Die Gedächtnislosen – Erinnerungen einer Europäerin
Géraldine Schwarz

Marvin Schnell liest Geraldine Schwarz
vlnr: Marvin Schnell, Foto: © Goethe-Institut Italien / Marvin Schnell; Buchcover, Foto: © Giulio Einaudi Editore

Dieser #Lesetipp ist von Marvin Schnell
Beauftragter für die deutsch-italienischen Kulturgesellschaften in Italien

Secession Verlag | Verlag in Italien: Giulio Einaudi Editore 2019

Heute zeigt sich europaweit: Wo die Geschichtsaufarbeitung kaum stattgefunden hat, feiern die Rechtspopulisten ihre größten Erfolge. (…) Die Gedächtnislosen ist ein vehementes Plädoyer für die Erneuerung der Erinnerungsarbeit, die nicht nur Wissen über die Gräuel des Krieges und des Faschismus, sondern auch eine positive identitätsstiftende Erinnerung vermitteln will: an den Aufbau der Demokratie in Deutschland und Europa.

„Géraldine Schwarz entdeckt eines Tages, dass ihr deutscher Großvater 1938 ein jüdisches Unternehmen in Mannheim im Zuge der Arisierung erworben hat. Nach dem Krieg weigert sich Karl Schwarz, dem einzigen Überlebenden der in Auschwitz ermordeten Fabrikantenfamilie, Julius Löbmann, Reparationen zu zahlen. Hier beginnt ihre Recherche über drei Generationen ihrer Familie, dabei stets mit der Frage, wie die Verwandten und andere sich der Vergangenheit stellten - auch in Frankreich, wo ihr Großvater mütterlicherseits unter dem Vichy Regime in einem Gebiet als Gendarm gedient hat, in dem Franzosen mit Razzien nach Juden suchten. Die Autorin bettet ihre Familiengeschichte in die große Geschichte ein und spannt den Bogen von der NS-Zeit bis zum krisengeschüttelten Europa unserer Gegenwart.“ (aus dem Klappentext des Buches, © Secession Verlag)

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