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Die Start-up-Fabrik in Rom (und Mailand)
LUISS EnLabs

LUISS EnLabs
LUISS EnLabs | Foto: © Carlotta Rauch

In nur wenigen Jahren hat die Start-up Fabrik LUISS EnLabs über 55 Start-ups unterstützt und über 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Ihr Sitz befindet sich mitten in Rom, in einem der monumentalen Marmor-Korridore über dem Bahnhof Termini. Auf über 5.000 Quadratmetern treibt LUISS EnLabs hier im historischen Flügel des Bahnhofs die Gründung und Entwicklung innovativer Unternehmen voran.

Als Start-up-Accelerator fördert LUISS EnLabs seit 2013 neu gegründete Unternehmen mit einem Fünf-Monats-Programm, das sie bei ihren ersten Schritten unterstützt. Das Joint Venture der Universität LUISS und der börsennotierten Investmentgesellschaft LVenture Group hat bereits mehr als zehn Millionen Euro in italienische Start-ups investiert und weitere 30 Millionen externer Investoren vermittelt.

Allein im Jahr 2017 wurden in Italien über 8.000 Start-ups gegründet. Beginnen wir unseren Rückblick auf die Zeit nach der Weltwirtschaftskrise von 2008 also hier, mit ihrer Erfolgsgeschichte.

Start-ups als Antwort auf die Krise

Veronica Rinaldin führt uns vorbei an Gruppen junger Menschen, die im Accelerator Vollzeit an ihren Projekten arbeiten – ihr Durchschnittsalter liegt in etwa bei dreißig Jahren. Sie selbst ist als Social-Media- und Content-Managerin für die Online-Kommunikation von LUISS EnLabs verantwortlich.

„Das Phänomen Start-up ist eine Antwort auf die Krise. Traditionelle Berufe haben keine Perspektive und jungen Menschen fällt es heute – inspiriert von modernen Technologien, von Reisen und dem Kontakt zu unterschiedlichen Kulturen – leichter, selbst neue Formen der Arbeit zu „kreieren“. So entstehen Start-ups. Unser Core Business sind digitale Start-ups, das heißt, wir interessieren uns ausschließlich für Start-ups, die auf neue Technologien setzen und damit traditionelle Unternehmensprozesse revolutionieren.

Die Auswahlverfahren für die Teilnahme am Programm von LUISS EnLabs, dem größten Accelerator Italiens, finden zweimal jährlich statt. Sowohl hier in Rom, wo sich in Sachen Start-ups am meisten tut, als auch in unserer neuen Niederlassung in Mailand. In Rom agieren wir ‚horizontal‘, das Verfahren ist also für digitale Start-ups aus allen Bereichen geöffnet. In Mailand geht es nach Fachbereichen. Natürlich schaffen es nicht alle Start-ups, aber in unserem Fall liegt die Erfolgsquote bei 80 %. Das bedeutet, dass acht von zehn Start-ups am Ende des Förderprogramms Investitionen erhalten.“
 
  • In den Räumen von LUISS EnLabs Foto: © Carlotta Rauch
    In den Räumen von LUISS EnLabs
  • In kleinen Konferenzräumen entstehen große Ideen Foto: © Carlotta Rauch
    In kleinen Konferenzräumen entstehen große Ideen
  • Acht von zehn Start-ups erhalten am Ende des Förderprogramms Investitionen Foto: © Carlotta Rauch
    Acht von zehn Start-ups erhalten am Ende des Förderprogramms Investitionen
  • Ideenentwicklung in den Räumen von LUISS EnLabs Foto: © Carlotta Rauch
    Ideenentwicklung in den Räumen von LUISS EnLabs
  • Blick auf Roma Termini Foto: © Carlotta Rauch
    Blick auf Roma Termini
  • Die Marmorkorridore über dem Bahnhof Termini Foto: © Carlotta Rauch
    Die Marmorkorridore über dem Bahnhof Termini
Eure Arbeit beschränkt sich also nicht allein auf das Accelerator-Programm?

„Die LVenture Group nutzt zwei Wege, um in Start-ups zu investieren. Erstens über LUISS EnLabs, das zu Beginn des Förderprogramms 80.000 Euro zur Verfügung stellt und dann, wenn das Start-up nach Abschluss des Programms nach wie vor für den Markt interessant ist, gegebenenfalls weiter in das Projekt investiert. Der zweite Weg sind Unterstützungen von bis zu 250.000 Euro für bereits auf dem Markt etablierte Start-ups, die also schon Erfahrung haben, die vielleicht auch schon ein Förderprogramm genutzt haben, wenn auch nicht unbedingt bei uns. In unserem Portfolio finden sich eine ganze Reihe erfolgreicher Start-ups, die zum Teil hier, zum Teil woanders gegründet wurden, wie etwa Codemotion, Soundreef, Qurami, Manet Mobile, Moovenda oder Together Price.”

Junge, selbstbewusste Start-ups in Italien

Warum ist das Modell Start-up in Italien so erfolgreich?

„Dafür gibt es mehrere Gründe. Der erste, banalste Grund: Wenn du aus Italien kommst, ist es klar, dass du zuerst deinem Land eine Chance gibst. Hinzu kommt, dass der durchschnittliche Italiener in Zeiten der Krise dennoch immer die Kraft findet, sich wieder aufzurappeln. Drittens: Italien ist reich an Talenten, wir haben ein sehr gutes Hochschulsystem und auch in puncto Kultur, Gastronomie, Lifestyle und Technologie zählt Italien international zu den lebendigsten und wichtigsten Ländern. Wir finden in Italien also eine ganze Reihe an Kompetenzen, die für die Gründung eines Start-ups entscheidend sein können. Natürlich gibt es im Ausland mehr Kapital, wie etwa in den Vereinigten Staaten, beziehungsweise mehr Unterstützung von Seiten des Staates, wie in Frankreich. In Italien haben wir im Vergleich dazu vielleicht etwas weniger Investitionen, aber an mutigen jungen Menschen fehlt es uns nicht.

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