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Schaufenster Berlin
Orte für Kunst in Berlin

Roman Signer „Kitfox Experimental“, 2014, Installation im Kesselhaus des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin, 14. September 2014 – 28. Juni 2015
Roman Signer „Kitfox Experimental“, 2014, Installation im Kesselhaus des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin, 14. September 2014 – 28. Juni 2015 | Foto: © Jens Ziehe

In Berlin kommt es oft vor, dass verlassene und zum Teil heruntergekommene Bauten aufgewertet werden und sich zu neuen Kunstorten entwickeln. Wir zeigen ein ehemaliges Krematorium, eine frühere Transformatorenfabrik und eine Brauerei, die heute Kunst beherbergen.

Von Katerina Valdivia Bruch

Das silent green Kulturquartier

Vom Trauerort zum Ort für interdisziplinäre Kunst
 
  • Die Geschäftsführer von silent green, die Filmschaffende Bettina Ellerkamp und Jörg Heitmann, haben im Jahr 2013 das denkmalgeschützte Gebäude gekauft, renoviert und 2015 als Kulturquartier eröffnet. In den 90er Jahren gehörten sie zur Gruppe rund um den Verein <a href="http://www.medienkunstnetz.de/werke/botschaft-ev/bilder/1/" target=_blank>Botschaft</a>, der das ehemalige WMF-Gebäude im Ostteil Berlins besetzt hatte. Dank ihrer Erfahrung mit der Sanierung von alten Bauten, sind sie bewusst mit der Geschichte des Krematoriums umgegangen. Das Haus bietet heutzutage organisierte <a href="https://www.silent-green.net/fuehrungen/" target=_blank>historische Führungen</a> an. Eingang des ehemaligen Krematoriums Wedding | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Die Geschäftsführer von silent green, die Filmschaffende Bettina Ellerkamp und Jörg Heitmann, haben im Jahr 2013 das denkmalgeschützte Gebäude gekauft, renoviert und 2015 als Kulturquartier eröffnet. In den 90er Jahren gehörten sie zur Gruppe rund um den Verein Botschaft, der das ehemalige WMF-Gebäude im Ostteil Berlins besetzt hatte. Dank ihrer Erfahrung mit der Sanierung von alten Bauten, sind sie bewusst mit der Geschichte des Krematoriums umgegangen. Das Haus bietet heutzutage organisierte historische Führungen an.
  • Schwerpunkte des Hauses sind Bewegtbild, Bildende Kunst und Musik, verteilt auf 13 Mieteinheiten, unter anderem <a href="https://savvy-contemporary.com/" target=_blank>S A V V Y Contemporary</a>, die Galerie <a href="http://ebensperger-rhomberg.net/" target=_blank>Ebensperger Rhomberg</a>, das Musiklabel <a href="http://www.k7.com/" target=_blank>!K7</a>, das <a href="https://www.musicboard-berlin.de/" target=_blank>Musicboard Berlin</a>, das <a href="https://www.arsenal-berlin.de/living-archive/silent-green.html" target=_blank>Living Archive des Arsenal – Institut für Film- und Videokunst e.V.