Schnelleinstieg:

Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)

Oma Trude
Energiesparen leicht gemacht

Oma Trude spart Energie
Energie sparen leicht gemacht! | © Illustration: Celine Buldun

Zuhause den Energieverbrauch senken, Kosten sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen – das wollen viele. Aber wie geht das? Ganz einfach, sagt Oma Trude, und präsentiert ein Bündel nützlicher Tipps.

Von Oma Trude

Ihr Lieben,
 
nach einigen erfrischenden Waldspaziergängen habe ich mich voller Tatendrang und mit dem Wunsch, Euch viel Nützliches zu bieten, mal wieder auf das Thema Energiesparen gestürzt – aus gegebenem Anlass.

Corona = Höherer Stromverbrauch

In den Nachrichten war letztens etwas über den gestiegenen Stromverbrauch während Corona zu hören. Ist ja nicht verwunderlich! Viele sitzen daheim im Lockdown, Schule findet teilweise im Kinder- statt im Klassenzimmer statt, und man geht nicht aus. Meine Tochter Silke und ihr Mann Olli können ein Liedchen davon singen. Deren Kinder Arthur und Emiliana „zocken“ an ihren Computern oder sitzen im virtuellen Klassenzimmer, es wird oft zweimal am Tag gekocht, abends laufen mehrere Filme gleichzeitig, das Licht brennt den ganzen Tag an den Heimarbeitsplätzen. Wasserkocher sowie Kaffeemaschine sind ständig in Benutzung. Das Ergebnis? Mehr Stromverbrauch.

Zahlen und Fakten

Mein Stromverbrauch ist seit Jahren konstant niedrig, meine Rechnungen sind so gut wie unverändert. Statt eines Kühlschranks habe ich eine große, kühle Speisekammer – zum Beispiel. Aber bei einem Vierpersonenhaushalt wie dem von Silke in Hamburg kommen auch ohne Pandemie schnell um die 4.000 bis 5.000 Kilowattstunden im Jahr zusammen. Zwischen 90 und 130 Euro monatlich ist in Deutschland von einem Vierpersonenhaushalt für Strom zu zahlen – abhängig davon, ob Warmwasser mit Strom erzeugt wird.
 
Die Stromkosten in den Privathaushalten steigen coronabedingt nun möglicherweise sogar um die 150 Euro im Jahr. Zwar geben wir weniger Geld aus, weil weder Biergarten noch Theater oder Kino aufhaben – leider! Aber darum geht es ja nicht ausschließlich. Wir wollen Energie sparen, um die Umwelt zu schonen. Auch eine Energiegewinnung, bei der wir am Ende Strom aus Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse oder Erdwärme beziehen können, belastet die Umwelt.

Meine Tipps für euch

Dabei ist es einfacher als gedacht, im Haushalt Strom zu sparen. Das ist mir bei der Recherche für diese Auflistung bewusst geworden. Wenn Eure Jahresendabrechnung also bald geringer ausfällt als vor der Pandemie, habt Ihr alles richtig gemacht. Und wenn Ihr auch nur einen meiner Tipps aufgreift, ist schon etwas gewonnen. Prinzipiell gilt: Energie können wir einsparen, indem wir Geräte mit einem niedrigeren Stromverbrauch nutzen. Und durch unser Nutzungsverhalten.
 
  • Mit einem Gerät mit der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ lassen sich angeblich bis zu 70 Euro im Jahr einsparen. Die Mehrkosten im Vergleich zu einem billigeren Gerät sind nach etwa zwei Jahren wieder drin. Besonders effiziente Geräte haben ein Siegel – macht Euch vor dem Kauf unbedingt schlau!
  • Nehmt möglichst viele Geräte vom Strom, wenn Ihr verreist, auch wenn's nur über’s Wochenende ist. 

