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Riguardo alle parole © Goethe-Institut Italien | Grafik: Massimiliano Emili

Die Reihe entstand aus dem Bedürfnis heraus, sich von der geschlossenen Formel der Konferenz, die nur von wenigen gesehen und erlebt wird, zu lösen und einen offenen und jederzeit zugänglichen virtuellen Raum zu schaffen, in dem Beiträge zu zahlreichen Bereichen des transkulturellen Dialogs zu finden sind. Der italienische Titel spielt mit der Idee der Wertschätzung und Pflege von Wörtern, verweist aber auch auf die Notwendigkeit, Wörter erneut zu betrachten und ihnen einen neuen Blick zu geben. Jede Folge der Reihe, die als permanente Konferenz konzipiert ist, die jederzeit und nach individuellem Hörrhythmus abgerufen werden kann, steht im Zeichen eines Schlüsselwortes.

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#0

Transkultureller Dialog

In der Einführungsepisode, einem Beitrag bestehend aus mehreren Stimmen, skizziert der Leiter des Goethe-Instituts Italien, Joachim Bernauer, den Rahmen des Projektes; die Kuratorinnen Viviana Gravano und Giulia Grechi erläutern die Ideen hinter der Ausstellung und den Podcasts, und die Vertreterinnen des MuCiv Gaia Delpino und Rosa Anna Di Lella zeichnen die Geschichte des ehemaligen Kolonialmuseums nach und stellen die Frage, wie man ein ethnografisches Museum in ein Labor der Dekolonisierung verwandeln kann.


#1

Der Tanz der Oryx

Die italienisch-somalische Schriftstellerin Ubah Cristina Ali Farah reflektiert über die engen Verbindungen zwischen Zeitgeschichte und kolonialem Erbe, beginnend mit ihrem Gedicht Axum und ihrer Erzähung Der Tanz der Oryx.


#2

Resistance

Maria Thereza Alves liest aus ihrem Buch Diebe und Mörder in Neapel (2020), in dem sie an die Geschichte des Museums Villa Pignatelli in Neapel erinnert und die Ereignisse nachzeichnet, die den fünften Nachkommen von Hernán Cortés, dem Eroberer Mexikos, und die Familie Pignatelli zusammenbrachten.


#3

Reimagining the museum

In ethnografischen Sammlungen und Museen müssen Räume neu definiert werden. Clémentine Deliss stellt sich einen dritten Raum vor, in dem Artefakte miteinander in Dialog treten können, einen Forschungsraum jenseits von Konsumpraktiken und der öffentlichen Zurschaustellung von Objekten.


#4

Harnet

Im Projekt Harnet Streets – eritreisches counter-mapping in Rom nutzt Tezeta die Onomastik als erzählerischen Anreiz, um einen Stadtplan zu zeichnen, der aus Gegenerzählungen besteht, um die Geschichte des italienischen Kolonialismus in Eritrea im Gegenlicht zu lesen.


#5

Nome

Es scheint ein unschuldiges Etikett zu sein, doch die Benennung ist auch ein Akt der Macht: Die koloniale Praxis der Benennung von Orten, menschlichen Gruppen oder botanischen Exemplaren unterstützte den Kolonialismus und seine Erzählung. Beatrice Falcucci reflektiert den Akt der (Um-)Benennung in diesem Licht.


#6

Decolonializzazione

Was ist der Unterschied zwischen Kolonialismus und Kolonialität? Wie können Ressourcen und Macht in einem ethnografischen Museum neu verteilt werden? Mackda Ghebremariam Tesfaù denkt über die Entkolonialisierung der Museen und die Bedeutung leerer Räume jenseits der Restitutionspraxis von Werken nach.


#7

The right to opacity

Anhand konkreter Beispiele von Projekten und Workshops spricht Jana Johanna Haeckel über das Konzept der Opazität als Prinzip, das hilft, kulturelle Vielfalt zu erleben und zu teilen, und sich von vereinfachenden und trügerisch „transparenten“ Visionen zu verabschieden.


#8

Deistituzionalizzazione

Wie kann das ethnografische Museum zu einem Labor der Dekolonisierung werden? Wissal Houbabi spricht die Notwendigkeit an, die eurozentrische Vorstellung vom Museum zu hinterfragen, und betont, wie wichtig es ist, eng mit den Bezugsgruppen zusammenzuarbeiten.


#9

Cinema

Luca Peretti rezensiert zahlreiche Filme, von Petrolio nelle dune (wörtlich übertragen Erdöl in den Dünen) (1967, produziert von Eni), der den Kolonialismus in Libyen völlig ausblendet, bis zu Tolo Tolo (Checco Zalone, 2020), der die Formen des Kolonialismus offenlegt, die unsere Gegenwart noch immer heimsuchen.


#10

Self- discovery

An wen wenden sich ethnografische Museen heute? Ausgehend von der Darstellung der Identität des Anderen reflektiert Adama Sanneh über die Möglichkeit des ethnografischen Museums, den Blick des Besuchers umzukehren, um etwas von uns selbst und unserer Geschichte wiederzuentdecken.


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