Die Hauptstadt
Robert Menasse

Elisa Costa liest Robert Menasse
von links nach rechts: Elisa Costa, Foto: © Goethe-Institut Italien / Elisa Costa; Buchcover, © Sellerio Editore

Dieser #Lesetipp ist von Elisa Costa
Pressebüro des Goethe-Instituts Rom

Suhrkamp Taschenbuch | Italienische Übersetzung von Marina Pugliano und Valentina Tortelli. Verlag in Italien: Sellerio Editore 2018
Gewinner des Deutschen Buchpreises 2017

Vor einigen Wochen veröffentlichte die Zeitung Il Manifesto einen Artikel des spanischen Drehbuchautors Angel Luis Lara über die aktuelle Pandemie. Unter den Ursachen für die Verbreitung neuer Viren dokumentiert Lara die Bedeutung von Makrorinderfarmen, Ausbrüchen von Krankheiten, die auf den Menschen übertragbar sind. Im Jahr 2016 beispielsweise traf ein von Fledermäusen übertragenes Virus Chinas Schweinefarmen schwer. Ein Auftakt zum Coronavirus?

Die Hauptstadt des österreichischen Autors Robert Menasse, veröffentlicht 2017, beginnt mit dem Erscheinen eines für Brüssel frei laufenden Schweins. Das Tier ist in den verschiedenen Stadtvierteln zu sehen und der rote Faden, der die Geschichten der Beamten der Europäischen Union, der wahren Protagonisten des Romans, verbindet. Das Schwein ist auch ein Grund für Zwietracht zwischen den Staaten der Union, die keine gemeinsame Exportpolitik finden und ihre individuellen Interessen nicht überwinden können. Jeder Charakter, jede Geschichte von Die Hauptstadt spiegelt die wirtschaftlichen und politischen Probleme wider, die die Europäische Union betreffen. Der Roman warnt jedoch vor dem Zerfall der Union, deren Auftakt das Brüsseler Schwein zu sein scheint

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