Küche

  • Gießt Euren Kaffee in eine Thermoskanne, statt ihn auf der Warmhalteplatte der Kaffeemaschine stehen zu lassen.
  • Alle Geräte verbrauchen im Standby-Modus sehr viel Strom, angeblich bis zu zehn Prozent der gesamten Stromkosten. Schaltet also Euren Kaffeevollautomaten nach dem Espresso wieder aus und heizt ihn für die nächste Kaffeepause wieder hoch.
  • Verwendet zum Kochen frische Lebensmittel statt Tiefkühlkost – das spart viel Energie: bei der Herstellung von Produkten, bei deren Transport sowie bei der Lagerung im Supermarkt und bei Euch Zuhause.
  • Wählt den Standort Eures Kühlschrankes mit Bedacht. Neben einer Wärmequelle wie Herd oder Heizkörper verbraucht er mehr Strom, weil er mehr kühlen muss. Und beachtet die empfohlenen Richtwerte: Ein Kühlschrank sollte auf 7 Grad eingestellt sein, ein Gefrierschrank auf minus 18 Grad.
  • Ein Gas- oder Induktionsherd ist energiesparend.
  • Benutzt die Heiß- oder Umluftfunktion Eures Backofens, dann spart Ihr das Vorheizen und könnt in der Regel eine 20 bis 30 Grad niedrigere Backtemperatur wählen. Den Ofen könnt Ihr auch einige Minuten früher ausschalten und die Restwärme nutzen. Dass die nicht benötigten Backbleche während des Backens aus energetischen Gründen nicht im Ofen bleiben sollten, habt Ihr sicher schon gehört.
  • Wenn Ihr Wasser erhitzen wollt, benutzt einen Wasserkocher, und zwar nur mit der wirklich benötigten Wassermenge.
  • Euren Wasserkocher solltet Ihr regelmäßig mit Essigessenz oder Zitronensäure entkalken. Je mehr Kalk sich darin befindet, desto langsamer heizt er.
  • Eure Geschirrspülmaschine solltet Ihr immer richtig voll machen und das Energiesparprogramm wählen. So spart Ihr Strom, weil das Wasser weniger erhitzt wird. 

Haushalt

  • Eure Waschmaschine befüllt Ihr am besten immer vollständig – Eure Hand solltet ihr allerdings noch hochkant in die Trommel stecken können. Bis zu einem Drittel Strom spart Ihr mit der Wahl einer möglichst niedrigen Temperatur.
  • Wäschetrockner sind der Luxus unserer Zeit. Wenn Ihr einen habt, nutzt ihn doch künftig nur für Dinge, bei denen Euch Flauschigkeit wichtig ist. Je nasser die Kleidung, desto länger läuft übrigens der Trockner. Wer keinen Trockner verwendet, spart um die 300 Kilowattstunden im Jahr, also etwa 100 Euro.
  • Wenn Ihr in LED-Leuchtmittel investiert, hat sich die Umrüstung in circa 1,5 Jahren amortisiert und Ihr zahlt fünf bis acht Mal so wenig für Eure Beleuchtung, Und schon jetzt: Auch an Weihnachten sollten LED-Lichterketten Eure erste Wahl sein. 

Technik

  • Mit einem Laptop verbraucht Ihr im Schnitt drei Mal weniger Strom als mit einem klassischen Schreibtisch-Computer. Seid Ihr im Homeoffice mit einem Laptop, zahlt ihr beispielsweise zwei Euro für Computer-Strom in sechs Wochen. Sechs Euro sind es für einen Desktop-Computer.
  • Es lohnt sich, den Energiesparmodus zu verwenden und auf einen Bildschirmschoner zu verzichten.
  • Euer Handy müsst Ihr seltener laden, wenn Ihr das GPS deaktiviert – auch wenn es nur im Hintergrund läuft, verbraucht es gehörig Strom.
  • Viel Strom spart Ihr, wenn Ihr abends Euren Fernseher, Receiver, Computer samt Monitor und den Drucker ebenfalls komplett vom Strom nehmt. Auf’s Jahr gesehen, kommt da eine Ersparnis von 400 Kilowattstunden zusammen.
  • Wenn Ihr nachts Eure WLAN-Empfänger wie PC, Handy oder Smart TV abschaltet, verringert Ihr den Stromverbrauch Eures Routers, der ein kleiner Stromfresser ist. Auch den WLAN-Repeater könntet Ihr nachts ausschalten.
  • Da viele an die Steckdose angeschlossene Geräte auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen, verwende ich mittlerweile abschaltbare Mehrfachsteckdosen mit Kippschalter. Das ist super praktisch und verschafft mir auch ein spannungsfreies Schlafzimmer. 
Wie Ihr seht, kann so mancher einfache Knopfdruck eine recht große Wirkung erzielen. Ich wünsche Euch gutes Gelingen bei der Umsetzung dieser oder weiterer Energiespartipps. Haltet durch und vor allem:

Bleibt gesund!
Eure Trude

Top