</a> oder das <a href="https://www.harun-farocki-institut.org/de/" target=_blank>Harun Farocki Institut</a>. Fassade des silent greens Kulturquartiers, Eingang über Gerichtstr. 35 in Berlin-Wedding. Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Schwerpunkte des Hauses sind Bewegtbild, Bildende Kunst und Musik, verteilt auf 13 Mieteinheiten, unter anderem S A V V Y Contemporary, die Galerie Ebensperger Rhomberg, das Musiklabel !K7, das Musicboard Berlin, das Living Archive des Arsenal – Institut für Film- und Videokunst e.V. oder das Harun Farocki Institut.
  • Die Kuppelhalle, einst Trauerort, wird heute für interdisziplinäre Veranstaltungen vermietet. Hier finden unter anderem Konzerte, Lesungen, Vorträge und Performances statt. Die Kuppelhalle | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Die Kuppelhalle, einst Trauerort, wird heute für interdisziplinäre Veranstaltungen vermietet. Hier finden unter anderem Konzerte, Lesungen, Vorträge und Performances statt.
  • Am 6. Februar 2019 wurde die neue Betonhalle im unterirdischen Bereich des Areals mit der Ausstellung „Antikino (The Siren’s Echo Chamber)“ vom Forum Expanded der 69. Berlinale eröffnet. Eingang der neu eröffneten Betonhalle im Untergrund des Krematoriums | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Am 6. Februar 2019 wurde die neue Betonhalle im unterirdischen Bereich des Areals mit der Ausstellung „Antikino (The Siren’s Echo Chamber)“ vom Forum Expanded der 69. Berlinale eröffnet.
  • Bereits im Jahr 2013 organisierte das Forum Expanded der Berlinale seine erste Veranstaltung im silent green, in den noch nicht sanierten Räumlichkeiten. Raumansicht der Ausstellung „Antikino (The Siren’s Echo Chamber)“, Forum Expanded der 69. Berlinale | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Bereits im Jahr 2013 organisierte das Forum Expanded der Berlinale seine erste Veranstaltung im silent green, in den noch nicht sanierten Räumlichkeiten.
  • Die Räume im neuen Flügel werden für Veranstaltungen, wie etwa Workshops, Seminare oder Tagungen, vermietet. Der neue Flügel © Katerina Valdivia Bruch
    Die Räume im neuen Flügel werden für Veranstaltungen, wie etwa Workshops, Seminare oder Tagungen, vermietet.
  • Das Namensschild des Restaurants MARS wurde vom Videokünstler Bjørn Melhus, anhand eines vorgefundenden Schildes der Firma OSRAM, entworfen. Eingang des Restaurants MARS | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Das Namensschild des Restaurants MARS wurde vom Videokünstler Bjørn Melhus, anhand eines vorgefundenden Schildes der Firma OSRAM, entworfen.

