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Oma Trude
Datenschutz: Ich weiß, wo Du wohnst

Oma Trude am Computer
Oma Trude am Computer | Illustration: © Celine Buldun

Die Angst vor Datenklau und übermäßiger Datenspeicherung ist groß. Doch wie könnt Ihr Euch im Alltag dagegen wappnen? Oma Trude geht mit Euch auf Nummer sicher. 

Von Oma Trude

Ihr Lieben, mein Enkel Michi hat mir übers Smartphone Fotos von seinem Surfurlaub an der portugiesischen Algarve geschickt. Nicht schlecht, was der Junge so in den Wellen drauf hat! Ich selbst würde mir mit meinen 72 Jahren ja nicht mehr zutrauen, auf dem Brett zu stehen. Aber online surfen – darin bin ich mittlerweile Profi. So kann ich ständig von meinem gemütlichen Heimatort Hollenbach aus die Abenteuer meiner Enkel mitverfolgen – wo immer sie auch sind. Heute verrate ich Euch ein paar Kniffe, wie ich dabei meine Daten schütze.

Der Teufel steckt in den Metadaten

Fotografiert Ihr auch so viel mit Euren Smartphones wie mein Michi? Übrigens: In den Metadaten steht unter anderem, wann und wo Ihr Euer Foto gemacht habt. So kann man zum Beispiel rausfinden, wo Du wohnst, wenn Du ein Bild von Deinem Zimmer postest.

Nutzt Ihr Windows, könnt Ihr diese Daten fix loswerden, ehe sie online gehen: Mit der rechten Maustaste gelangt Ihr zu den Eigenschaften des Fotos. Dann ruft Ihr die „Details“ auf und haltet Ausschau nach „Eigenschaften und persönliche Informationen entfernen“. Auf einem Gerät von Apple geht Ihr über das „Fotos“-Programm, um Euch der geographischen Daten zu entledigen. Ganz nach meiner Faustregel: Weniger ist mehr.

Lieber Pflanzen- statt Datendschungel

Ich habe Euch in einem früheren Beitrag ja schon erzählt, dass ich eine wahre Pflanzenliebhaberin bin und einen kleinen Urwald in meinem Wohnzimmer zusammengetragen habe. Und trotz seiner Handybilder freue ich mich auf eine handfeste Postkarte von Michi für meine Kartenkollektion aus aller Welt. Aber bei digitalen Daten hört die Liebe zur Sammelei auf. Macht es doch wie ich und wählt beim Surfen das nächste Mal ein privates Fenster in Eurem Browser. Wenn andere nach Euch das Gerät nutzen, können sie nicht mehr prüfen, welche Webseiten Ihr aufgerufen und welche Daten Ihr dort eingegeben habt. Ihr könnt darüber hinaus zu einem VPN greifen – also  einem „virtuellen privaten Netzwerk“, das Euch und Eure Aktivitäten im Web unkenntlich macht.

Wollt Ihr auch wissen, wie Ihr bestehende Cookies loswerdet? Das sind Dateien, die Betreiber auf Eurem Gerät speichern, wenn Ihr auf ihren Seiten surft. Dadurch können sie Daten über Eure Internetnutzung sammeln. In Euren Browsern gelangt Ihr in der Regel über das Drop-Down-Menü zum Browserverlauf oder zu den Einstellungen, die wiederum zum Feld „Datenschutz“ führen (beim Internet Explorer läuft es über „Sicherheit“). Nun geht’s ans Löschen. In Google Chrome etwa heißt die Option „Browserdaten löschen“. Verseht dabei die Kategorie „Cookies“ mit einem Häkchen – ein paar Datenkrümel weniger.

Aber natürlich soll nicht alles im Internet unsichtbar sein. Wie wunderbar ist es etwa, dass ich mich mit Euch übers Web offen austauschen kann! Hinterlasst mir also gerne einen Kommentar mit Euren Gedanken zum Thema Datensicherheit.

Und eines ist nun wirklich sicher: Bald schreibe ich Euch wieder mit Ideen aus meinem Alltag! Also, bis demnächst im Netz.


 

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