im Rahmen der Ausstellung „L’inarchiviabile“
Angebote für Schulklassen

Attività educative © Goethe-Institut Italien | Grafik: Massimiliano Emili

Vademecum

Das Goethe-Institut schlägt Initiativen für die Vermittlung zivilgesellschaftlicher Bildung im Unterricht vor. Eine interdisziplinäre Gruppe von Lehrer*innen präsentiert gemeinsam mit einer Gruppe von Schüler*innen verschiedene Vorschläge für Aktivitäten zur Geschichte des Kolonialismus. Zu den Themen gehören insbesondere der Kolonialismus in Schulbüchern, Spuren des Kolonialismus in unserem täglichen Leben und die Analyse von Objekten im Kontext von Museen.

Aus der Geschichte lernen

Themenschwerpunkt: zivilgesellschaftliche Bildung, educazione civica

Kolonialismus – Was habe ich damit zu tun?

Warum beschäftigen wir uns heute mit dem Kolonialismus? Zum Beispiel in der Schule? Brauchen wir Orte, um uns an den Kolonialismus zu erinnern? Zum Beispiel Denkmäler? Wie soll man mit Schuld umgehen? Wie können sich die ehemaligen Kolonial-Mächte bei den früheren Kolonien entschuldigen? Zum Beispiel mit Geld als Entschädigung? Sollen die ehemaligen Kolonialmächte Dinge zurückgeben, die sie den Kolonien weggenommen haben? Zum Beispiel Kunstgegenstände? Wie können die Länder heute ihre Vergangenheit aufarbeiten, um in Zukunft besser zusammenzuarbeiten?

Diese und weitere Fragen zum Thema koloniales Erbe möchten wir mit euch über geographische Grenzen und Generationen hinweg diskutieren. Dabei könnt ihr eure Kreativität, euer Wissen und eure eigenen Erfahrungen einbringen. Wir sprechen unter anderem über Black Lives Matter, Denkmalsturz, Rassismus, Antisemitismus und die Rückgabe von geraubter Kunst aus ehemaligen Kolonien.

Den Lehrern möchten wir Instrumente zur Vermittlung zivilgesellschaftlicher Bildung im Unterricht an die Hand geben. Eine interdisziplinäre Lehrergruppe erarbeitet mehrere Vorschläge für Aktivitäten im Rahmen der educazione civica. Konkret geht es um Themen wie Kolonialismus in den Schulbüchern, Spuren des Kolonialismus in unserem Alltag, die Analyse von Objekten im Kontext von Museen und Ideen für die Zusammenarbeit mit Schulen in Afrika.

Im Rahmen der Ausstellung L’inarchiviabile am Goethe-Institut Rom werden in Workshops Gespräche und Diskussionen mit Schüler*innen über verschiedene Themen rund um Kolonialismus angestoßen.

Zur Ausstellung:

Die Ausstellung L’inarchiviabile, kuratiert von Viviana Gravano und Giulia Grechi, setzt sich direkt mit Fragen des kolonialen Erbes auseinander, indem sie Kunstwerke präsentiert, die gängige post- und neokoloniale Muster hinterfragen und zugleich die Komplexität kolonialer Prozesse und Diskurse reflektieren. Dadurch, dass solche Kunstwerke immer wieder neue und aktuelle Fragen aufwerfen, lassen sie sich nicht in die herkömmlichen Strukturen des Archivs und des Museums einordnen und werden somit zu „unarchivierbaren“ Objekten, welche zu einem breit angelegten und gesellschaftsrelevanten Dialog einladen.

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