Die Reinbeckhallen

Direkt an der Spree und tief im Osten der Stadt
 
  • Dicht bei der Hochschule für Technik und Wirtschaft liegen die Reinbeckhallen, die im Jahr 2017 eröffnet wurden. Der Galerist und Sammler Sven Herrmann, der hier in Schöneweide aufgewachsen ist, hat das Areal 2004 gekauft. Fassade der Reinbeckhallen in der Reinbeckstraße 17, in Berlin-Schöneweide | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Dicht bei der Hochschule für Technik und Wirtschaft liegen die Reinbeckhallen, die im Jahr 2017 eröffnet wurden. Der Galerist und Sammler Sven Herrmann, der hier in Schöneweide aufgewachsen ist, hat das Areal 2004 gekauft.
  • Einige Räume werden für verschiedene Veranstaltungen vermietet, zum Teil auch für sogenannte „Corporate Events“. Auf dieser Fläche fand zum Beispiel die Performance <a href="http://www.reinbeckhallen.de/kunst-und-kulturprogramm/externe-projekte/detail/?no_cache=1&L=0&eventid=40&cHash=55b8ff6b34790779c5c706ca2a976635" target=_blank>„Projecting [Space[“</a> der Choreografin Meg Stuart statt, die vom HAU Theater speziell für diesen Ort organisiert und im Rahmen der Berlin Art Week im September 2018 präsentiert wurde. Ansicht einer der Veranstaltungsflächen | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Einige Räume werden für verschiedene Veranstaltungen vermietet, zum Teil auch für sogenannte „Corporate Events“. Auf dieser Fläche fand zum Beispiel die Performance „Projecting [Space[“ der Choreografin Meg Stuart statt, die vom HAU Theater speziell für diesen Ort organisiert und im Rahmen der Berlin Art Week im September 2018 präsentiert wurde.
  • Die ehemalige Transformatorenfabrik organisiert ihr eigenes Ausstellungs- und Residenzprogamm. Aktuell liegt der Schwerpunkt auf Kunst, Design und Fotografie der ehemaligen DDR, wie etwa die kommende Ausstellung <a href="http://www.reinbeckhallen.de/kunst-und-kulturprogramm/ausstellungen/detail/?no_cache=1&L=0&eventid=47&cHash=dc0a4c56e2a09e03ca068a0489cac3ac" target=_blank>„Die Ostdeutschen“</a> mit Fotografien von Roger Melies. Eröffnung der Ausstellung „Zwischen Schein und Sein. Modegrafik in der DDR 1960–1989“ | Foto: © Doreen Reichenbach
    Die ehemalige Transformatorenfabrik organisiert ihr eigenes Ausstellungs- und Residenzprogamm. Aktuell liegt der Schwerpunkt auf Kunst, Design und Fotografie der ehemaligen DDR, wie etwa die kommende Ausstellung „Die Ostdeutschen“ mit Fotografien von Roger Melies.
  • Zum Programm der Ausstellung wurden auch Workshops, Vorträge über das Thema Mode und Atelierbesuche angeboten, die seit Januar 2019 zum Projekt DIALOG MODE gehören. Modeschau während der Eröffnung von „Zwischen Schein und Sein. Modegrafik in der DDR 1960–1989“ | Foto: © Doreen Reichenbach
    Zum Programm der Ausstellung wurden auch Workshops, Vorträge über das Thema Mode und Atelierbesuche angeboten, die seit Januar 2019 zum Projekt DIALOG MODE gehören.
  • In den Hallen werden auch Möbel geschnitzt … Holzwerkstatt | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    In den Hallen werden auch Möbel geschnitzt …
  • … und in der Druckwerstatt werden verschiedene Kurse angeboten. Die Werkstatt produziert auch Material für die Ausstellungen in den Hallen, beispielsweise für die Ausstellung über kubanische Kunst <a href="http://www.reinbeckhallen.de/kunst-und-kulturprogramm/ausstellungen/detail/?no_cache=1&L=0&eventid=39&cHash=afc39b11a9600744c4a813e358400f0f" target=_blank>„Otro amanecer en el trópico“</a> (Dt.: Ein weiterer Tagesanbruch in den Tropen). Druckwerkstatt | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    … und in der Druckwerstatt werden verschiedene Kurse angeboten. Die Werkstatt produziert auch Material für die Ausstellungen in den Hallen, beispielsweise für die Ausstellung über kubanische Kunst „Otro amanecer en el trópico“ (Dt.: Ein weiterer Tagesanbruch in den Tropen).
  • Die Reinbeckhallen vermieten Ateliers an unterschiedliche Künstler. Einige dieser Räume stehen für Residenzprogramme zur Verfügung. Außenansicht der Ateliers | Foto: © Katerina Valdivia Bruch
    Die Reinbeckhallen vermieten Ateliers an unterschiedliche Künstler. Einige dieser Räume stehen für Residenzprogramme zur Verfügung.

Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Hier wird Kunst gebraut
 
  • In unmittelbarer Nähe zum Tempelhofer Feld, unweit vom Volkspark Hasenheide und vom neuköllner Schillerkiez entfernt, liegt das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Außenansicht des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, 2017 | Foto: © Daniel Bokor
    In unmittelbarer Nähe zum Tempelhofer Feld, unweit vom Volkspark Hasenheide und vom neuköllner Schillerkiez entfernt, liegt das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst.
  • Das in Zürich lebende Sammlerehepaar, Salome Grisard und Burkhard Varnholt, erwarb das Industriedenkmal im Jahr 2011. Bereits im Jahr 2014, zur Einweihung des frisch sanierten Kesselhauses, stellten sie die Installation „Kitfox Experimental“ von Roman Signer aus. Das gesamte Zentrum für zeitgenössische Kunst, mit seinen insgesamt drei Ausstellungsetagen, wurde allerdings erst 2016 eröffnet. Roman Signer „Kitfox Experimental“, 2014, Installation im Kesselhaus des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin, 14. September 2014 – 28. Juni 2015 | Foto: © Jens Ziehe
    Das in Zürich lebende Sammlerehepaar, Salome Grisard und Burkhard Varnholt, erwarb das Industriedenkmal im Jahr 2011. Bereits im Jahr 2014, zur Einweihung des frisch sanierten Kesselhauses, stellten sie die Installation „Kitfox Experimental“ von Roman Signer aus. Das gesamte Zentrum für zeitgenössische Kunst, mit seinen insgesamt drei Ausstellungsetagen, wurde allerdings erst 2016 eröffnet.
  • Das Café Babette beeindruckt mit seinen sechs imposanten Kupferkesseln aus Bierbrauerzeiten. Café im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst im Sudhaus | Foto: © Jens Ziehe
    Das Café Babette beeindruckt mit seinen sechs imposanten Kupferkesseln aus Bierbrauerzeiten.
  • Schwerpunkt sind Ausstellungen über internationale Gegenwartskunst mit einem hohen Anteil von in Berlin lebenden Künstlern, wobei die kuratorische Auswahl unabhängig von der Herkunft der Künstler erfolgt. „How Long Is Now?“, Ausstellung im Maschinenhaus (Erdgeschoss M0) des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, 23. Oktober 2016 - 19. Februar 2017 | Foto: © Marco Funke
    Schwerpunkt sind Ausstellungen über internationale Gegenwartskunst mit einem hohen Anteil von in Berlin lebenden Künstlern, wobei die kuratorische Auswahl unabhängig von der Herkunft der Künstler erfolgt.
  • Das KINDL ist eine gemeinnützige Einrichtung, die mit verschiedenen Kulturinstitutionen und -veranstaltern kooperiert, unter anderem mit den Festivals „Tanz im August“ oder „48 Stunden Neukölln“. Darüber hinaus werden die Räume für unterschiedliche Events vermietet. Jonathan Monk „Exhibit Model Four – plus invited guests“, Installationsansicht Maschinenhaus M1, KINDL – Zentrum für Zeitgenössische Kunst, 10.03.–21.07.2019 | Foto: © Jens Ziehe
    Das KINDL ist eine gemeinnützige Einrichtung, die mit verschiedenen Kulturinstitutionen und -veranstaltern kooperiert, unter anderem mit den Festivals „Tanz im August“ oder „48 Stunden Neukölln“. Darüber hinaus werden die Räume für unterschiedliche Events vermietet.
  • Andreas Fiedler, der künstlerische Direktor, ist verantwortlich für das Programm und für die Auswahl der Gastkuratoren. Er kuratierte die aktuelle Ausstellung <a href="http://www.kindl-berlin.de/monk" target=_blank>„Jonathan Monk „Exhibit Model Four – plus invited guests“</a>. Jonathan Monk „Exhibit Model Four – plus invited guests“, Installationsansicht Maschinenhaus M1, KINDL – Zentrum für Zeitgenössische Kunst, 10.03.–21.07.2019 | Foto: © Jens Ziehe
    Andreas Fiedler, der künstlerische Direktor, ist verantwortlich für das Programm und für die Auswahl der Gastkuratoren. Er kuratierte die aktuelle Ausstellung Jonathan Monk – Exhibit Model Four – plus invited guests“.
  • Die aktuelle Ausstellung <a href="http://www.kindl-berlin.de/behind-the-screen" target=_blank>„Behind the Screen“</a> wurde von Anne Schwanz als Gastkuratorin organisiert. Raumansicht der Ausstellung „Behind the Screen“. Maschinenhaus M2, KINDL – Zentrum für Zeitgenössische Kunst, 10.03.–21.07.2019 | Foto: © Jens Ziehe, 2019
    Die aktuelle Ausstellung „Behind the Screen“ wurde von Anne Schwanz als Gastkuratorin organisiert.

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