Europaküche

Logo des Projekts Europaküche
Illustration: © Daniela Burger

**Bis auf Weiteres verschoben**

Goethe-Institut Palermo

Mit der Schriftstellerin und Journalistin Géraldine Schwarz (Deutschland/Frankreich)

Géraldine Schwarz
Géraldine Schwarz | Foto: Mathias Bothor
Géraldine Schwarz, geboren 1974, ist eine deutsch-französische Autorin, Journalistin und Dokumentarfilmerin. Sie ist eine engagierte Europäerin, publiziert und interveniert in vielen Ländern zu Themen wie Erinnerungsarbeit, Demokratie und Populismus.
Für ihr in zehn Sprachen übersetztes Buch Die Gedächtnislosen (Flammarion, Secession Verlag) erhielt sie 2018 den Europäischen Buchpreis. Entlang dreier Generationen ihrer Familie zeichnet die Autorin die Aufarbeitung der Vergangenheit in Deutschland und vergleicht sie mit der in Frankreich und anderen Ländern wie Italien.

Gastfreundschaft als Leitgedanke Europas

Was passiert mit unseren Vorstellungen von Europa, Gemeinschaft und Teilhabe, wenn wir sie aus dem Blickwinkel der Küche betrachten? Finde es heraus! Willkommen bei der Europaküche.
Zwischen August und Dezember werden elf Künstler*innen über Grenzen hinweg mit Menschen in elf europäischen Städten in Kontakt sein. Sie werden wunderbare Arten der Begegnung, des Berührens, Schmeckens, des Austauschs und Verstehens schaffen – und körperliche Distanz wahren, wo immer es nötig ist.

Die Europaküche erkundet Gastfreundschaft im weitesten Sinne des Wortes. Wer ist willkommen? Wo, wann und unter welchen Umständen? Diese Fragen bilden den Kern unserer persönlichen, gesellschaftlichen und länderumspannenden Beziehungen und sind drängender als je zuvor – wegen wachsender Fremdenfeindlichkeit und nationalistischen Tendenzen. Wegen der Klimakrise. Wegen der politischen, sozialen, wirtschaftlichen und psychischen Auswirkungen der Corona-Pandemie. elf Künstler*innen aus Europa werden diese Fragen in elf Städten bearbeiten. Über die lokalen Goethe-Institute werden sie in Kontakt mit den Menschen vor Ort sein. Auch du bist eingeladen – mach mit!

Die beteiligten Künstler*innen sehen die Küche als einen Maschinenraum, der bereichernde Ideen, neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten hervorbringt. Sie nutzen die Küche als ein Laboratorium für Experimente und Begegnungen, in dem Verhältnisse neu gemischt und erkundet werden. Sie brechen auch die Grenzen der Küche auf – holen sie nach draußen, aufs Papier, in unsere Köpfe. Der Küchentisch ist für sie ein Ort, an dem spannende Gespräche entstehen, an dem Freundschaften wachsen, Pläne für die Zukunft gemacht und neue Welten ersonnen werden.

Die Europaküche findet im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands in der zweiten Jahreshälfte 2020 statt. Das Projekt ist ein Versuch, anders auf Europa zu blicken und neue, ungewöhnliche Wege finden, Menschen zu verbinden. Diese Bestrebungen sind umso wichtiger in Zeiten, in denen das Gefühl des Zusammenhalts und die Bereitschaft zur Großzügigkeit zwischen Menschen und Ländern, in Europa ebenso wie weltweit, auf die Probe gestellt werden. Dieses Projekt feiert die Stärke, die darin liegt, zusammenzukommen, um einen Tisch zu sitzen, die Welt anders zu sehen und zu schmecken. Nimm Platz, mach mit und teil deine Gedanken mit uns. Du bist herzlich willkommen. Die Europaküche ist hier für dich, für mich, für uns alle.

Mit Patrícia Portela in Kopenhagen (Dänemark), Kateřina Šedá in Tallinn (Estland), Priya Basil in Wrocław (Polen), Jeannette Ehlers in Huntly (Schottland), Mischa Leinkauf in Chania (Griechenland), Géraldine Schwarz in Palermo (Italien), Marinella Senatore in Ljubljana (Slowenien), Ivana Sajko in Marseille (Frankreich), Jeannette Ehlers in Glasgow und Huntly (Schottland) und Arpad Dobriban in Madrid (Spanien) und Beiträgen in Wien (Österreich).
 
Europaküche ist ein Projekt des Goethe-Instituts mit Mitteln des Auswärtigen Amts im Rahmen der Deutschen Ratspräsidentschaft der Europäischen Union 2020.

Details

Goethe-Institut Palermo

Cantieri culturali alla Zisa
Via Paolo Gili, 4
90138 Palermo

+39 091 6528680
info-palermo@goethe.de