selbst sind eine Inspirationsquelle, etwa wenn Texte zitiert werden. Die Bibliografie am Ende eines Fachtexts liefert weitere Anregungen.

Ich gehe auch oft in Bibliotheken, stöbere in den Regalen und klicke mich durch den Online-Katalog, in dessen umfangreichem Angebot ich mich gern verliere. Außerdem folge ich einigen Buchblogger*innen und Leser*innen, die in den sozialen Medien zu den von ihnen gelesenen Büchern posten und die zum Teil einen ähnlichen Geschmack haben. Ganz allgemein lasse ich mich gern von meinen Interessen und spontanen Impulsen leiten.

Was würdest du anderen raten, die mit dem Gedanken spielen, einen Blog zu starten?

In einer Zeit, in der die sozialen Medien klar die Vormachtstellung haben und die Informationslandschaft noch stärker zersplittern, ist es eigentlich Wahnsinn, einen Blog zu starten. Aber warum es nicht gerade deshalb versuchen?

Die sozialen Medien ermöglichen es, schnell eine große Reichweite zu erzielen, entwickeln sich aber auch rasch weiter. Da sie der Logik des Marketings, den Algorithmen und den Launen ihrer Gründer*innen unterworfen sind, ist ihr Schicksal schwer vorauszusehen. Ein Blog ist etwas Beständiges, eine Art Personalausweis, ein Zuhause. Hier zählen Konstanz, Kompaktheit, Engagement und Aufrichtigkeit.

Warum lohnt es sich, am Projekt „Buchblogger*innen 2022“ teilzunehmen?

Die Frankfurter Buchmesse, die wichtigste internationale Buchmesse, ist eine großartige Gelegenheit, um vor Ort zu sehen, wie die Akteur*innen der Branche arbeiten und was alles hinter einem Publikationsprojekt steckt: die Verlage, der Vertrieb, die Autor*innen und die Agent*innen. Wie ich bereits gesagt habe: Die Messe ist absolut international und die Bücher sind dabei das verbindende Element, das im Mittelpunkt steht.

Kurzum – es tut sich so einiges, jenseits der Alpen.

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