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Freiraum
Allied Aliens – in Mailand und Oslo

Allied Aliens | v.l.n.r.: Jan Bosse (Zuschnitt) © Fabian Schellhorn; Camara Joof (Zuschnitt) © Maria Gosse; Gama Kipulu (Zuschnitt) © Carlo Vespertino; Modou Gueye (Zuschnitt) © Laura Pandolfini
Allied Aliens | v.l.n.r.: Jan Bosse; Camara Joof; Gama Kipulu; Modou Gueye | Fotocollage © v.l.n.r.: Fabian Schellhorn; Maria Gosse; Carlo Vespertino; Laura Pandolfini

Was passiert, wenn drei Fremde einander auf einer Bühne das erste Mal begegnen? Zunächst wird sich jeder vorstellen, unweigerlich auch erzählen woher er oder sie kommt sowie Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten mit den anderen suchen und finden.

Von Elisa Costa

Und genau das ist es, was auch die drei Protagonisten des Theaterstücks Allied Aliens von Jan Bosse tun. Die drei „Aliens“ sind in diesem Fall die Norwegerin Camara Joof, Tochter gambisch-norwegischer Eltern, Modou Gueye aus Senegal, der seit 30 Jahren in Mailand lebt, und Gama Kipulu, eine Italienerin mit kongolesischen Wurzeln. Die Frage der Identität steht somit im Mittelpunkt dieser künstlerischen Performance, die von drei europäischen Bürgern mit afrikanischen Wurzeln improvisiert wird. Begleitet werden die drei Schauspieler, die einander zum Teil nicht kennen, dabei vom deutschen Regisseur Jan Bosse.

Laut Bosse versucht die Performance „zu zeigen, dass sich hinter jeder der Geschichten eine Vielzahl anderer, nicht erzählter Geschichten, Erfahrungen, Gedanken und Vorahnungen, Biografien, Zurückweisungen, Schmerz, ein ganzes Leben verbergen.“ Das Theaterstück wird damit zum Instrument, um „den weißen europäischen Zusehern neue Blickwinkel zu eröffnen.“ Wie? Indem es Fragen stellt, die „weitere Fragen aufwerfen, Antworten entstehen lassen und Geschichten erzählen, die Lust machen und Neugier wecken, weitere Fragen zu stellen“.
 
Dabei ist das Stück Allied Aliens selbst zugleich Antwort auf eine Frage, die Mailand und Oslo im Rahmen des Projekts Freiraum behandelten. Denn ausgehend von der gemeinsamen Auseinandersetzung mit dem Thema Migration und Integration landeten beide Städten letztlich bei derselben Frage: Was bedeutet es, sich im eigenen Land fremd zu fühlen? Deren Beantwortung übertrugen das Goethe-Institut Mailand und das Goethe-Institut Oslo in Kooperation mit ihren lokalen Partnern dem Theater. Projektpartner in Mailand ist der von überwiegend senegalesischen Mitbürgern gegründete Kulturverein Sunugal, in Oslo die Hedda Foundation, die sich mittels künstlerischer Projekte für die Menschenrechte stark macht.
 
Entstanden ist das Stück Allied Aliens im Theater Den mangfaldige scenen in Oslo, wo es im Mai 2018 aufgeführt wurde. Nur einen Tag hatte Jan Bosse damals Zeit, um die Schauspieler kennenzulernen und das Stück zu erarbeiten – eine Herausforderung, die der Regisseur gern angenommen hat. Im November setzt er das Projekt nun in Mailand, im Kulturzentrum Zona K fort.
  • Jan Bosse (Zuschnitt) © Fabian Schellhorn © Fabian Schellhorn
    Jan Bosse (Zuschnitt) © Fabian Schellhorn
  •  Camara Joof (Zuschnitt) © Maria Gosse © Maria Gosse
    Camara Joof (Zuschnitt) © Maria Gosse
  • Gama Kipulu (Zuschnitt) © Carlo Vespertino © Carlo Vespertino
    Gama Kipulu (Zuschnitt) © Carlo Vespertino
  • Modou Gueye (Zuschnitt) © Laura Pandolfini © Laura Pandolfini
    Modou Gueye (Zuschnitt) © Laura Pandolfini

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