Hausbesuch
Alina Bronsky

„Paradoxerweise fühle ich mich in Privaträumen Unbekannter offenbar nur dann wohl, wenn ich auch sprachlich eine Fremde bin.“
Aus: Alina Bronsky, Hausbesuch

Alina Bronsky Alina Bronsky | © Bettina Fürst-Fastré

Alina Bronsky, 1978 in Jekaterinburg geboren, lebt seit Anfang der 90er Jahre in Deutschland. Mit ihrem Debütroman Scherbenpark veröffentlichte sie bereits 2008 einen Bestseller. Er wurde für das Kino verfilmt, im Theater inszeniert und mehrfach für Preise nominiert. Es folgten unter anderem Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche (2010) und Nenn mich einfach Superheld (2013). Zuletzt erschien Baba Dunjas letzte Liebe (2015), das auf die Longlist des Deutschen Buchpreises aufgenommen wurde. Wie in vielen ihrer Bücher spielt das Thema Osteuropa auch in Baba Dunjas letzte Liebe eine wichtige Rolle. Der Roman handelt von einer Frau, die sich dazu entschließt ihr Leben in die Hand zu nehmen und dafür in ihr Heimatdorf in der Nähe von Tschernobyl zurückzukehren.

Alina Bronskys literarischen Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und die Rechte an ihren Romanen in 15 Ländern verkauft.

Nachgefragt

Welcher Moment bei den Hausbesuchen ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?  
   
"Es gibt viele solche Momente. Am aufregendsten war für mich die Frage, ob der große Backofen im Gemeinschaftshaus auf die richtige Temperatur eingestellt werden kann und ob der Zwiebelkuchen, der nach meiner Anleitung gebacken wurde, dann auch wirklich durch ist."  
  Alina Bronsky

 

Alina Bronsky in Turin